Schnelle Gölfe sind das Markenzeichen der Firma Rothe Motorsport. Ein Streifzug durch 30 Jahre Turbohandwerk in sieben Akten – von Golf 1 bis Golf 7!
Manuel Iglisch
Turbo-Chef: Mike Rothe ist Gründer und Inhaber von Rothe Motorsport.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Es ist schon ein sehr spezieller Trupp, der sich da eines Montagmorgens einfindet, um zur großen Jubiläumssause ein wenig mit den Turbos zu zwitschern. Ein Stelldichein der automobilen Sonderlinge, inszeniert von Menschen, die (im positiven Sinne) allesamt ziemlich einen an der Klatsche haben. Inmitten dieser Szenerie, die sich gefühlt irgendwo zwischen Schulausflug und Junggesellenabschied ansiedelt, lehnt jener Mann, der den gesamten "Haufen" zu verantworten hat, lässig an einem Golf 3 und besiegelt sein jüngstes Gelöbnis zur gesünderen Lebensführung mit einer frisch entflammten Marlboro. Michael Konrad, oder kurz gesagt: "Mike" Rothe, Inhaber und Gründer der Firma Rothe Motorsport. Ein hessisches Original, wie es wohl nur die vierspurigen Autobahnen rund um den Frankfurter Flughafen hervorbringen können, das sein Leben ganz der Aufladung gewidmet hat. Der Aufladung von Gölfen.
Rothe Motorsport ist Synonym für VR6 und Turbo gleichermaßen. Eines der Aushängeschilder, wenn es um Hochleistungsprojektile im Allerweltsmantel geht, und bis heute ein Tuningbetrieb, der das aufgeladene Handwerk in wirklich jeder einzelnen Schraube lebt. Selbst auf Basis der neueren Generationen, die ihrer Sechszylindrigkeit ja bekanntlich längst enthoben wurden. Rund 450 PS quetscht der Tuner aus den Schrumpfmotoren von heute, für ambitionierte Motorsportprojekte können es auch einmal 500 sein.
Der Rothe Golf 1 ist in 7,1 Sekunden auf Tempo 100 und rennt 245 km/h Spitze.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Der Golf I ist die vermutlich edelste Perle des heutigen Aufmarsches. Nicht nur wegen seines perfekten Zustands, sondern vor allem wegen seiner Vita. Als Rothe Motorsport sich einen Namen gemacht hatte, war die Ära des Ur-GTI schließlich längst vorbei. Entsprechende Umbauten basierten auf gebrauchten Exemplaren, was die Nachfrage ähnlich begrenzt hielt wie der gesamte VR6-Hype, der rund um die Firma gesponnen wurde. Denn die Golf-1-Umbauten entstanden auf G60-Basis, also mithilfe eines spiralgeladerten 1.8ers, der dann wiederum zum Turbo umgestrickt wurde. Unser Exemplar pendelt sich mit 1,3 Bar um 260 PS ein, was angesichts von nicht mal 900 Kilogramm Golf ziemlich Wüstes erwarten lässt.
Sind die Lungen des Vierzylinders erst mal gefüllt, dann rasieren einem die 300 Newtonmeter ganz schön übers Haupt.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Doch Pustekuchen: Der Umbau legt überraschend gute Manieren an den Tag. Kein Leerlauf-Stottern, kein Teillast-Zicken, weder Ruckler noch Hänger, sondern ganz gepflegter Zunder fürs geladene Stoppuhr-Brennen. Natürlich braucht der kleine Vierzylinder dabei ein Gedenksekündchen, um den Gewaltexzess in Rotation zu versetzen. Sind die Lungen jedoch erst einmal gefüllt, rasieren einem die 300 Newtonmeter schon ganz schön übers Haupt. Nur zur Erinnerung: Das hier ist ein Golf 1 – ein ziemlich simples Stück Blech von hagerer Statur, mit großen Fensterflächen und einem Instrumentenbrett, das seinen kantigen Namen noch vollkommen zu Recht trägt. Und das Ding geht trotzdem in 7,1 Sekunden auf 100 und rennt 245 Sachen Spitze – Fahrleistungen, die VW erst in vierter Generation kontern sollte.
