Eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung im Auto erlaubt es, während der Fahrt zu telefonieren, ohne das Handy in die Hand zu nehmen. Denn das ist nicht nur gefährlich, sondern auch teuer: Mindestens 100 Euro Bußgeld und einen Punkt in Flensburg werden fällig, wenn man mit dem Telefon erwischt wird. Auch an roten Ampeln oder im Stau darf das Handy nicht in der Hand gehalten werden. Aber nicht jedes Auto hat ein modernes Multimedia-System, das die Smartphone-Kopplung mit Bluetooth erlaubt. Dafür gibt es Bluetooth-Freisprecheinrichtungen zum Nachrüsten. AUTO BILD hat acht aktuelle Modelle zwischen 15 und 41 Euro getestet.

BT-Freisprecher fürs Auto im Test

Bei den Nachrüst-Freisprecheinrichtungen handelt es sich um kleine Bluetooth-Boxen mit Mikro, die einfach an die Sonnenblende geclippt werden. Dabei eignen sie sich nicht nur zum Telefonieren – sie können auch Musik und GPS-Ansagen vom Handy wiedergeben. Toll: Die Steuerung funktioniert sogar ganz ohne Tastendruck über Sprachsteuerung mit Siri oder Google Assistant. Einige Geräte, wie der Testsieger Callstel BFX-550.st oder das Soaiy S-61, haben sogar eigene Kommandos, mit denen z.B. ein Anruf angenommen oder abgelehnt werden kann, ohne dass dafür das Datenvolumen des Handys genutzt wird.
Ausgewählte Produkte in tabellarischer Übersicht
1.
Testsieger
Callstel BFX-550.st
41,50 EUR
sehr gut
2.
Soaiy S-61
39,95 EUR
gut
3.
Hama Hands Free Car Kit
24,95 EUR
gut
4.
Besign BK06
29,99 EUR
gut
5.
Preis-Leistungs-Sieger
Aigoss Kfz Bluetooth 4.2
19,99 EUR
befriedigend
6.
Motorola Sonic Rider
29,99 EUR
befriedigend
7.
Jabra Drive
24,99 EUR
befriedigend
8.
Vingo Hands free Kit
14,99 EUR
mangelhaft

Bluetooth-Einrichtungen dürfen nicht ablenken

So bleiben die Hände am Steuer
Mit diesen Geräten ist das Telefonieren während der Fahrt erlaubt.
Besonders wichtig bei den BT-Freisprechern: Sie dürfen den Fahrer nicht ablenken. Ansonsten stellen sie die gleiche Gefahr wie das Handy am Steuer dar. Die Bedienung sollte deswegen möglichst intuitiv klappen, ohne den Blick des Fahrers von der Straße zu lenken. Dieses Kriterium erfüllten fast alle getesteten Produkte. Nur das Jabra Drive fiel etwas aus dem Rahmen: Die Lautstärke-Tasten ließen sich nicht bedienen, ungewollt wurde das Mikro stummgeschaltet, sodass der Anruf abgebrochen werden musste. Ebenso wichtig für eine reibungslose Nutzung: die Qualität des Anrufs. Denn nur wenn Anrufer und Gegenseite sich gut verstehen, erfüllt die Bluetooth-Freisprecheinrichtung wirklich ihren Zweck. Fast alle Geräte haben dafür eine Geräuschunterdrückung, die sich beim laut röhrenden Dreizylinder-Diesel unseres Testautos beweisen musste. Einzig der günstigste Kandidat von Vingo hat das nicht. Das führt zu extrem schlechter Tonqualität am anderen Ende. Hinzu kommt ein nerviges Echo, das auch dem Jabra Drive bei der Klangqualität Abzüge beschert.
Besonders wichtig ist die Positionierung im Auto: Die Freisprecheinrichtung muss gut erreichbar sein, darf aber nicht das Blickfeld des Fahrers einschränken. Die Geräte aus dem AUTO BILD-Test sind alle mit einem Clip versehen, mit dem sie einfach an der Sonnenblende befestigt werden.

Die beste Freisprecheinrichtung im Test

Den besten Job im Test von Bluetooth-Freisprecheinrichtungen zum Nachrüsten macht die Callstel BFX-550.st. Im Testfeld hebt sie sich vor allem durch ihre moderne Optik und die hochwertige Verarbeitung ab. Aber auch in der Kernkompetenz, dem Freisprechen, kann das Gerät punkten. Dazu gibt es die Unterstützung von Sprachassistenten wie Google Assisant und Siri. Mehr Infos zum Testsieger finden Sie hier
Freisprecheinrichtung Callstel BFX-550.st
BFX-550.st
Callstel
BFX-550.st

sehr gut

  • Guter Klang
  • Hohe Verarbeitungsqualität
  • Modernes Design
Preis 41,50 €

Fazit zum Test von BT-Freisprechern

Fast alle Bluetooth-Freisprechanlagen machen einen soliden Job. Sie lassen sich gut bedienen, Anrufer und Gegenseite können sich problemlos unterhalten. Viel mehr darf man von den kleinen Geräten aber nicht erwarten. Auch wenn sie Musik wiedergeben können, ersetzen sie mit ihrem vergleichsweise flachen Klang kein Soundsystem.

So hat AUTO BILD getestet

Die Freisprecher werden im Auto genutzt, klar also, dass sie auch hier ihre Qualitäten unter Beweis stellen mussten. Getestet wurde auf einer festgelegten Route bei konstantem Tempo, einmal bei 50 und einmal bei 100 km/h mit verschiedenen Testanrufen. Außerdem wurden die Bedienung der Geräte und der Sound bei der Musikwiedergabe während der Fahrt und bei Stillstand überprüft. Weitere Kriterien: die Befestigung, Optik und Haptik sowie weitere Funktionen.