Fast ein halbes Jahrhundert! Schon seit 1974 prägt der VW Golf den deutschen Auto-Alltag. 2013 ging die siebte Generation des Wolfsburger Dauer-Bestsellers an den Start, 2019 wurde sie von Nummer acht beerbt: Raumangebot, Komfort und Verarbeitung waren im letzten Jahrzehnt Kompaktklasse-Benchmark. Und wurden reichlich Sonderausstattungen geordert, stellt sich an Bord sogar Premium-Ambiente ein. Wichtig für Kaufinteressenten: 2017 gab es für den Golf 7 ein tiefgehendes Facelift.
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VW Golf 7

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Während nur Kennern die leicht veränderten Leuchtgrafiken mit optionalen Voll-LED-Scheinwerfern, neue Felgen und zusätzlicher Chromschmuck auffallen, tat sich unter der zeitlosen Hülle mit den charakteristisch breiten C-Säulen deutlich mehr. Digitale Kombiinstrumente (Active Info Display) und frische 6,5 bis 9,2 Zoll große Infotainmentsysteme mit Gestensteuerung machten aus dem Golf 7 genau genommen einen Golf 7,5. Und dass dieser qualitativ eher besser als sein Nachfolger ist, gilt als offenes Geheimnis. Die Antriebsvielfalt deckt nahezu jeden Bedarf ab.

VW Golf 7 gebraucht: Welcher Motor für welchen Anspruch?

VW Golf 1.5 TGI 130 PS
Welcher Golf am Ende am besten passt, hängt im Wesentlichen vom individuellen Einsatzprofil ab.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Für Benziner-Freunde empfehlenswert ist der kultiviert laufende 1.5 TSI. Das 2017 eingeführte Triebwerk zieht kraftvoll aus dem Drehzahlkeller und ist bis rund 5500 Touren drehwillig. Ab Werk war es mit 130 und 150 PS lieferbar. Die größere Leistungsstufe macht diesen Golf zum GTI light und ist inzwischen für knapp 15.000 Euro zu haben. 8,3 Sekunden genügen für den Spurt auf Tempo 100, erst bei 216 km/h geht ihm die Puste aus. Wie ökonomisch ist der TSI? Mit leichtem Gasfuß sind dank Zylinderabschaltung fünf Liter möglich, im Mittel jedoch eher sieben Liter realistisch. Autobahnetappen mit hohem Volllastanteil bestraft der TSI mit Spitzenverbräuchen jenseits der 15 Liter. Günstiger fährt der gebraucht etwa gleich teure, etwas langsamere und viel seltenere 1.5 TGI. Er hat 130 PS und verbrennt in der Praxis 4 bis 4,5 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometer. Der zusätzliche Benzintank deckt Notfälle ab. Vielfahrer spricht der 2.0 TDI an. Er erfüllt die Abgasnorm Euro 6, schiebt wie ein Büffel und nippt dennoch nur viereinhalb bis sechs Liter Diesel. Wie die späten TSI mit EA211-evo-Motoren hat auch der TDI einen Zahnriemen mit extrem langem 210.000-Kilometer-Wechselintervall, verursacht jedoch höhere Fixkosten. Seine Wirtschaftlichkeit kommt nach wie vor zum Tragen, wenn besonders viele Kilometer abgespult werden sollen.

Gegenüber dem Ur-Golf 7 sind die Faceliftmodelle kaum teurer

VW e-Golf 136 PS
Lokal emissionsfrei fährt nur der e-Golf. 200 km Reichweite reichen objektiv oft.
Bild: Toni Bader / AUTO BILD
Als typischer Zweitwagen und für Pendelstrecken aus der Peripherie in die Großstadt brauchbar ist der e-Golf. Das Fahrerlebnis ist aufgrund des leisen Antriebs deutlich ruhiger als in einem Verbrenner-Golf. Die Akkus (ab Werk mit acht Jahren oder 160.000 Kilometer Funktionsgarantie) sorgen für einen angenehm niedrigen Schwerpunkt. In der Stadt ist der Anzug aus dem Stand enorm. Erfreulich für alle Interessenten: Für die Faceliftmodelle werden gegenüber dem Ur-Golf 7 in der Regel keine signifikant höheren Preise aufgerufen. Außerdem sollten Sie auf dem Radar haben, dass sich bei jüngeren Gebrauchtwagen über den VW-Händler die Garantie in der Regel auf bis zu fünf Jahre verlängern lässt. So gerüstet taugt der Bestseller auch gebraucht zum Vernunftauto für alle Fälle.