Der Golf 3 war Rothes erster großer Turbo-Wurf
Fast hätte Rothe seinen Laden schließen müssen – weil die Zulassungsbehörde plötzlich den Großteil der Umbauen auf die schwarze Liste setzte.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Der Golf 3 hat in dieser Reihe die größte Geschichte zu erzählen. Die vom Aufschwung, als aus der fixen Idee eines Mannes tatsächlich ein eigenständiges Unternehmen wurde. Und die vom Unternehmen selbst. Oder besser: vom Rückhalt im Hause Rothe. Denn eigentlich war der Golf 3 für Mike Rothe ab einem gewissen Zeitpunkt schlicht abgeschrieben. Mit den Generationen vier und fünf hatte er sich in Sachen Leistung und Verarbeitungsfinish sukzessive nach oben gearbeitet, sein Standing in der Szene ausgebaut und seinen Ruf etabliert. Mit der sechsten Generation ging er einen Schritt weiter in Richtung Rundstrecke, baute den Golf R20, der mit 1:32,94 Minuten bis heute schnellster VW am Sachsenring ist. Die Firma schien auf kerngesunden Beinen zu stehen, als quasi über Nacht die Zulassungsbehörde ins Haus platzte und einen Großteil der Umbauten kurzerhand auf die schwarze Liste setzte. Zahlreiche Leistungskits mussten daraufhin neu vorgeführt und abgenommen werden, die gesamte Firma stand im Fokus der Ermittlungen, wurde von oben bis unten durchleuchtet und konnte sich letztlich nur mit einem finanziellen Kraftakt vor dem drohenden Ruin retten.
"Don Turbo" hat es faustdick hinter den (R)Ohren
Der betagte Dreier kommt mit 400 PS und 510 Nm weit besser zurecht als man vermuten würde.
Bild: Ronald Sassen / AUTO BILD
Man muss wohl kein Psychologe sein, um zu erahnen, wie es dem Inhaber in jenen Tagen ergangen ist. Der Stress kam von allen Seiten, die Existenzangst legte sich obendrauf, und in letzter Konsequenz fürchtete er natürlich auch um seine Mitarbeiter. Schließlich haben gute Leute nur selten die Angewohnheit, sinkenden Schiffen bis zum Tauchgang beizustehen. Doch seine Männer hielten tatsächlich zu ihm. Mehr noch, sie standen ihm sogar bei, indem sie zu seinem 44. Geburtstag exakt jenen Golf 3 nachbauten, mit dem er einst seinen ersten großen Wurf gelandet hatte. "Don Turbo", wie das fauchende Firmenmaskottchen seither heißt, war weit mehr als ein Geschenk. Don Turbo war eine Geste, ein Bekenntnis zur Firma und deren Zukunft. Und Don Turbo hat es selbst nach heutigen Maßstäben noch faustdick hinter den (R)Ohren. 400 PS und 510 Newtonmeter, um genau zu sein, mit denen der alte Frontkratzer allerdings weit besser zurechtkommt, als man gemeinhin vermuten würde.
Okay, in den ersten beiden Gängen lässt sich Schlupf schon recht lässig provozieren. Hat man das verstärkte Fünfganggetriebe jedoch erst einmal in die dritte Welle gestochert, herrscht zwischen Vorderachse und Fahrbahn tatsächlich so etwas wie Einklang. Zumal der VR6 kein Erst-nichts-dann-alles-Turbo ist, wie man sie aus jener Zeit sonst so kennt, sondern ausgesprochen gleichmäßig in die Antriebs-Eingeweide fährt. Schon um 2500 Touren bläst der Verdichter zum Marsch, legt sich füllig übers Drehzahlband, das er herzhaft schnorchelnd bis tief in die Sechstausender hineinstreckt. Die 100 reißt Don Turbo noch immer in 5,5 Sekunden, Tempo 200 meißelt er in 17,9 Sekunden auf den Rothe-Tacho, der mit seiner 300-km/h-Skalierung nebenbei bemerkt kein bisschen übertreibt. Infos und viele Bilder zu allen sieben Generationen der Rothe Gölfe gibt's in der Bildergalerie!
Fazit
von
Manuel Iglisch
Die besten Geschichten schreibt das Leben halt noch immer selbst. Siehe Mike Rothe, der im wahrsten Sinne des Wortes klein angefangen hat und heute zu den Größen seiner Zunft gehört. Dank seiner Leidenschaft für Turbos, Gölfe und all die Umbauten, die daraus hervorgegangen sind.
