VW zieht die Notbremse beim ID-Baukasten: Statt nüchterner Ziffern kehren die Wolfsburger zu bekannten Modellnamen zurück. Den Anfang machen gleich zwei Neulinge – pünktlich zur IAA 2025 in München (ab 9. September).
Der bereits als Studie präsentierte ID.2all kommt 2026 als Serienmodell in den Handel, aber unter dem traditionsreichen Namen ID.Polo. "Wir machen es den Kunden einfacher, durch unsere Produktpalette zu navigieren", erklärt VW-Chef Thomas Schäfer. Statt Zahlen gibt es nun wieder Namen, die jeder kennt.

Aus ID.2 X wird ID.Cross

Schäfer weiter: "Unsere Modellnamen sind in den Köpfen der Menschen fest verankert. Sie stehen für eine starke Marke und verkörpern Eigenschaften wie Qualität, zeitloses Design und Technologie für alle. Daher werden wir unsere bekannten Namen in die Zukunft führen. Der ID.Polo ist nur der Anfang."
Auch die SUV-Version wird umgetauft: Aus ID.2 X wird ID.Cross – in Anlehnung an den T-Cross mit Verbrenner.
Der ID.Polo ist nur der Anfang: Statt nüchterner Zahlen kehren die Wolfsburger bei den E-Autos zu vertrauten Namen zurück.
Bild: Volkswagen
Besonders spannend: VW kündigte auch eine sportliche GTI-Version des E-Polo an. Die Idee passt, schließlich feiert der Polo in diesem Jahr sein 50. Jubiläum – und ein GTI gehört zur DNA der Marke.
Das Konzept ID.2all fußte auf der MEB-Entry-Plattform mit Frontantrieb. Geplant sind rund 226 PS (166 kW) und eine 58-kWh-Batterie für bis zu 450 Kilometer Reichweite (WLTP). Knapp über vier Meter lang bleibt der ID.Polo ein typischer Kleinwagen – aber mit moderner Elektro-Technik.

VW plant noch mehr Umbenennungen

Die neue Namensstrategie betrifft nicht nur den ID.2. Auch ID.3, ID.4, ID.5 und ID.7 sollen bald neue Namen tragen. Noch gibt VW zwar keine Hinweise, logisch wären aber folgende Umbenennungen:
  • ID.3 -> ID.Golf
  • ID.4 -> ID.Tiguan
  • ID.7 -> ID.Passat
  • ID.5 soll ganz gestrichen werden
VW-Designchef Andreas Mindt kündigte zudem an, dass die E-Modelle künftig auch wieder stärker an die klassischen Modelle angelehnt sein werden: klare Kanten statt futuristischer Rundungen.
Fest steht: Die neue VW-Strategie verbindet Zukunft mit Tradition. Elektroautos mit vertrauten Namen sollen die Kunden besser abholen – und vielleicht auch den emotionalen Funken zünden, der den ID-Modellen bislang fehlte.