Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ist ihn schon gefahren – und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt ihn im Rahmen der Gründungsveranstaltung "Nationale Plattform Elektromobilität" in Berlin genau unter die Lupe: den Golf blue-e-motion. Mit einer Serienversion der elektrifizierten VW-Golf-Studie will Volkswagen 2013 auch den hauseigenen Kassenschlager als Elektroauto auf die Straße bringen. Den Anfang im Elektro-Portfolio macht der Golf allerdings nicht: Kurz vor ihm soll bereits der neue VW Up blue-e-motion zu haben sein. Auf den E-Golf folgt dann wenig später der Jetta blue-e-motion, und für den chinesischen Markt ist der VW Lavida blue-e-motion geplant.

Elektrisch Fahren lassen: Das VW space up! taxi

Der Golf blue-e-motion wird von einem 85 kW (115 PS) starken Elektromotor angetrieben. 270 Nm Drehmoment sollen für Durchzugskraft und Fahrdynamik sorgen – vor allem im Stadtverkehr. Die Reichweite gibt VW mit 150 Kilometern an. Die Energie wird in Lithium-Ionen-Batterien mit einer Kapazität von 26,5 Kilowattstunden gespeichert. Die Akkus werden im Mitteltunnel, unter der Rücksitzbank und im Kofferraum untergebracht und treiben das Fahrzeuggewicht auf 1545 Kilogramm. Das Ladevolumen des Golf VI schrumpft dabei um 113 auf 237 Liter. Besonderheit des maximal 140 km/h schnellen VW Golf blue-e-motion: Er kann "segeln". Dabei wird der Motor ausgekuppelt, sobald seine Unterstützung nicht benötigt wird – so kann der Wagen mit möglichst wenig Widerstand rollen. Generatoren zur Energierückgewinnung sorgen dafür, dass der Akku beim Bremsen und bei langer Bergabfahrt zum Teil wieder aufgeladen wird.