Kommt Ihnen hier etwas spanisch vor? Kein Wunder, denn dort, im Norden des Königreichs, wird der kleine VW T-Cross gebaut.
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T-Cross 1.0 TSI OPF

VW T-Cross
Wer einen haben möchte, legt im Jahr 2026 mindestens 24.960 Euro auf den Tisch. Grund genug, genau hinzusehen, wo es weitere Investitionen braucht – und wo man sich die sparen kann.

Ein Technikbruder von Polo, Fabia und A1

2024 wurden in Deutschland rund 27.000 T-Cross verkauft – Klassenbestwert. Das Erfolgsrezept ist dabei unspektakulär. Der T-Cross baut auf der MQB-A0-Plattform auf, auf der auch Polo, Fabia und der Audi A1 stehen. Damit bleibt es stets beim Frontantrieb, für echte Offroadabenteuer ist der Knirps nicht zu haben.
VW T-Cross
Mit 4,14 Meter Länge spielt der T-Cross im Segment der kleinen SUV mit. Technisch ist er eng mit Polo, Fabia und A1 verwandt.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Auch beim Design bleibt er zurückhaltend. Die kastige Form sorgt für ein – gemessen an gerade mal 4,14 Meter Außenlänge – vorbildliches Platzangebot, das sich dank einiger cleverer Features auch gut nutzen lässt.

Im kleinen VW steckt Transporttalent

So kann man den Beifahrersitz komplett flach legen, was den Transport langer Gegenstände wie eines Billy-Regals deutlich erleichtert. Dazu kommt eine verschiebbare Rückbank. Beides fehlt allerdings in der Basisversion Trend, weshalb sich zumindest die Ausstattungslinie Life empfiehlt.
VW T-Cross
Praktisches: Die Beifahrersitzlehne lässt sich für lange Ladegüter komplett nach vorne umlegen. Der Basisversion fehlt dieses Feature.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Ach ja: Der T-Cross hat noch ein Brüderchen namens Taigo (ab 23.240 Euro), das im gleichen Werk gebaut wird. 13 Zentimeter mehr Länge finden sich vor allem in einer gestreckteren Heckpartie wieder. VW bezeichnet den Taigo auch als CUV ("Coupéartiges Crossover").

T-Cross-Bedienung gibt wenig Rätsel auf

Dabei wissen sie in Spanien offenbar, was sie tun. Der T-Cross wirkt solide verarbeitet, die Spaltmaße passen, die Türen fallen satt ins Schloss. Zum Facelift 2023 hat VW etwas bei den Materialien nachgebessert. In den Türen findet sich seitdem etwas weniger Hartplastik.
VW T-Cross 1.5 TSI
Aufgewertet: Mit dem Facelift 2023 bekam der T-Cross bessere Materialien im Innenraum. Alles wirkt solide verarbeitet, die Spaltmaße stimmen.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Mit seinem bequemen Einstieg, der erhöhten Sitzposition und der eher klassisch gehaltenen Bedienung zählt der T-Cross zu den wenigen noch rentnerfreundlichen Autos im VW-Programm. Wie einfach die Bedienung genau ausfällt, kann über die gesetzten Haken im Konfigurator maßgeblich selbst bestimmt werden.

Viel Sicherheit ist serienmäßig

Zwar kommt die Serienausstattung in puncto Assistenz und Sicherheit durchaus großzügig daher. Zum Serienumfang zählen beispielsweise ein proaktiver Insassenschutz (schließt die Fenster und strafft die Gurte bei Unfallgefahr) und ein Notbremsassistent, der aus bis zu 210 km/h bis zum Stillstand abbremsen kann (so schnell fährt der T-Cross eigentlich gar nicht).
VW T-Cross
Sichere Sache: Proaktiver Insassenschutz, Notbremsassistent, automatische Tempolimitübernahme und Spurhalteassistent sind immer an Bord.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Sogar der Travel Assist, der neue Tempolimits automatisch übernimmt und sich darüber hinaus auch um die Spurführung kümmert, solange eine Hand am Lenkrad bleibt, zählt mittlerweile zum Serienumfang und muss nicht extra bezahlt werden.