Bildergalerie

VW Golf 1.5 TSI 150 PS
VW Golf 1.5 TSI 150 PS
VW Golf 1.5 TSI 150 PS
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Gebrauchtwagen-Test VW Golf 7

Unterhaltskosten

Unterhaltskosten
Testverbrauch
6,8 l S/100 km
4,4 l D/100 km
15,8 kWh/100 km
4,1 kg CNG/100 km
CO2
114 g/km
109 g/km
58 g/km*
98 g/km
Inspektion
250-500 Euro
300-550 Euro
160-275 Euro
300-550 Euro
Haftpflicht**
370 Euro
432 Euro
287 Euro
375 Euro
Teilkasko**
447 Euro
540 Euro
344 Euro
449 Euro
Vollkasko**
651 Euro
796 Euro
558 Euro
667 Euro
Kfz-Steuer (Euro 6)
64 Euro
218 Euro
0 Euro***
66 Euro

Ersatzteilpreise*

Ersatzteilpreise*
Lichtmaschine
1103 Euro
1103 Euro
0 Euro
1103 Euro
Anlasser
675 Euro
809 Euro
0 Euro
675 Euro
Wasserpumpe
510 Euro
683 Euro
0 Euro
498 Euro
Zahnriemen
752 Euro
699 Euro
0 Euro
915 Euro
Nachschalldämpfer
457 Euro
466 Euro
0 Euro
339 Euro
Kotflügel vorn links, lackiert
715 Euro
715 Euro
715 Euro
715 Euro
Bremsscheiben und -klötze
547 Euro
547 Euro
547 Euro
547 Euro

Technische Daten

Technische Daten
Motor
Vierzylinder/vorn quer
Vierzylinder/vorn quer
Permanentmagnet-Synchronmaschine (PSM)
Vierzylinder/vorn quer
Ventile/Nockenwellen
4 pro Zylinder/2
4 pro Zylinder/2
-
4 pro Zylinder/2
Hubraum
1498 cm³
1968 cm³
-
1498 cm³
Leistung
110 kW (150 PS) bei 5000/min
110 kW (150 PS) bei 3500/min
100 kW (136 PS) bei 3300/min
96 kW (130 PS) bei 4800/min
Drehmoment
250 Nm bei 1500/min
340 Nm bei 1750/min
290 Nm bei 1/min
200 Nm bei 1400/min
Höchstgeschwindigkeit
216 km/h
216 km/h
150 km/h
206 km/h
0-100 km/h
8,2 s
8,6 s
9,6 s
9,6 s
Tank/Kraftstoff
50 l/Super
50 l/Diesel
35,8 kWh/Elektro
17,3 kg/CNG + 9 l/Super
Getriebe/Antrieb
Sechsgang man./Vorderrad
Sechsgang man./Vorderrad
Eingang autom./Vorderrad
Sechsgang man./Vorderrad
Länge/Breite/Höhe
4258/1799/1492 mm
4258/1799/1492 mm
4270/1799/1482 mm
4258/1799/1482 mm
Kofferraumvolumen
380-1270 l
380-1270 l
341-1231 l
291-1181 l
Leergewicht/Zuladung
1317/493 kg
1366/484 kg
1615/405 kg
1350/510 kg

Fazit

von

AUTO BILD
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Beim Golf 7 ist der TSI der optimale Allrounder. Der e-Golf taugt als Pendlermobil, der TDI für Kilometerfresser. Gefragt sind alle - und daher leider nicht billig.