WRC: Vorschau Monte Carlo
Rallye-Sport in der Krise

Am Wochenende startet die Rallye-Weltmeisterschaft in die neue Saison. Doch die Szene steckt in einertiefen Krise – auch für die Zukunft.
Bild: Hersteller
- Michael Zeitler
Meterhohe Sprünge, wilde Drifts, riskante Manöver – eigentlich bietet der Rallye-Sport alles, was das Herz des Rennsportfans höher schlagen lässt. Sportlich ist das Feld zudem extrem ausgeglichen. Keiner kann sagen, wer 2020 Rallye-Weltmeister wird. Und trotzdem steckt die Weltmeisterschaft in einer Krise.
Am Wochenende startet mit der Traditionsveranstaltung Rallye Monte Carlo die neue WRC-Saison. Passend zur 88. Ausgabe der Rallye sind auch 88 Fahrer gemeldet. Aber nur elf davon fahren in der Topklasse mit RC1-Boliden. Das ist fast so, als würden nur elf Fahrer in ein Formel-1-Rennen starten...
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Sébastien Ogier fährt seine letzte Saison
Die Zukunft der Rallye-WM ist trotzdem weiter unklar. 2022 soll eigentlich ein Hybrid-Motor kommen: Basis bleiben dann die aktuellen 1,6-Liter-Vierzylinder-Turbo-Benziner (rund 380 PS). Dazu soll aber ein 100 kW (etwa 136 PS) starker E-Motor angebaut werden.
Sollte das Reglement allerdings keine neuen Hersteller anlocken, könnten auch die R5-Rallyeautos aus der WRC2 aufgemotzt (derzeit 288 PS) und mit alternativen Treibstoffen betankt werden.
Der japanische Hersteller Subaru, der drei Fahrer zum Titel führte (zuletzt 2003 Petter Solberg) und 2008 ausgestiegen ist, erwägt offenbar eine Rückkehr in die WRC. Die Entscheidung soll im Frühjahr fallen.
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