VW-Machtkampf: Hintergrund
Porsche gegen Piëch

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Ferdiand Piëch setzte VW-Chef Winterkorn unerwartet unter Druck. Nun geht Wolfgang Porsche auf Distanz und spaltet den Aufsichtsrat. Die Hintergründe.
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Wolfgang Porsche, genau wie Piëch ein Enkel von Ferdinand Porsche.
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Wolfgang Porsche ist nahbar. Er versprüht bubenhafte Freude, wenn er von seinen Autos schwärmt. "Er ist ein wichtiger Ruhepol", sagt Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück über "WoPo", wie sie den 71 Jahre alten Doktor der Handelswissenschaften nennen. Wenn Ferdinand Piëch dagegen Hof hält, weichen Anwesende ehrfurchtsvoll zurück. "Der Alte" heißt er intern. Insider nennen den für seine Halbsätze berüchtigten Österreicher das "Orakel von Salzburg". "WoPo", wie Piëch ein Enkel des Porsche-Gründers Ferdinand, stammt aus dem Zweig der Familie, der als anthroposophisch gilt. "Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass man nicht nach Profiten giert, sondern dass man unter Menschen mit Menschen umgeht", sagte Porsche einst dem Südwestrundfunk. "WoPo" ist Waldorfschüler. Piëch wurde als Heranwachsender von einer Salzburger Realschule auf das Schweizer Elite-Internat Zuoz geschickt.

Piëch schoss schon Wendelin Wiedeking (rechts) als Porsche-Chef ab.
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Bisher hat immer Piëch gewonnen

Ursula und Ferdinand Piëch (2014).
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