Im Herbst 2021 startet die Tuning Trophy Germany. In der Sendung von DMAX und AUTO BILD suchen Tuner Sidney Hoffman und DTM-Profi Maximilian Götz die besten Tuning-Autos Deutschlands. Um die Aufgabe nicht allein bewältigen zu müssen, haben sie sich Star-Reporter Kai Ebel ins Boot geholt.
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Formel-1-Reporter und eine Rolle als Synchronsprecher

Kai Ebel ist eine Kultfigur im Deutschen Fernsehen. Seit 1992 berichtete der heute 56-Jährige als RTL-Reporter von Formel-1-Rennen aus der ganzen Welt, bevor RTL 2020 den Rückzug aus der F1 bekannt gab. Mindestens ebenso bekannt wie für seine Berichte ist Ebel für seinen extravaganten, bunten Kleidungsstil. Funfact am Rande: Ebel lieh seine Stimme einem Reporter-Auto in der deutschen Synchron-Fassung des Animationsfilms Cars 2. Benzin im Blut sollte bei Kai Ebel also mehr als genug vorhanden sein. Und ab September 2021 wird er also als Gast-Juror bei der Tuning Trophy Germany dabei sein.

AUTO BILD sprach mit Kai Ebel über die Tuning Trophy Germany

AUTO BILD: Lieber Kai, was wirst Du in der Jury definitiv anders machen als Sidney?
 
Kai Ebel: Sidney kommt aus der Tuning-Szene. Ein absoluter Fachmann. Der sieht jedes Detail am Auto. Ich komme mehr vom Tanzsport (mit einem Augenzwinkern und Verweis auf seinen Auftritt bei der Fernsehsendung "Let’s Dance"). Ich werde mehr auf die stylischen Elemente achten, auf die Optik. Ich profitiere aber auch von meiner Erfahrung bei der Formel 1. In der Jury wird es unterschiedliche Geschmäcker geben und das ist auch gut so. Es ist wichtig, dass nicht alle auf dasselbe achten.  
 
AUTO BILD: Was sind Deine Berührungspunkte beim Thema "Tuning"?
 
Kai Ebel: Mein Hauptbetätigungsfeld im Motorsport war die Formel 1. Ich interessiere mich auch für schnelle Sportwagen. Den Berührungspunkt mit Tuning habe ich, weil ich viele Jahre auf der Essen Motor Show moderiert habe. Da hatte ich natürlich auch mit getunten Autos zu tun. Mir fehlt allerdings die Fachterminologie. Ich gehe da, genau wie in der Formel 1, mit der erfrischenden Neugierde eines Journalisten dran. 
 
AUTO BILD: Gibt es für Dich sogenannten Tuning-Sünden?
 
Kai Ebel:
Ich bin prinzipiell offen für alles. Warum soll ich mich von vornherein beschränken? Ich gucke, was auf mich zukommt, gebe allen eine Chance. Wenn aber einer mit einem tiefergelegten Linienbus käme, würde ich mich schon fragen, was bringt das, kann der damit noch fahren? Aber grundsätzlich bin ich gegen No-Gos. 
 
AUTO BILD: Wie hart wirst Du die Fahrzeuge der Teilnehmer rannehmen? 
 
Kai Ebel: Die Frage ist, wie hart werden mich die Fahrzeuge rannehmen? Ich weiß, auf welcher Seite der Leitplanke ich geboren bin. Ich bin kein Möchtegernrennfahrer. Ich werde nicht über mein Limit hinausgehen. Ich gucke, wie ich mit den Autos klarkomme. Die werden vermutlich alle Handschaltung haben und das habe ich ewig nicht gemacht. Ich gehöre zu der Generation, die das früher immer gemacht haben und dann irgendwann gar nicht mehr. Mittlerweile schalte ich nur noch am Lenkrad. Ich werde aber darauf achten, dass ich kein Auto ins Kiesbett haue was jemand in jahrelanger Kleinstarbeit zusammengebastelt hat. 
 
AUTO BILD: Welchen Tipp hast Du für die Teilnehmer der Tuning Trophy Germany?
 
Kai Ebel: Macht es wir im Leben. Lebt euren Traum. Lasst euch nicht reglementieren, lasst euch nicht von anderen reinreden. Wenn ihr eine Idee habt, das verfolgt sie konsequent. Und es sollte eine Handschrift erkennbar sein, das muss aus einem Guss sein.