Rückblick: Alle Golf GTI und die Sondermodelle
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"Zu teuer, ihr seid verrückt!" So beschied der damalige VW-Entwicklungschef Ernst Fiala anno '74 ein Häuflein mutiger Mitarbeiter, die ihm vorschlugen, auf der Basis des Golf ein sportliches Modell zu konzipieren. Doch die sportiven Entwickler ließen nicht locker, bis der Vorstand schließlich eine Sonderserie von 5000 Stück bewilligte. Schon im ersten, vollen Verkaufsjahr 1976 wurden es zehnmal soviel, und im Lauf der Jahre mehr als zwei Millionen. 2016 feiert der GTI seinen 40. Geburtstag.
Bild: Werk
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1975: Im September zeigt VW auf der IAA in Frankfurt die Vorserienversion des "Sportgolf" mit noch glatter Motorhaube und 110 PS – der für Furore sorgt. Das damalige Auto hat nicht überlebt, das Exponat, das bis zum 18. September bei einer Sonderausstellung im AutoMuseum in Wolfsburg zu sehen ist, ist ein aufwändiger Neuaufbau.
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Im Juni 1976 geht der Golf I GTI an den Start, getrieben vom damals hochmodernen 110-PS-Einspritzmotor und besohlt mit prallen 175/70er Gummis. Erkennungsmerkmale des damals stärksten VW sind rote Kühlerumrandung, geschwärzte Stoßfänger und Heckscheiben-Einfassungen sowie die legendären Karo-Sportsitze und der Golfball-Schaltknauf. Hier ein Foto der VW-Sonderausstellung "Starke Typen" in Wolfsburg.
Eine der ersten Tuning-Schmieden, die sich dem Schnellermachen des Kompakt-Königs aus Wolfsburg verschrreibt, ist Abt. Schon dem Ur-GTI verpassen die Jungs aus dem Allgäu dicke Backen. Der hier rollt auf kultigen 13-Zöllern von Ronal, auf die Abt Sportgummis im Format 205/60 zieht. Eine neue Kurbelwelle und Spezial-Kolben sowie ...
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... ein bearbeiteter Zylinderkopf, eine scharfe Nockenwelle und ein KKK-Turbolader machen dem Abt Golf I GTI Beine. Der überbreite Supergolf leistet mit diesen Spezifikationen satte 163 PS und maximal 230 Newtonmeter. Spitze: knapp über 200 km/h, Beschleunigung von 0-100 in 6,8 Sekunden.
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Seit 1977 mischen seriennahe Golf 1 in der Deutschen Rallyemeisterschaft mit – zunächst in der Gruppe 1 mit 120 PS, ab 1979 mit 175 PS. Im Jahr 1981 gewinnt dieser Golf im Look des Hustenbonbon-Herstellers Rheila die Meisterschaft. Alfons Stock und Paul Schmuck fahren den Wagen. 1982 erhält dieser Golf einen Vierventilkopf von Oettinger, der 197 PS bringt.
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Das Golf-I-GTI-Sondermodell überhaupt: 40.000 Pirelli-Gölfe baut VW im Modelljahr 1983 in weiß, rot, heliosblaumetallic oder lhasagrün. Der Motor mit 1,8 Litern Hubraum und 112 PS bleibt unangetastet. Zum Serienumfang gehören Doppelscheinwerfer, die kultigen Pirelli-Alus, getönte Scheiben und lackierte Außenspiegel.
Bild: Markus Heimbach
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Kein Umbau, aber Kult: Der Pirelli-Golf gehört heute zu den gesuchtesten GTI. Unverbastelte Exemplare sind extremst gefragt.
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Golf I GTI 16S (1981-1983): Frankfurt, Internationale Automobil-Ausstellung 1977. Am Messestand der Tuningfirma Oettinger staunen die Besucher über einen Prototypen, der es faustdick unter der Haube hat: ein Golf GTI mit 136 PS starkem 16V-Motor. Es ist das weltweit erste Großserienfahrzeug mit Vierventiltechnik, nur in Frankreich angeboten. Deutsche GTI-Fans kommen nur auf Umwegen ran. Aufgrund seines Sonderstatus und der niedrigen Stückzahl (1600 gebaut) sind GTI 16S heutzutage äußerst rar und gefragt.
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Von 1978 an baut VW in seinem US-Werk Westmoreland den Rabbit – zu erkennen an Rechteck-Leuchten, wuchtigen Stoßfängern und softem Fahrwerk. 1983 werden 1600 Rabbit-Teile erneuert – und endlich der GTI ins Programm genommen. Leider verfügt der grundsätzlich zweitürige Rabbit GTI nur über 90 PS und enttäuscht so die hohen Erwartungen.
