2013 willl VW den Elektro-Golf bringen. Wir haben einen Prototypen des blue-e-motion in China gefahren. Die Optik: Nur der "blue-e-motion"-Schriftzug an der Seite verrät den Golf der Zukunft – und der fehlende Auspuff! Wohlfühlen: Statt Drehzahlmesser eine Stromverbrauchs-Anzeige und zwei kleine Rundinstrumente für Rest-Reichweite und Akku-Ladezustand. Der Rest ist normaler Golf. Der Motor: Unter der Haube arbeitet ein 115-PS-Elektromotor, treibt über ein Eingang-Getriebe die Vorderräder an. Mit Lenkrad-Paddels regle ich, wie viel Energie beim Rollen zurück gewonnen wird. "Stufe 4" fühlt sich wie eine starke Motorbremse an, der Akku wird kräftig geladen. In "Stufe 0" kaum Widerstand, wenig Ladung.

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VW Golf blue-e-motion
Statt Verbrennungsmotor sind vorn Elektronik und Elektromaschine untergebracht.
Die Reichweite: Voll aufgeladen schaffe ich 150 km, bei zackiger Fahrt und mit Klimaanlage ist bei zirka 100 km Schluss. Im "Range+"-Modus hole ich ein paar Mehr-Kilometer raus, dann stehen aber nur 68 PS bereit. Der Fun-Faktor: Mit quietschenden Rädern fahre ich an, 270 Newtonmeter Drehmoment stehen ab der ersten Umdrehung des E-Motors bereit. In flotten Kurven spüre ich das zusätzliche Gewicht (Batterie: 315 Kilogramm). Aber selbst bei 120 km/h höre ich nur ein leises Elektro-Summen. Der Preis: Abhängig von staatlicher Förderung wohl zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Fazit: Ich will Spaß, ich geb'... Strom! Schade, dass ich noch bis 2013 warten muss.

Von

Sven Schulte-Rummel