Mängelriesen: Beliebt, aber problematisch

TÜV-Report 2019: Mängelriesen

Beliebt, aber problematisch

Sie gehören zu den Bestsellern und finden sich oftmals in der Zulassungsstatistik ganz weit oben. Doch beim TÜV sind sie weniger überzeugend.
Gleich mehrere Modelle, die laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zu den Bestsellern gehören, landen im TÜV-Report 2019 schon bei der ersten HU auf den hinteren Plätzen. Gebrauchtwagenkäufer sollten bei diesen Modellen auf die entsprechenden Schwachstellen achten.
 

Der VW Passat absolviert häufig sehr viele Kilometer. Seine Macken resultieren oftmals davon.

In der Mittelklasse gehört der VW Passat zu den absoluten Bestsellern. Seit mehr als 45 Jahren wird der Wolfsburger gebaut, ist als langstreckentauglicher Dienstwagen beliebt und macht sich ebenso gut als vielseitige und geräumige Familienkutsche. Auf dem Genfer Autosalon im März erhält Generation 8 ein Update, um für die restliche Laufzeit im hart umkämpften Segment gewappnet zu sein. Aber auch kurz vor der Modellpflege ist er erfolgreich: So wurden im Januar 2019 laut KBA 3795 Exemplare vom Passat verkauft, der größte Teil davon mit Dieselantrieb (3011). Lediglich die frisch überarbeitete Mercedes C-Klasse war im selben Zeitraum mit 6218 verkauften Exemplaren erfolgreicher. Doch so beliebt der Passat auch ist, so häufig fällt er beim TÜV mit Mängeln auf. Und dass bereits beim ersten Termin! Die Zahl der Modelle mit erheblichen Mängeln liegt über dem vom TÜV getesteten Durchschnitt. Doch weit über dem Durchschnitt liegt auch die Laufleistung der Fahrzeuge. Stehen bei maximal drei Jahre alten Autos durchschnittlich 47.000 Kilometer auf der Anzeige, hat der Passat in diesem Zeitraum bereits 81.000 Kilometer hinter sich. Demnach fallen den TÜV-Prüfern insbesondere kilometerbedingte Verschleißerscheinungen am Fahrwerk sowie an den Bremsen auf, wie zum Beispiel verschlissene Bremsscheiben.
Weitere Informationen zum TÜV-Report 2019

Klein und anfällig

Mit originellem Design täuscht der Fiat 500 über seine technischen Mängel hinweg.

Für Fiat ist der 500 ein Gewinn. Von keinem anderen Modell verkaufen die Italiener so viele Exemplare wie von ihrem schicken Kleinstwagen. So haben sich allein im Januar 2019 2077 Autokäufer für den Stadtflitzer entschieden. Mit seinem Retro-Charme hat er die Autowelt erobert und erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit. Interessenten sollten aber zusätzliches Geld für Reparaturen einplanen, denn beim TÜV schwächelt er. Probleme gibt es an der Lichtanlage sowie der Achsaufhängung, wo bereits bei der ersten Hauptuntersuchung Dämpfer und Federn negativ auffallen. Auch rostende Auspuffanlagen kennen die Sachverständigen bereits vom Fiat 500. Im Segment der Kleinsten wildert der Fiat aber nicht alleine. Zwar umweht den Hyundai i10 kein Retro-Charme, und vom kleinsten Koreaner wurden mit 1173 im Januar auch deutlich weniger neu zugelassen, aber beliebt ist er dennoch. So punktet der Fünfsitzer und -türer mit umfangreicher Serienausstattung und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Beim TÜV erlaubt sich der Korea-Knirps allerdings Schwächen wie verschlissene Bremsscheiben oder Ölverlust an Motor und Antrieb. Neben Passat, Fiat 500 und Hyundai i10 zeigen wir in der Bildergalerie weitere Verkaufsschlager, die beim TÜV nicht überzeugt haben.

Mängelriesen: Beliebt, aber problematisch

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