Man schrieb das Jahr 1981. Da musste ein Alfa-Autohaus im niedersächsischen Holzminden schließen. Ein 18-Jähriger drückte sich die Nase an der Schaufensterscheibe platt: "Alles musste raus, auch ein gebrauchter Alfa Spider Baujahr 1963", erinnert sich Uwe Bost, der heute in Sickte bei Braunschweig (Niedersachsen) wohnt. Das Auto sollte 3500 Mark kosten. "Ich wollte ihn unbedingt haben, aber meine Mutter hat es verboten." Seitdem träumt der heute 60-jährige Bauingenieur von dem luftigen Italiener.

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"Der Familienliebling in unserem VW-Fuhrpark ist der e-Golf"

Heute fahren er und seine Familie VW: In der Garage stehen ein Allrad-Passat, ein Golf 7 ein T-Roc-Cabrio und Uwe Bosts e-Golf aus dem Jahr 2020, der der Liebling der Familie ist.
Der e-Golf ist eigentlich sehr zuverlässig. "Während eines Urlaubs hatte er mal eine Woche gestanden", erzählt Uwe Bost. "Danach war die Starterbatterie leer, und wir kamen trotz vollem Akku nicht vom Fleck." Die Ursache: Irgendwo brannte unbemerkt eine Glühlampe und hatte die Starterbatterie leergesaugt. "Ein typischer Fehler vieler Liegenbleiber, meinte die Werkstatt."
Den e-Golf liebt nicht nur Uwe Bost. Die ganze Familie nutzt den Stromer, denn er ist kostengünstiger als sein Vorgänger.
Bild: Auto Bild / Privat

"Der e-Golf ist total sparsam", freut sich der Familienvater. "Er kostet uns nur rund 300 Euro im Jahr. Unser Golf GTD davor lag bei bis zu 1600 Euro jährlich." Und so ist der Familienliebling ständig im Einsatz: Ob zur Baustelle, zum Einkaufen oder zum Sport – Familie Bost steigt lieber in den Stromer als in die anderen Autos mit Verbrennungsmotor: "Der spricht schnell an und entschleunigt trotzdem. Nur bei der Reichweite könnte es etwas mehr sein, auch wenn die bislang ausgereicht hat."

"Das Stromtanken muss einfacher werden"

Uwe Bost stört aber das Stromtanken an den öffentlichen Ladesäulen. Der ganze Ablauf sei zu wenig transparent und zu kompliziert: "Blockiergebühr, intransparente Buchungsabläufe – das ginge sicher auch einfacher", ist der E-Auto-Fan überzeugt. "Das klappt doch an der Zapfsäule auch – warum also nicht auch beim Stromtanken?"

"Als Chefredakteur würde ich mich mehr einmischen"

Als AUTO BILD-Chefredakteur würde sich Uwe Bost stärker in die aktuelle Politik einmischen: Vor allem die Umweltdebatte wird ihm nicht differenziert genug geführt. Es werde zu viel Angst vor der Zukunft verbreitet, statt den Menschen Sicherheit und ein kalkulierbares Risiko zu präsentieren. Klare Statements der Verantwortlichen und einfache, verständliche Gesetze sind das, was Bost am meisten vermisst. "Es wird zu schlecht kommuniziert und viel Gutes zerredet", findet er. Persönlich würde er die umweltfreundliche Fotovoltaik stärker fördern: "Nicht mit Zwang, sondern durch echte Anreize."
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