Toyota RAV4 versagt bei Elchtest

Toyota RAV4 im Elchtest

Toyota RAV4 versagt bei Elchtest

Beim Elchtest des schwedischen Auto-Magazins "Teknikens Värld" hat sich der neue Toyota RAV4 blamiert, eierte um die Pylonen. Hier der Test mit Video!
Beim Elchtest hat der neue Toyota RAV4 Hybrid gepatzt: Das schwedische Auto-Magazin "Teknikens Värld" unterzog den Japaner dem Test, bei dem das schnelle Ausweichen vor einem Hindernis aus Landstraßentempo simuliert wird. Das Technik-Magazin nennt das Abschneiden des RAV4 erschreckend. Während des Tests der Schweden reagierte der Toyota bei der Fahrt mit 68 km/h beim Lenken nach links zwar schnell. Beim Zurücklenken nach rechts verloren jedoch beide Räder auf der kurveninneren Seite: In mehreren Anläufen verlor der RAV4 den Kontakt mit der Fahrbahn, das Auto brach beinahe aus.

Test mit zwei identischen Fahrzeugen

In weiteren Anläufen hoppelte der RAV4 seitlich durch die Pylonengasse, das ESP verhinderte ein Anheben der Räder erst im letzten Moment. Stattdessen rutschte der Japaner dann seitlich weg. Ein zweites Auto mit identischen Spezifikationen und gleicher Beladung verhielt sich genauso, berichtete das Magazin am 12. September. Das Magazin wiederholte den Test mit mehreren unterschiedlichen Fahrern. Das gefahrene Tempo war für den echten Elchtest sogar etwas zu niedrig, eigentlich ist ein Mindesttempo von 70 km/h vorgeschrieben. Zum Zeitpunkt des Tests herrschten auf dem Testgelände eine Lufttemperatur von 23 Grad und es schien die Sonne:

Toyota blamiert sich nicht zum ersten Mal

Toyota Schweden schreibt dazu, die "Sicherheit ihrer Kunden sei Priorität Nummer eins für die Japaner und man führe während der Entwicklung der Produkte strenge Tests durch". Doch offenbar blamierte sich der RAV4 Hybrid sich nicht zum ersten Mal beim Elchtest, so "Teknikens Värld" weiter. Das weiße Auto mit dem Kennzeichen PEG 23L hatte im Frühjahr 2019 schon einmal schlecht abgeschnitten. "Teknikens Värld" deckte Sicherheitsmängel bei weiteren Fahrzeugen von Toyota auf. 2007 und 2016 kippten zwei Generationen Hilux beim Elchtest beinahe um. Beim Hilux besserte Toyota 2016 am Fahrwerk deutlich nach.

1997 wurde der Elchtest weltweit bekannt

Wie wichtig der Elchtest für die Fahrsicherheit ist, ist seit dem Umkippen einer Mercedes A-Klasse Ende 1997 bekannt. Den Test führte damals ebenfalls das schwedische Magazin durch. Die A-Klasse kippte bei 65 km/h. Im Nachhinein spendierte Mercedes der A-Klasse ESP, das erste Auto unterhalb der Luxusklasse mit diesem Helferlein. Der Elchtest besteht aus zwei abrupten Lenkbefehlen in einer versetzten Pylonengasse bei mindestens Tempo 70. Der erste geht nach links, der zweite nach rechts. So soll simuliert werden, dass das Auto plötzlich einem Hindernis ausweicht.
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