VW Up-Studien auf der IAA 2011
Sechs Richtige

Volkswagen zeigt gleich sechs Studien des Kleinstwagens Up auf der IAA. Vier der präsentierten Designspielereien haben wohl Chancen auf die Serienproduktion.
- Stephan Bähnisch
Ein Up für alle Fälle? VW scheint so zu denken, denn wie wäre sonst die Flut an Designstudien zu erklären, die auf der IAA 2011 steht. Das Serienauto – ebenfalls eine Premiere – rückt dabei dezent in den Hintergrund. Dafür buhlen sechs Entwürfe um die Zuschauergunst. Das mutigste Konzept ist der VW Up-Azzurra, der Up mit "maritimer Seele", schwärmen die Wolfsburger in ihrer Pressemitteilung. Der Name des Prototypen entstand in Anlehnung an einen Yachtclub der Costa Smeralda auf Sardinien. Na, dann: Lassen wir das Dach und die Türen einfach weg und packen edelste Werkstoffe rein, werden sich die Designer Giorgetto Giugiaro und Walter de Silva gedacht haben und lassen es richtig krachen. Vier Sitze in weißblauem Leder, zahlreiche Chromelemente und eine Instrumententafel aus Mahagoni mit Intarsien aus Ahorn erinnern gewollt an eine noble Yacht. Die Beschichtung der Oberflächen ist in einem Kunstharz ausgeführt. Alles soll wasserfest sein, falls die Seebrise mal einen Schauer schickt. Eine lustige Idee mit null Chance auf eine Umsetzung in Serie.
Überblick: Die Stars der IAA 2011

Süß, aber unrealistisch: die Studie eines Buggy auf Up-Basis für den Strand.
Bild: Werk
Überblick: Alle News und Tests zum VW Up

Der CrossUp könnte ein Teil der VW-Cross-Familie werden. Der Aufwand wäre gering.
Bild: Werk
Offensichtlich können sich die VW-Designer auch ein sportliches Derivat des Up vorstellen: Als GT-Up hat der Kleinwagen einen völlig neuen Grill, der nicht nur mehr Luft für Motor- und Bremsenkühlung durchläst, sondern auch LED-Tagfahrlichter integriert. Dazu spendiert VW Seitenschweller, 17-Zoll-Alus samt Breitreifen, einen Doppelrohrauspuff und einen Dachkantenspoiler. Innen dominiert die Farbe Anthrazit, ergänzt um das typische Karomuster für die Sitze (hier in Blau) und einen schwarzen Dachhimmel. Bis zu 100 PS könnte der GT-Up haben, bei nur 900 Kilo Gewicht also durchaus ein sportliches Kerlchen wie einst der Golf GTI I.

Die Elektro-Version des Up ist beschlossene Sache und kommt 2013.
Bild: Werk
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