Neun Jahre hat es gedauert, bis die Wolfsburger wieder einen offenen Golf entwickelt haben. Jetzt darf er auf dem Autosalon in Genf (3. bis 13. März) Messeluft schnuppern. Zur Sonnenbank mutiert das neue VW Golf Cabrio in 9,5 Sekunden, auf Knopfdruck und sogar bis Tempo 30 während der Fahrt. Verzichten darf das Cabrio auf einen festen Überrollbügel, der den ersten beiden Generationen ihren Spitznamen "Erdbeerkörbchen" gab. Ein automatisch ausfahrender Überschlagschutz der neuesten Generation schützt die Insassen im Golf Cabrio, dazu sind Front- und seitliche Kopf-/Thoraxairbags, ein Knieairbag auf der Fahrerseite und ESP immer an Bord. Laut VW soll das Cabrio – gebaut in den ehemaligen Produktionsanlagen von Karmann in Osnabrück – mit dem größten Innenraum seiner Klasse punkten. Der Kofferraum fasst 250 Liter, egal, ob der Luftikus offen oder geschlossen bewegt wird.
VW Golf Cabriolet NEU
Die Heckleuchten kennen wir vom Golf GTI. Bei einem Überschlag fahren Überollbügel aus.
Bild: Werk
Der Basispreis steht bereits fest: Für das neue Golf Cabrio werden mindestens 23.625 Euro fällig. Bei den Motoren greift VW fleißig ins werkseigene Regal, vier TSI-Benziner von 105 bis 210 PS und zwei Diesel (105 und 140 PS) stehen zur Wahl. Drei der Benziner (TSI) und Diesel (TDI) wird es mit den energiesparender BlueMotion-Technik (Rekuperation und Start-Stopp-System) geben. Sparfüchse greifen zum kleinen TDI, der mit 4,4 Litern Kraftstoff auskommen soll. Damit das Cabrio auf schlechten Straßen nicht zittert wie Espenlaub, hat VW die Karosserie kräftig verstärkt. Mit der Modifikation des Frontscheibenrahmens und zahlreichen weiteren Strukturänderungen (Unterboden, Seitenteile, Querträger, Türen) soll das 4,25 Meter lange, 1,78 Meter breite und geschlossen 1,42 Meter hohe Cabrio extrem steif sein.

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VW Golf Cabriolet
Wegen der stärker geneigten Frontscheibe ist das Cabrio flacher als ein normaler Golf.
Bild: Werk
Bei der Optik gibt es keine Experimente. Auch wenn das Cabrio etwas flacher ist als der normale Golf Dreitürer, trägt es das typische Markengesicht. Zwei Chromspangen im Grill, Xenonlicht vom GTI (optional) oder auch dessen Heckleuchten – alles bekannt und aus dem VW-Baukasten. Die praktischen Seiten kommen nicht zu kurz: In den Seitenwänden des Kofferraums gibt es Taschenhaken, direkt neben den Haken befinden sich die Fernentriegelungen zum Umklappen der 50:50 teilbaren Rücksitzlehne. Serienmäßig verfügt das Golf Cabriolet zudem über eine praktische Easy-Entry-Funktion der Vordersitze, die den Ein- und Ausstieg für Fondpassagiere erleichtert. Bereits die Basis kommt mit 16-Zoll-Rädern mit 205er-Reifen, Chromleisten im Kühlergrill und in Wagenfarbe lackierten Außenspiegelgehäusen. Innen sind Klimaanlage, höheneinstellbare Komfortsitze vorn, rundum elektrische Fensterheber und Interieur-Applikationen in "Chrom matt" Serie. Mit drei zusätzliche Paketen lässt sich das Golf Cabrio technisch und optisch aufpeppen, natürlich gibt es auch sonst alle Features wie im normalen Golf.