Elektronische Parkscheiben im Test
Smarter parken
Digitale Helfer im Alltag: AUTO BILD testet digitale Parkscheiben. Welche Modelle erfüllen die Vorgaben für Deutschland und Europa und funktionieren im Alltag zuverlässig?
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1.
Needit
Park Micro Solar
1,7
gut
- sehr gute Ablesbarkeit
- Betrieb per Solar mit Pufferakku
- sehr dünnes Gehäuse
- etwas großflächige Bauweise

2.
Ooono
Elektronische Parkscheibe P-DISC NO1
1,9
gut
- durchdachtes, minimalistisches Design
- gute Ablesbarkeit
- gute Bedienbarkeit und Intervallanpassung
- kein rückseitiges Display

3.
Achilles
Parkwächter AD293 schwarz
1,9
gut
- einfache Bedienung
- rückseitiges Display
- Taktung für autom. Modus einstellbar
- klobiges Gehäuse

4.
Needit
Park Lite
2,0
gut
- sehr hochwertig verarbeitet
- sehr direkter Bewegungssensor
- manueller Modus
- nicht abnehmbar
- kleiner Nachteil bei Dämmerung

5.
Needit
Park Micro
2,1
gut
- sehr kompaktes Gehäuse
- gute Ablesbarkeit
- portable Bauweise
- automatisches Intervall (30 Min.) nicht einstellbar
- Bewegungssensor etwas unempfindlich

6.
Needit
Park Lite One
2,3
gut
- sehr gut ablesbares Display
- schnelle Reaktion auf Bewegung
- rückseitiges Display
- umständliche Einrichtung
- Rückstand des Klebers bei Demontage

7.
Achilles
Parkwächter V1
2,5
befriedigend
- gut ablesbares Display
- einfache Bedienung
- Datenschutzfunktion
- keine manuelle Einstellung der Parkzeit
- Sitz an der gewölbten Scheibe nicht perfekt
- umständliche Montage
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Viele Autofahrer kennen das Problem. Kurz vor dem Supermarkt geparkt und bei der Rückkehr klebt schon ein Strafzettel an der Windschutzscheibe. Häufig übersieht man das Hinweisschild zur Parkscheibenpflicht und merkt es erst, wenn es zu spät ist. Elektronische Parkscheiben können hier helfen. Sie werden an der Frontscheibe befestigt und stellen die Ankunftszeit automatisch ein, sobald das Fahrzeug zum Stillstand kommt. AUTO BILD hat zehn dieser Modelle getestet und Funktion, Alltagstauglichkeit und Zulassung genau bewertet.
Das Wichtigste in Kürze
- Funktionsweise: Elektronische Parkscheiben erkennen automatisch, wann das Auto stoppt, und stellen die Ankunftszeit selbstständig ein.
- Alltagstauglichkeit: Sie werden innen an der Windschutzscheibe angebracht, sind leicht zu montieren und sollen zuverlässig vor Strafzetteln schützen.
- Unterschiede: Alle Modelle erfüllen die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung, unterscheiden sich aber in Bedienkomfort, Display-Lesbarkeit, Zusatzfunktionen und Gehäusegröße.
- Nachhaltigkeit & Extras: Manche Geräte bieten Solarpanels oder längere Batterielaufzeiten, andere punkten durch besonders kompakte Bauweise oder einfache Handhabung.
In unserem Test setzte sich die Park Micro Solar von Needit gegen die übrigen Geräte durch. Passend zur guten Verarbeitungsqualität überzeugt das Gerät vor allem durch sein erstklassig ablesbares LCD-Display und die üppige Ausstattung. Der Testsieger lässt sich sehr einfach mittels dreier Klebepads an der Windschutzscheibe anbringen und stört mit seinem dünnen Gehäuse wenig im Sichtfeld.
Auf ein rückseitiges Display verzichtet Needit bei der Park Micro Solar – das hat uns im Test aber nicht gefehlt, denn die Bedienung ist auch so sehr einfach und die Knöpfe gut verarbeitet. Außer mit der guten Ables- und Bedienbarkeit punktet der Testsieger außerdem als einziger Kandidat mit einem Solarpanel. Diese fortschrittliche Technik leistet einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und spart Geld sowie Zeit: Needit gibt an, dass die verbaute Stützbatterie nie ausgetauscht werden muss. Die rein batteriebetriebenen Konkurrenten, dessen Stromquelle mit durchschnittlich mit zwei Jahren Lebenszeit angegeben werden, sind da im Vergleich antiquiert.
Mit der guten Verarbeitung des kompakten Gehäuses, der Ausstattung mit rückseitigem Display und Solarpanel ist die Park Lite Solar das ideale Gesamtpaket.
Der Preis-Leistungs-Sieger Park Micro ist besonders puristisch und konzentriert sich auf das Wesentliche: Die Parkzeit anzeigen. Und das macht die elektronische Parkscheibe von Needit richtig gut. Das LCD-Display gehört, wie auch das des Testsiegers, zu einem der am besten ablesbaren, und auch die Bedienung des Geräts ist einfach.
Die Park Micro verzichtet auf ein rückseitiges Display, auf einen akustischen Batteriewarner und ein Solarpanel und bietet dafür ein – verglichen mit den anderen Modellen – sehr kompaktes und schmales Gehäuse, das beim Fahren in der Windschutzscheibe kaum negativ auffällt. Und das alles zu einem attraktiven Kaufpreis.
Zudem ist die Park Micro einfach zu montieren, und die Parkscheibe lässt sich sogar aus dem Rahmen entnehmen – etwa zum Batteriewechsel oder bei längerer Nichtbenutzung des Fahrzeugs.
Zugegeben: Der Funktionsumfang einer elektronischen Parkscheibe ist sehr überschaubar. Und weil die Geräte den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung entsprechen müssen, sind die Unterschiede zwischen den Modellen eher gradueller Natur. Mit unserem Test ist es uns dennoch gelungen, eindeutige Ergebnisse zu benennen.
Positiv überrascht wurden wir gleich zu Beginn des Tests: Für die Verpackung der Parkscheiben benutzen alle Hersteller lediglich recycelbares Material (Karton oder Papier). Pluspunkt für alle. Im ersten Schritt haben wir die Verarbeitungsqualität der Geräte, den Prozess der Inbetriebnahme und die Haptik der Knöpfe bewertet.