Komfort lässt sich VW teuer bezahlen

In komforttechnischer Hinsicht jedoch kommt der kleine VW erst einmal ziemlich nackig daher – selbst Fußmatten kosten extra. In der Basis warten drei Drehregler in der Mitte, um die manuelle Klimaanlage damit zu steuern. Eine vollautomatische Variante gibt es erst optional ab Life (375 Euro).
VW T-Cross
Extrakosten: Bei der Basisversion des kleinen Infotainment-Systems "Discover Media" kostet Handyspiegelung über CarPlay oder Android Auto 225 Euro Aufpreis.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Auch für eine Spiegelung des eigenen Smartphones muss extra gelöhnt werden (225 Euro). Wir würden empfehlen, in diesem Fall gleich zum System "Ready2Discover" (440 Euro) zu greifen. Hier sind kabelloses CarPlay und Android Auto schon enthalten – und sechs statt zwei Lautsprecher ebenfalls.
VW T-Cross
Vieles, wie hier zum Beispiel die Sprachbedienung, lässt sich auch im Nachhinein noch freischalten. Will man von Anfang an ein Navi, wird es richtig teuer.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Ein Navi ließe sich später noch freischalten. Wer es von Anfang an will, zahlt in der Basis saftige 1120 Euro ("Discover Media"). Für das "Discover Pro" mit größerem 9,2-Zoll-Screen wären es einigermaßen wahnwitzige 2120 Euro. Das erinnert uns arg an die 2010er-Jahre, denen der 2019 gelaunchte T-Cross ja gerade noch so entstammt. In den höheren Ausstattungslinien fallen die Aufpreise allerdings geringer aus. Darüber hinaus gibt es derzeit noch das Sondermodell Energy, das VW mit bis zu 1900 Euro Preisvorteil bewirbt.

Ausstattungspakete und Extras

Ausstattungspakete und Extras
Komfort/Nutzwert
Anhängerkupplung 
810 Euro
810 Euro
810 Euro
810 Euro
Beifahrersitzlehne komplett umklappbar 
x
Dachreling schwarz/silber 
•/x
•/x
•/• (wahlweise)
•/ 130 Euro
Klimaanlage manuell/Klimaautomatik zweizonig ✔ 
•/x
•/375 Euro
x/•
x/•
Sitzheizung vorn + Lenkradheizung 
330 Euro/x
330 Euro/x
330 Euro/x
•/x
Sicherheit/Assistenz 
LED-Scheinwerfer/Matrix-LED-Scheinwerfer 
•/x
•/1375 Euro
x/•
x/•
Licht- und Sicht-Paket (Innensp. autom. abbl., Regens.)/plus Fernlichtass. 
x/250 Euro
150 Euro/250 Euro
150 Euro/•
150 Euro/•
Parksensoren vorn und hinten/Rückfahrkamera/Einparkassistent 
•/x/x
•/330 Euro/150 Euro
•/330 Euro/710 Euro*
•/330 Euro/710 Euro*
Schlüsselloser Zugang und Start ✔ 
x
375 Euro
375 Euro
375 Euro
Tempomat adaptiv inkl. Travel Assist 
Totwinkelwarner 
Infotainment
Digital Cockpit 7 Zoll/Digital Cockpit Pro 10 Zoll 
•/x
•/ 340
x/•
x/•
Radio Composition/Ready2Discover/Discover Media/Discover Pro 
•/x/x/x
•/440 Euro*/1120 Euro/2160 Euro
x/•/680 Euro/1720 Euro
x/•/680 Euro/1720 Euro
Apple CarPlay & Android Auto kabellos 
225 Euro
Soundsystem mit zwei Lautsprechern/sechs Lautsprechern/"VW Sound"
•/x/x
•/440 Euro*/525 Euro
x/•/525 Euro
x/•/525 Euro
Optik
Dachhimmel schwarz 
x
x
x
Front- und Heckschürze R-Line-spezifisch 
x
x
x
Seitenscheiben ab B-Säule dunkel getönt 
x
300 Euro
300 Euro
300 Euro
Das große Navi braucht es unserer Meinung nach aber nicht. Denn die praktischen Drehregler für Kartenzoom und Lautstärke fallen dann zugunsten des größeren Bildschirms weg, was die Bedienung eher komplizierter macht. Die Vorteile des Teuer-Navis sind im Grunde genommen nur: mehr Displayfläche, Sprachsteuerung (eher altmodisch-umständlich) sowie eine wenn gewünscht doppelte Vollkartenansicht auf dem Navi-Bildschirm und im Tacho. Wer die will, muss allerdings zusätzlich noch das "Digital Cockpit Pro" (340 Euro) mitbestellen.