Bild: Automuseum Volkswagen
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VW Golf II GTI: Zum Modellstart gab es den 1,8-Liter aus der letzten Ier-Serie mit 112 PS. Es folgten eine 16V-Variante (129/139 PS) und eine G-Lader Version (160 PS). Anfangs wurde der Zweier-GTI nicht mit Doppelscheinwerfern (erst ab 1985), sondern mit Sololeuchten und Einrohr-Auspuff angeboten. Von 1987 bis 1991 gab es den Sauber-Kat, leider nur mit 107 PS – quasi ein k.o.-Kriterium. Im Innenraum ...
Bild: Sven Krieger
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... war die zweite Generation geräumiger, aber auch noch schön kantig. Darf nicht fehlen: der Golfball-Schaltknauf.
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VW Golf II GTI G60: Als probates Mittel der Leistungssteigerung führte VW ab 1985 die Aufladung via G-Lader ein – sowohl beim Polo (G40) als auch bei Passat und Corrado mit Zweiventil-Technik (G60). Serienmäßig war ...
Bild: Automuseum Volkswagen
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... Frontantrieb, optional gibt's Allrad-Technik. Der von einem Kompressor-ähnlichen Spirallader aufgeladene Motor stammte aus dem Rallye Golf. Den GTI G60 gibt's nur in den Jahren 1990/91.
Bild: Automuseum Volkswagen
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Begehrtes Sammlerobjekt: Der Rallye-Golf entstand aus dem GTI G60, hatte ebenfalls 160 PS, einen größeren Ladeluftkühler, deutliche Karosserieänderungen und Allradantrieb.
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Die exklusivste und stärkste Version des Golf II ist ab Januar 1989 erhältlich – und zwar ganze 71 Mal. Der "Limited" wird von Volkswagen Motorsport weitestgehend in Handarbeit gefertigt und nur an ausgewählte Kunden verkauft. Der Preis beträgt knapp 70.000 D-Mark. Wie der Rallye Golf ...
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... ist auch dieses Topmodell kein GTI, aber wer damit beim Treffen am Wörthersee vorfährt, erntet neidische Blicke zuhauf. Denn mit 210 PS unter der Haube ist der Limited den "zivilen" GTI-Versionen gegenüber klar im Vorteil, zumal die Traktion dank Allradantriebs weit überlegen war.
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Golf II GTI 16V, Baujahr 1991. Angesichts von Konkurrenten wie dem Peugeot 205 GTI muss VW ab 1983 in der Leistung nachlegen. Ab 1986 gibt es neben dem Zweiventiler des Zweier-GTI den drehfreudigen 16V mit 168 Nm Zugkraft – Aufpreis 2600 DM. Anfangs kommt der GTI 16V mit 139 PS und mechanischer K-Jetronic-Einspritzung. 1987 folgt die nur noch 129 PS starke Version mit elektronischer KE-Jetronic.
Bild: Automuseum Volkswagen
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Dieser 1988 fürs Wörthersee-Treffen aufgebaute "Schwimm-Golf" (hinten) ähnelt dem Golf II 16V GTI. Tatsächlich ist es aber ein auf zwei Pontons sitzendes Motorboot. Der zweisitzige Show-GTI hat nach oben öffnende, vordere Flügeltüren. Hinten befindet sich der zweitaktende Sechszylinder-Mariner-Motor mit der Schiffsschraube zwischen den Pontons. Die beachtliche Höchstgeschwindigkeit im Wasser: 22 Knoten.
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Die zweite Überraschung am Wörthersee 1988 war dieses "Flugobjekt", der ebenfalls einem GTI 16V nachgebildet wurde. Der aus Kunststoff bestehende, 120 Kilo schwere Hohlkörper (ohne Räder und Zubehör) wurde binnen sechs Wochen von Hand laminiert. Herstellungskosten: rund 20.000 DM. In der Farbgebung hatte man beide Fahrzeuge einander angeglichen. Er wurde von einem Sportboot über den See gezogen, während der Schwimm-Golf darunter Pirouetten im Wasser drehte.
Bild: Automuseum Volkswagen
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VW Golf III GTI: Der Golf wächst kräftig, auch unter der Haube: 150 PS aus zwei Liter Hubraum. Die Dynamik leidet trotzdem unter dem höheren Gewicht.
