VW Golf Cabrio: Erster Fahrbericht
Erste Ausfahrt im offenen Golf

Ein Golf ist ein Golf ist ein Golf. Ob nun mit oder ohne Dach. Stimmt das wirklich? AUTO BILD-Redakteur Dirk Branke hat es auf einer ersten Probefahrt in Erfahrung gebracht.
Auch als Cabrio bleibt der Golf zuallererst ein Golf. Also durchdacht, solide, praktisch und bestens verarbeitet. Der so wichtige Schalter zum Öffnen des Daches liegt ebenso griffgünstig auf der Mittelkonsole vor der Armlehne wie auch eine Taste für alle vier Scheiben. Das Dach öffnet sehr schnell, bereits nach neun Sekunden sitzt man im Freien. Das Schließen dauert mit 13 Sekunden etwas länger. Immer eine heikle Angelegenheit bei Cabrios ist das Ladevolumen. Doch hier gibt es keine Probleme: Der Kofferraum fasst 250 Liter, egal, ob der Luftikus offen oder geschlossen bewegt wird. Grund hierfür ist die klassische Z-Faltung des Dachs, bei der das Vorderteil im geöffnetem Zustand oben aufliegt. Die Ladeluke ist allerdings sehr klein geraten.
Überblick: News und Tests zu VW
VW Golf VI Cabrio (2011)
Henkel adé
Bild: Angelika Emmerling
Vergleich: VW Golf Cabrio/Audi A3/BMW 1er
Der 1,4-Liter-TSI mit DSG überzeugt. Leise, stark, schnell und kultiviert erledigt das 160-PS-Aggregat seine Arbeit, hängt sehr gut am Gas. Das DSG ist stets aufmerksam, funktioniert schnell und macht einfach richtig Spaß. Typisch, nicht nur für den Golf, sondern für viele moderne Cabrios: Man sitzt hinter der ziemlich schräg liegenden Scheibe sehr geschützt, erst bei höherem Tempo – ab etwa 140 km/h – wird der Wind heftig. Bis dahin fächelt er sanft ins Abteil. Vom Motor ist nicht viel zu hören, er wird nur beim Ausdrehen kernig-heiser. Auch geschlossen gibt es keinen Grund zu klagen. Das Dach ist aufwendig gefüttert und macht auch bei hohem Tempo wenig Lärm. Auffällig ist die steife Karosserie. Das Golf Cabrio federt sehr harmonisch, bietet hohen Komfort, fährt sich angenehm ausgewogen. Typisch Golf eben.
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