Zwei Dreizylinder und ein Vierzylinder

Die gute Nachricht: Ganz so kleinteilig wie bei der Ausstattung geht es bei den Antrieben nicht weiter. Im Grunde genommen gibt es nur zwei. Den kleineren 1.0 TSI bietet VW allerdings in zwei verschiedenen Leistungsstufen an.
VW T-Cross 1.0 TSI
Ausreichend: Die Basisversion des T-Cross kommt mit einem verhältnismäßig ruhig laufenden Dreizylinder und 95 PS. Die stärkere Variante leistet 116 PS.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
95 PS reichen bereits, um den T-Cross ganz manierlich anzutreiben. Der Dreizylinder läuft verhältnismäßig ruhig und kommt ohne riesiges Turboloch aus. Die Fünfgang-Handschaltung bietet klare Gassen, die Kupplung verlangt nicht nach besonderem Gefühl.
VW T-Cross
Fast schon zu viel: Wer lieber einen Vierzylinder fährt, greift im T-Cross zum 1.5 TSI. Seine 150 PS reichen für 8,4 Sekunden bis Tempo 100 und 200 km/h Spitze.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Die stärkere 116-PS-Ausbaustufe ist entweder mit sechs manuellen Gängen oder Siebengang-DSG zu haben. Der Doppelkuppler verhält sich im Alltag erfreulich unauffällig. Die Schaltvorgänge erfolgen schnell und unaufgeregt, was gut zum insgesamt unkomplizierten Charakter des kleinen VW passt.

Motorisierungen und Preise

Motorisierungen und Preise
Motor/Hubraum 
R3, Turbo/999 cm³ 
R3, Turbo/999 cm³ 
R4, Turbo/1498 cm³ 
Getriebe 
5-Gang 
6-Gang (7-Gang-DSG) 
7-Gang-DSG 
kW (PS) 
70 (95) 
85 (116) 
110 (150) 
Nm bei 1/min 
175/1600-3500 
200/2000-3500 
250/1500-3500 
Vmax
180 km/h 
193 km/h 
200 km/h 
0–100 km/h 
11,3 s 
10,1 s 
8,4 s 
Zuglast gebremst/ungebremst 
630/1000 kg 
640/1100 kg 
660/1200 kg 
Normverbrauch (WLTP)/100 Kilometer 
5,5 l Super 
5,5 (5,7) l Super 
5,8 l Super 
Testverbrauch/100 Kilometer 
6,6 (6,2) l Super 
6,6 l Super 
Ottopartikelfilter 
ja 
ja 
ja 
Trend 
24.960 Euro
Life 
27.065 Euro
28.835 (30.825) Euro
33.200 Euro
Style 
-
31.550 (33.550) Euro
35.935 Euro
R-Line 
32.930 (34.905) Euro
37.285 Euro
Fazit
Wir konnten ihn hier nicht direkt vergleichen, aber der Einstiegsbenziner sollte für Kurz- und Mittelstrecke völlig ausreichen. Das etwas länger übersetzte Fünfganggetriebe sorgt für weniger Schalt-vorgänge, klaut aber auch ein wenig Agilität im Vergleich zur 6-Gang-Box.
Die größere Ausbaustufe des Einliter-Dreizylinders gibt sich auch auf der Autobahn keine Blöße. Das manuelle Getriebe lässt sich sauber durch seine sechs Gassen schalten. Der Verbrauchs-vorteil zum größeren 1.5 TSI fällt allerdings eher gering aus.
Wie die schwächeren Antriebe verzichtet auch der 1.5 TSI auf E-Unterstützung, was seiner Spritzigkeit aber keinen Abbruch tut. Auch das schnell schaltende DSG trägt zum flotten Fahreindruck bei. Gut sechseinhalb Liter Verbrauch? Gut. In Teillast schalten zwei Zylinder ab.
Mit dem 1.5 TSI und 150 PS kommt man sich beinahe übermotorisiert vor. Untenrum laufruhig, wirkt der Vierzylinder obenrum etwas knurrig bis leicht dröhnig. Weil es von unten schon Kraft genug gibt, hält man sich in diesen höheren Drehzahlbereichen aber in der Regel selten auf.