Bild: Werk
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Auch innen leider ohne Ecken und Kanten: Das IIIer GTI-Cockpit sieht aus wie bei jedem anderen Golf III.
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Viele Ventile: Der hier verbaute 16V-Motor mobilisiert aus zwei Litern Hubraum 150 PS. Damit rennt der Dreier 215 km/h.
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Kaum noch als GTI zu erkennen: Die vierte Generation fällt eher durch Komfort als durch Sportlichkeit auf. Trotz 150 Turbo-PS.
Bild: Werk
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Der Vierer ist eher Luxus- als Sportgolf. Das Material ist toll, das Feeling eher mau.
Bild: Mikel Prieto / AUTO BILD Spanien
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Der Schalthebel ist weit entfernt vom damaligen Golf-Ball. Von GTI ist nur noch wenig zu sehen. Und zu spüren.
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Nur noch Standard: Der Tacho entspricht bis auf die Skalierung der Serie.
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Unter Druck: Der 1.8 Turbo hat anfangs 150 PS, später 180 PS. Ein TDI-GTI mit 150 PS ist auch erhältlich. Die reine Beliebigkeit.
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Gut bereift: Die Alu-Felgen kommt in 16 und 17 Zoll ab Werk. Hier Sondermodell Santa Monica (7J x 17).
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Artverwandt: Erstmals darf der Polo in der dritten Auflage ein GTI sein, die ersten beiden Generationen nicht. Der Dreier kommt 1998/99 mit einem 120 PS starken 1,6-Liter-Motor. Dem folgt 2006 der hier gezeigte Polo IV GTI – nunmehr mit aufgeladenem 1,8-Fünfventiler. Im Juni 2006 kommt zudem der 180 PS starke Polo IV GTI Cup. Und Karmann zeigt zur IAA 2007 ein nie in Serie realisiertes GTI Cabrio.
Bild: Automuseum Volkswagen
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VW Golf V GTI: Trotz des höheren Gewichts ist der GTI wieder sportlicher geworden. Sein Leistungsgewicht liegt nun bei 6,64 Kilo pro PS.
Bild: Sven Krieger
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Sportliche Akzente: Das unten abgeflachte Lenkrad und die massive Stütze für den Kupplungsfuß verströmen sportives Flair. Die Sitze zählen zu den besten in dieser Kategorie.
Bild: Thomas Ruddies
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Gut gemacht: Abgesenkter Schwerpunkt, steifere Stabilisatoren und die direkte Lenkung lassen schon in den ersten zügigen Kurven vergessen, dass man mit einem 1.3-Tonner unterwegs ist. Die ESP-Eingriffsschwelle lässt genug Spielraum, um die Qualitäten des Fahrwerks exzessiv zu erfahren.
Bild: Sven Krieger
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Ganz schön fix: Bei Vollgas zeigt der Tacho jetzt etwas über 240 km/h an. Das entspricht echten 235 km/h trotz 1328 Kilo Lebendgewicht.
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Alles wird gut: Der neue Turbo-Direkteinspritzer (2.0 FSI) leistet glatte 200 PS und hat ab 1800 Touren ein Spitzendrehmoment von 280 Newtonmetern.
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Die gelbe Sucht: 24 Jahre nach dem ersten Pirelli-Golf präsentiert VW auf dem GTI-Treffen am Wörthersee den legitimen Nachfolger. Der basiert auf der fünften GTI-Generation und leistet 230 PS. Bis auf lackierte Seitenschweller und Stoßfänger sowie spezielle Leichtmetallräder gleicht der Pirelli-Golf jedem normalen GTI, zudem gibt sich das Sondermodell durch eine Plakette am Heck und Schriftzüge an den Seiten zu erkennen.
Bild: Werk
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Das GTI-Gesicht im Wandel der Zeit: Kantig und frech ist der Urvater, aerodynamisch und glatt ist der fünfte. Aggressiv sind beide.
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Popo-Parade: Auch am Heck hat sich einiges getan.
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Mit dem Einzelstück GTI W12-650, das satte 650 PS auf die Straße bringt, verneigt sich VW im Jahr 2007 vor seinen Fans am Wörthersee. Mehr Golf geht nicht! Der W12-Zylinder wummert als Mittelmotor direkt hinter dem Piloten und stemmt 750 Newtonmeter Drehmoment auf die Kurbelwelle. Per Sechsgang-Automatik und Heckantrieb geht es in 3,7 Sekunden auf Tempo 100, erst bei 325 km/h ist Schluss. Unter der 1,88 Meter (Serie: 1,76) breiten und 1,42 Meter (Serie 1,50) flachen Karosserie haben die Entwickler ausschließlich Teile aus dem Konzernbaukasten vereint.
