Der Entwicklungsvorstand von Volkswagen-PKW, Heinz-Jakob Neußer, spricht am 14.09.2015 bei der Volkswagen Group Night in der Ballsporthalle in Frankfurt am Main (Hessen). Vom 17. bis zum 27. September zeigen Hersteller aus der ganzen Welt hier Neuheiten der Automobilindustrie
Heinz-Jakob Neußer, Entwicklungschef Kernmarke Volkswagen.
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(reuters) Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen sind Konzernkreisen zufolge drei weitere Vorstände beurlaubt worden. Die Entwicklungschefs der Marken Audi, VW Pkw und Porsche, Ulrich Hackenberg, Heinz-Jakob Neußer und Wolfgang Hatz seien von ihren Aufgaben entbunden worden, sagten mehrere Insider der Nachrichtenagentur Reuters am 28. September 2015. Derzeit werde ermittelt, inwieweit die Manager in die Abgas-Manipulationen verwickelt seien. VW wollte sich mit Verweis auf arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen nicht zu den Suspendierungen äußern.
Der Vorstand Ulrich Hackenberg (Technische Entwicklung) nimmt am 10.03.2015 an der Bilanz-Pressekonferenz von Audi in Ingolstadt (Bayern) teil. Audi hat im vergangenen Jahr rund 1,74 Millionen Autos verkauft - so viele wie nie zuvor in der Firmengeschichte. Im Vergleich zu 2013 ist das ein Plus von mehr als 10 Prozent.
Ulrich Hackenberg, Entwicklungschef Marke Audi.
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Einem Insider zufolge wehrt sich Hackenberg gegen seine Beurlaubung. Der Manager war 2007 zusammen mit Ex-Konzernchef Martin Winterkorn von Audi nach Wolfsburg gewechselt. Er gilt als Erfinder des Baukastensystems, das Volkswagen derzeit bei immer mehr Marken einführt. Später kehrte Hackenberg nach Ingolstadt zurück, um Audi mit neuen Elektroautos auf die Sprünge zu helfen. Dem promovierten Maschinenbau-Ingenieur wurden noch vor wenigen Monaten sogar Außenseiter-Chancen für die Nachfolge seines Vertrauten Martin Winterkorn eingeräumt, der inzwischen über die Abgas-Affäre gestürzt ist.
Weitere Top-Manager müssen gehen
Wolfgang Hatz, Entwicklungschef Marke Porsche.

Hintergrund: VW hat zugegeben, elf Millionen Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat und Skoda mit einer speziellen Software zur Manipulation von Diesel-Abgaswerten ausgerüstet zu haben. Es drohen Milliardenstrafzahlungen und Rückrufe, die Aktie stürzte ab. Martin Winterkorn hatte 23. September als Konzernchef die Gesamtverantwortung übernommen und sein Amt niedergelegt. Die nun offenbar beurlaubten Manager waren zum fraglichen Zeitpunkt als Entwicklungschef (Hackenberg) und oberster Motorentwickler (Hatz) tätig.