Vorbildlich: Alle elektronischen Parkscheiben werden ausschließlich in Pappe und Papier verpackt geliefert.
Bild: AUTO BILD
Bevor es raus auf die Straße ging, haben wir zunächst noch die Größe der Ziffern der Geräte und die ihrer Gehäuse gemessen. Bei den Ziffern galt "je größer, desto besser", beim Gehäuse das Gegenteil. Mit Ausnahme der Ooono Park entsprachen die Zifferngrößen der getesteten Parkscheiben einem ähnlichen Wert. Anders ist es mit den Gehäusegrößen. Wenn man danach geht, sind einige der Modelle mehr als Parkklotz denn als -scheibe zu betiteln.

Die Modelle werden vermessen. Hier im Bild die kleinsten Kandidaten des Tests: Park von Ooono (oben) und Park Micro von Needit (unten).
Bild: AUTO BILD
Für den folgenden Praxistest haben wir die Geräte dann an der Windschutzscheibe unseres Testwagens angebracht. Dabei haben wir die Montagefreundlichkeit der Geräte bewertet. Nachdem alle auf Position waren, mussten die Parkscheiben zeigen, ob sie sich die Poleposition im Fahrzeuginnenraum verdient haben: Mit einer Stoppuhr haben wir zunächst gemessen, wie lange sie jeweils brauchen, um die Bewegung des Fahrzeugs zu erkennen und in den Fahrmodus zu schalten.

Für den Praxistest wurden die Parkscheiben an der Windschutzscheibe angebracht. Auf einer Probefahrt mussten sie zeigen, wie schnell sie reagieren und sich einstellen können.
Bild: AUTO BILD
Nach demselben Prinzip haben wir dann die Zeit ermittelt, die die Geräte brauchten, nach Stillstand des Testwagens vom Fahrmodus in den Parkmodus zu schalten und die entsprechende Parkzeit einzustellen. Mit dem Praxistest im Auto ließ sich aber nicht nur die Funktionsweise und die Empfindlichkeit der Bewegungssensoren testen. Überprüft haben wir auch, ob die Geräte fest und vibrationsfrei an der Windschutzscheibe sitzen.
Und weil die elektronische Parkscheibe ihren Mehrwert nur dann ausspielen kann, wenn sie gut ablesbar ist, haben wir die Lesbarkeit der Displays bei Tageslicht und bei schwachem Licht bewertet. Besonders in der Dämmerung schnitten nicht alle Modelle zufriedenstellend ab. Die abschließende Demontage der Geräte verlangte zwar Fingerspitzengefühl, ließ sich aber in allen neun Fällen ohne jede Beschädigung des Geräts oder der sehr druckempfindlichen Windschutzscheibe bewältigen.

