VW Passat Variant (2024): Fahrbericht
Totgesagte leben länger: erste Fahrt im neuen VW Passat Variant
Fahrbericht VW Passat Variant (2024)
Eigentlich sollte es den VW Passat gar nicht mehr geben. Aber mit Blick auf 34 Millionen verkaufte Exemplare darf der Variant jetzt noch mal ran. Erste Fahrt!
Bild: Volkswagen AG
Über 50 Jahre hat sich der VW Passat weltweit 34 Millionen Mal verkauft. Angesichts dieser unglaublichen Zahl hat man dem Liebling aller Vertreter und Familienväter in Form des Variant zum neunten Mal eine Chance gegeben. Diese Zielgruppen dürften auch diesmal wieder voll auf ihre Kosten kommen.
Mit 4,91 Meter Länge hat der Wolfsburger im Vergleich zum Vorgänger um 14,4 Zentimeter zugelegt. Der Radstand wuchs um 5 Zentimeter auf 2,84 Meter, was den Reisenden in Reihe zwei mehr Platz und dem Ladefreund im 690 bis 1920 Liter großen Kofferraum geradezu ungeahnte Weiten beschert.
Neuer VW Passat Variant mit sparsamem Einstiegsbenziner
Doch um den großen Wolfsburger beladen zu können, müssen erst mal mindestens 39.995 Euro investiert werden. Dafür gibt es den 1.5 eTSI mit 150 PS und einem 7-Gang-DSG, das das maximale Drehmoment von 250 Newtonmeter verzugsfrei an die Vorderräder verteilt. Da der Passat so bestückt nur 1,5 Tonnen wiegt, beschleunigt die Fuhre in 9,2 Sekunden recht leichtfüßig auf Landstraßentempo und wird bis zu 222 km/h schnell.

Mit dem neuen DCC Plus und der Zweiventiltechnik für die Druck- und Zugstufe fährt der Passat noch ausgewogener als der Vorgänger.
Bild: Volkswagen AG
Der 1.5 eTSI verfügt über einen 48-Volt-Riemenstartergenerator. Dieser kleine E-Motor unterstützt den Verbrenner beim Leistungsabruf, und er kann den Benziner auch komplett ausschalten und segeln. Volkswagen verspricht dank der Technologie eine Spritersparnis von bis zu 0,5 Litern über 100 Kilometer und einen Durchschnittsverbrauch von 5,4 Litern.
Fahrzeugdaten
Modell | VW Passat Variant 1.5 eTSI |
|---|---|
Motor | Vierzylinder, Turbo |
Hubraum | 1498 cm³ |
Leistung | 110 kW (150 PS) |
max. Drehmoment | 250 Nm ab 1500/min |
Antrieb | Frontantrieb, Siebengang-DSG |
Länge/Breite/Höhe | 4917/1849-2090*/1497 mm |
Leergewicht | 1572 kg |
Kofferraum | 690-1920 l |
0–100 km/h | 9,2 s |
Vmax | 222 km/h |
Verbrauch (WLTP) | 5,4 l S/100 km |
Abgas CO2 | 122 g/km |
Preis | ab 39.995 Euro |
Wer es noch sparsamer möchte, der kann auf den 2.0 TDI zurückgreifen. Der Diesel ist mit 4,9 Litern nach WLTP angegeben und besticht mit seinem üppigen Drehmoment von 360 Newtonmetern sowie mit einer erstaunlichen Laufruhe. Allerdings ist der Selbstzünder erst in der Ausstattungslinie "Business" zu bekommen und kostet hier ab 48.495 Euro.
Die Plug-in-Hybride fahren 100 Kilometer rein elektrisch
Preislich dürfte das ungefähr auf Höhe der ab Mitte 2024 zu erwartenden Plug-in-Hybriden liegen. Die Doppelherzen, deren Verbrennerbasis der 1.5 eTSI ist, leisten 204 und 272 PS. Mit der 19,5 kWh (netto) großen Batterie sollen rein elektrisch 100 Kilometer möglich sein. Dank Schnellladetechnik mit bis zu 50 kW kann der Akku in 23 Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden.

Das Innendesign gibt dem Passat etwas Klares, Aufgeräumtes. Die Bedienung ist simpel, die verarbeiteten Materialien sind hochwertig. Ob der Gangwahlhebel am Lenkstock passt, muss jeder selbst herausfinden.
Bild: Volkswagen AG
Um denen das Wasser zu reichen, wurde viel Aufwand bei der Verarbeitung betrieben, und die Materialien im Innenraum wurden mit großer Sorgfalt ausgesucht. Wo man auch hinfasst, alles macht einen sehr hochwertigen Eindruck im neuen Passat.
Neues Infotainmentsystem
Ob es einem gefällt, dass der Gangwahlhebel jetzt wie bei den ID-Modellen am Lenkstock sitzt, muss jeder selbst entscheiden. Die Mittelkonsole wirkt dadurch jedenfalls aufgeräumter und bietet mehr Platz für Smartphone und Co.

Die Grafik im bis zu 15 Zoll großen Zentraldisplay ist ebenso neu wie die Einbindung von ChatGPT in das Sprachsystem IDA.
Bild: Volkswagen AG
Apropos. VW hat auch sein Infotainmentsystem überarbeitet. Das heißt jetzt MIB4 und macht die Sprachassistentin IDA noch verständiger. Zudem hält im Laufe des Jahres ChatGPT Einzug in den Passat. Das hat für das Fahren zwar keinen praktischen Nutzen, aber immerhin einen Unterhaltungswert bei sämtlichen Fragen, die man einem VW stellen möchte.

Der Passat bleibt, was er war: ein Allrounder. Jetzt aber mit einer Portion Business. Und das lässt sich VW auch bezahlen.
Bild: Volkswagen AG
Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass VW sich die edlen Beigaben als Extras bezahlen lässt – darunter das neue adaptive Fahrwerk DCC pro mit Zweiventildämpfern, die ausgezeichneten "ergoActive"-Sitze oder der Zentralmonitor mit 15 Zoll Bilddiagonale. Ob die Rechnungssumme am Ende unter den Preisen der noblen Konkurrenz liegt, bleibt abzuwarten. Der erste Eindruck rückt den Passat jedenfalls in diese Richtung.
Diese Reise wurde unterstützt von Volkswagen. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
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