Toyota: Neuer Massenrückruf
Fünffach-Schaden bei Toyota

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Toyota ruft weltweit mehrere Millionen Autos in die Werkstätten – auch in Deutschland. Betroffen sind fünf verschiedene Bauteile – vor allem in Yaris, RAV4 und Hilux.
Bild: Sven Krieger
(dpa/cj) Toyota ruft erneut weltweit massenhaft Fahrzeuge in die Werkstätten. Insgesamt sind 6,39 Millionen Autos mit 6,58 Millionen Schäden betroffen – an einigen Autos gebe es gleich mehrere defekte Bauteile, teilte der japanische Autobauer am 9. April 2014 mit.
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In Deutschland umfasst der Rückruf 92.338 Fahrzeuge: Bei rund 86.800 Toyota Yaris und Urban Cruiser (Fertigungszeitraum Januar 2005 bis August 2010) kann es demnach Probleme an den Sitzschienen (8700) oder einem Befestigungspunkt der Lenksäule (78.100) geben. Bei 5400 RAV4 und Hilux (Juni 2004 bis Dezember 2010) sei ein Bruch im Fahrzeugkabelbaum nicht auszuschließen.
Bislang 1000 Fälle, aber keine Unfälle

Einer von fünf Rückruffällen: Beim Toyota RAV4 ist ein Kabelbaumbruch nicht auszuschließen.
Bild: Markus Heimbach
Image vor vier Jahren schwer angeschlagen
Der Massenrückruf erfolgt zu einer Zeit, da sich der weltgrößte Autobauer gerade erst von den Auswirkungen eines millionenfachen Rückrufs erholt hat, der vor vier Jahren das Image des Unternehmens schwer angeschlagen hatte. In Kürze dürfte Toyota Rekordgewinne für das am 31. März abgelaufene Geschäftsjahr 2013/2014 bekannt geben.Die Behörden auf dem wichtigen US-Markt hatten dem japanischen Branchenprimus vorgeworfen, 2009/2010 Rückrufe wegen rutschender Fußmatten und klemmender Gaspedale verzögert zu haben. Erst vor wenigen Tagen hatte Toyota in den USA im Rahmen eines Vergleichs 1,2 Milliarden Dollar gezahlt, um ein Strafverfahren abzuwenden. Toyota war vorgeworfen worden, das Ausmaß der damaligen Mängel vertuscht und die Öffentlichkeit wiederholt belogen zu haben. Bei Unfällen sollen damals zahlreiche Menschen zu Tode gekommen sein. Als Lehre daraus hatte Toyota eine umfangreiche Qualitätsoffensive gestartet.
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