Unzufriedenheit mit dem Elektroauto?
Kaufstatistik: Hälfte aller US-Tesla-Fahrer wechselt zum Verbrenner

Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Das klingt nicht nach hoher Kundenzufriedenheit: 51 Prozent der Teslafahrer in den USA haben im abgelaufenen Jahr 2023 ihr Elektroauto gegen einen Wagen mit Verbrennungsmotor in Zahlung gegeben. Diesen Wert hat der amerikanische Marktbeobachter Edmunds aus dem Datenmaterial von Autohändlern ermittelt.
Ob es um Probleme mit der Reichweite, der (in den USA noch sehr lückenhaften) Ladeinfrastruktur oder mit dem Elektroauto an sich geht, bleibt offen. Aber es drängen sich Parallelen zu einer kürzlich veröffentlichten Studie von McKinsey über Unzufriedenheit von E-Auto-Fahrern auf.
Doch nicht alle Kunden kehrten reumütig zur alten Technologie zurück. Immerhin kauften weitere 29 Prozent anschließend erneut ein Elektroauto. Zehn Prozent probierten es mit einem Hybridfahrzeug, die übrigen sechs Prozent gaben einem Plug-in-Hybridmodell den Vorzug. Nebenaspekt: Der Umstieg auf einen Plug-in-Hybriden ist für Tesla-Fahrer offenbar attraktiver als für Nutzer anderer E-Autos: Von denen wechselten bis Mai 2024 nur zwei Prozent.
Edmunds wertet Entwicklung dennoch positiv
Die Analysten von Edmunds werten die Entwicklung auf dem Tesla-Markt dennoch generell positiv. Denn erst fünf Jahre zuvor war das Ergebnis viel krasser: 2019 wechselten 71 Prozent der Tesla-Käufer vom E-Auto auf einen Verbrenner. Nur zehn Prozent kauften sich stattdessen ein anderes Elektroauto – zumeist wahrscheinlich einen Tesla, denn damals gab es kaum andere Produkte. 2022 wechselten "nur" noch 66 Prozent der Tesla-Käufer zum Verbrenner, 2023 waren es 55 Prozent.
Auch hierfür sehen die Auto-Analysten aus den USA einen einfachen Grund: Während die Konkurrenz kontinuierlich neue Modelle auf den Markt bringt, stagniere das Tesla-Angebot. Qualitätsmängel kratzen am Image des Elektroauto-Pioniers. Und auch die Modernisierungen der bestehenden Modelle halten sich in Grenzen. Edmunds: "Tesla steht still."
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