Testverbräuche gehen in Ordnung

Dass man im Zweifel mit keinem der Motoren einen Fehler macht, bestätigen auch die Testverbräuche. Sie schwanken zwischen 6,2 (1.0 TSI DSG) und 6,6 Litern (1.0 TSI 6-Gang und 1.5 TSI DSG), was einen halben bis rund einen Liter über der Werksangabe liegt. Neben einer Start-Stopp-Automatik bietet nur der 1.5 TSI eine Zylinderabschaltung, wenn nur wenig Kraft benötigt wird. Mildhybride kommen VW in dieser Klasse bislang konzernweit nicht ins Haus.
VW T-Cross 1.5 TSI
Einigermaßen genügsam: Den stärkeren Dreizylinder haben wir bei unseren Verbrauchsfahrten mit 6,2 l/100 km gemessen, der Vierzylinder kam auf 6,6 l/100 km.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Vom Fahrersitz aus strahlt der T-Cross ein Maß an Dynamik aus, das man ihm gar nicht unbedingt zutrauen würde. Er lässt sich gut abschätzen, wirkt angenehm wendig und vermittelt schnell Vertrauen. Für seine Klasse geht es dabei ausreichend leise und insgesamt klapperfrei zu. Die Sitzposition passt, die Sitze selbst bieten trotz ihrer eher zurückhaltend ausgeformten Wangen ordentlichen Halt.

R-Line mit vielen kleinen Nettigkeiten

Dabei ist es übrigens egal, ob man die optionale R-Line gewählt hat oder nicht. Die Unterschiede beim Gestühl sind rein optischer Natur. Dazu bringt der sportlichste T-Cross andere Front- und Heckschürzen und Nettigkeiten wie ein R-Line-Logo im Lenkrad sowie einen schwarzen Dachhimmel mit.
VW T-Cross
Kleine Unterschiede in der Optik: Die "R-Line"-Ausstattung (gelb) hat den anderen Linien andere Front- und Heckschürzen voraus.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Viel mehr gilt es beim T-Cross dann auch gar nicht auszuwählen. Wer oft im Dunkeln unterwegs ist, dem sei noch das optionale Matrix-Licht (1375 Euro für Life) ans Herz gelegt, das gleichmäßig und hell ausleuchtet. Die Top-Linien bringen es serienmäßig mit. Ein normaler Fernlichtassistent (250 Euro) ist auch für die Standard-LED-Scheinwerfer verfügbar. Ganz kostenlos gibt es übrigens die werbewirksame sonnengelbe Lackierung. Fast wie in Spanien.

Tipps: der Richtige für Ihr Fahrprofil

Der Wenigfahrer kann beruhigt zum Einstiegsbenziner greifen. Der kleine Motor bietet dank Turbo genug Drehmoment für den Alltag, wenn eher innerstädtisch gefahren wird. Dazu lohnen sich Optionen wie Klimaautomatik, Sitzheizung oder das Licht-und-Sicht-Paket. AUTO BILD-Empfehlung: VW T-Cross 1.0 TSI 5-Gang Life (95 PS) ab 27.065 Euro
Der Vielfahrer ist mit dem T-Cross für diese Klasse gut beraten, weil es viel Fahrerassistenz gibt. Totwinkelwarner und Travel Assist gehören mittlerweile sogar zur Serie. Ob es der 1.0 TSI oder der 1.5 TSI sein muss, ist Geschmackssache, DSG ist ratsam. Der kleine Motor spart auf 100 Kilometern noch einmal 0,4 Liter Super ein. AUTO BILD-Empfehlung: VW T-Cross 1.0 TSI DSG (116 PS) ab 30.825 Euro
Der sportliche Fahrer wählt den 1.5 TSI als R-Line. So ist der kleine VW kein Sportwagen, aber doch flott unterwegs. Wer will, wählt die 18-Zoll-Räder dazu, die natürlich optisch etwas mehr hermachen. Oder kauft für 890 Euro das "Black Style"-Paket dazu, mit dem allerlei schwarze Akzente einziehen. AUTO BILD-Empfehlung: VW T-Cross 1.5 TSI DSG (150 PS) ab 37.285 Euro

Fazit

Auch wenn sie in Wolfsburg stellenweise etwas knickerig wirken mögen – Stichwort aufpreispflichtige Fußmatten: Der T-Cross bleibt ein sympathisches Kerlchen. Er spart sich Allüren, nicht jedoch die praktischen Qualitäten – und er fährt ordentlich bis richtig spaßig, je nach gewählter Motorisierung. Wer nicht mindestens 24.960 Euro ausgeben möchte, kann sich auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt umsehen. Unter 14.000 Euro ist dort allerdings kaum noch etwas zu holen. Der kleine VW zeigt sich wertstabil.