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VW Golf VI GTI (2009-13): Voll in der Spur. Am 4. April 2009 geht nach bisher 1,7 Millionen verkauften Exemplaren Generation sechs an den Start. Der Sechser klebt auf der Straße wie warmes Bitumen, lenkt messerscharf ein, zickt nicht, rutscht nicht, schwänzelt nicht. Selbst in engen Kehren verliert er kaum die Haltung, überträgt auch hier die Kraft dank feiner ESP-Regelung nahezu schlupffrei.
Bild: Lena Barthelmeß
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Mit 210 PS kitzelt der sechste VW Golf GTI noch einmal zehn Pferdchen mehr aus den Zweiliter-TSI als der Vorgänger und fast doppelt soviele wie der Ur-GTI. 240 km/h Spitze sind fünf km/h mehr als bisher und 58 mehr als beim ersten GTI!
Bild: Lena Barthelmeß
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Jawollja! Karo-Sitze, unten abgeflachtes Lenkrad, so wie es sich im GTI gehört. Der runde Schaltknauf erinnert wenigstens in der Form an das ursprüngliche Golfball-Design.
Bild: Lena Barthelmeß
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Eine kernigere Auspuffanlage und ein nochmals tiefer gelegtes Fahrwerk spendiertVW dem GTI-Sondermodell "Wörthersee 09", das es ausschließlich im Sonderfarbton "Firespark Metallic" und schwarzen 19-Zoll-Felgen gibt
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VW Golf VII GTI: Die siebte Generation bleibt Großmutters Originalrezept treu – mit Leichtmetallrädern im Wählscheiben-Look, schwarzen Anbauteilen rundum, rotem Lidstrich bis in die Augenwinkel der Scheinwerfer und Dröhnland-Auspuff mit zwei Endrohren. Wie es sich für einen GTI gehört, ...
Bild: Toni Bader
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... trägt er Karo-Muster auf den Sitzen und die Gänge werden mit einem Schaltknauf selektiert, dessen Design sich an den "Golfball" früherer Generation anlehnt. Und noch etwas hat der aktuelle GTI mit seinem Urahn gemeinsam: Er ist wieder der stärkste Golf, der auf dem Markt ist, wenn auch nur eine Zeit lang.
Bild: Toni Bader
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Im Herbst 2016 kommt der Golf GTI Clubsport S auf den Markt: 310 PS, 380 Nm, und mit einer Rundenzeit von 7:49.21 Minuten derzeit auch der schnellste Fronttriebler auf der Nürburgring-Nordschleife! Er löst den ...
Bild: Werk
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... GTI Clubsport (290 PS) ab und ist die dritte und brachialste Variante der aktuellen Generation. Außerdem im Programm sind ...
Bild: Martin Meiners
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... der normale GTI, 220 PS stark, 246 km/h schnell für 28.350 Euro und ...
Bild: Bernd Hanselmann
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... der GTI Performance mit 230 PS, der 29.475 Euro kostet und 250 Sachen rennt. Erkennbar ist der Performance-GTI ...
Bild: Christoph Börries
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... an den weißen GTI-Schriftzügen auf den roten Bremssätteln an der Vorderachse.
Bild: Roman Raetzke
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Dieser siebte Golf GTI erweist sich als ausgesprochen stimmige Fahrmaschine, eine stets quicklebendige und bei aller Unvernunft immer noch bezahlbare Legende. Man kann entspannt reisen oder Kampflinie fahren, den Familienfreund geben oder nach Scheitelpunkten schnappen. Chapeau!
Bild: Bernd Hanselmann
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VW Golf GTI "Roadster": Zunächst existiert der Roadster aus dem PlayStation-3-Spiel "Gran Turismo 6" – einer Kooperation zwischen Volkswagen und Sony Computer Entertainment – nur virtuell. Das Showcar entsteht für das GTI-Treffen am Wörthersee 2014. Als Motor des 1.420-kg-Unikats dient ein vorn installierter Biturbo-V6, der den allradgetriebenen Zweisitzer binnen 3,6 Sekunden auf Tempo 100 katapultiert. Die sieben Gänge sortiert man mittels Doppelkupplungs-Getriebe.