Nicht alle Displays lassen sich gut ablesen.
Bild: AUTO BILD
Die Park Micro Solar von Needit geht mit ihrer Leistung in diesem Test als Sieger hervor, hängt die Konkurrenz aber nicht mit einem horrenden Vorsprung ab. Die Park von Ooono ist dem Testsieger mit ihrer besonders hochwertigen Verarbeitung, dem noch kompakteren Design, der guten Funktion und einer Gesamtnote von 1,9 – und damit nur zwei Notenpunkten Unterschied – dicht auf den Fersen.

Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Der Blick auf die acht weiteren Endnoten bestätigt unsere Wahrnehmung während des Tests: Ihren Zweck erfüllen alle Parkscheiben. Und doch haben manche Geräte deutliche Schwächen.
Mit der Note 2,7 belegt der ParkScreen von DNT den letzten Platz. Im Test fiel uns negativ auf, dass die grauen Ziffern auf dem dunkelgrau hinterlegten LCD-Display schon am Tag schlecht und bei schwachem Licht dann kaum mehr ablesbar waren. Zudem ist das rückseitige Display während des Praxistests ausgefallen und zeigte uns hieroglyphenartige Werte an.

Der höhere Kontrast der hellgrauen LCD-Displays gegenüber den dunkleren ist besonders in der Dämmerung von Vorteil.
Bild: AUTO BILD
Ähnlich schlecht ablesbar ist auch das grau hinterlegte Display der Park Mini von Needit, die in unserem Test die Note 2,6 erreicht. Die Parkscheibe II des dänischen Designerherstellers Jacob Jensen und die Park Lite von Needit beweisen aber, dass es auch gut ablesbare dunkle Displays gibt – obwohl helle Displays durch den höheren Kontrast naturgemäß in dieser Kategorie immer besser sind.
Alle anderenKandidaten sind sowohl bei Tageslicht als auch bei Dämmerung mindestens gut ablesbar. Eine Hintergrundbeleuchtung hat übrigens keine der Parkscheiben, weder im vorder- noch im rückseitigen Display.

Bild: AUTO BILD
Abgesehen von dem Ausfall des Zusatzdisplays der Parkscheibe von DNT haben alle Parkscheiben in unserem Test zufriedenstellend funktioniert und sich in unter einer Minute automatisch nach dem Abstellen des Fahrzeugs korrekt eingestellt. Weniger schön und perfekt, als es der Heros im Markennamen vermuten lässt, ist die komplizierte Montage des Parkwächter V1 von Achilles. Alle anderen Parkscheiben ließen sich einfach an der Windschutzscheibe anbringen – und störten auch bei Fahrten über unebenes Terrain nicht mit Vibrationen.

Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Elektronische Parkscheiben im Vergleich
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Elektronische Parkscheiben im Vergleich
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Obwohl alle getesteten Parkscheiben dem Regelkorsett der Straßenverkehrs-Ordnung unterliegen, hat der dänische Hersteller Needit mit seiner Park Micro Solar eine elektronische Parkscheibe entwickelt, die sich als Sieger des Tests behaupten konnte. Deutlich geworden ist aber auch, dass die übrigen acht digitalen Beifahrer ebenfalls wirksam vor Strafzetteln schützen können.
Bei der Auswahl der elektronischen Parkscheibe sollte der Fokus daher besonders auf der Ausstattung des Modells liegen. Wer ein eher kompaktes Gerät sucht, das in der Peripherie des Sichtfelds nicht stört, der sollte zur hochwertigen Park von Ooono oder zum Preis-Leistungs-Sieger Park Micro von Needit greifen – oder aber zum Parkwächter V1 von Achilles. Ob das Gerät, etwa um die Park- oder Windschutzscheibe zu reinigen oder die Batterie zu wechseln, abnehmbar sein sollte oder weitere Extras wie einen akustischen Batteriewarner oder ein zweites Display haben muss – für (fast) jede Präferenz gibt es das entsprechende Modell.
Testsieger: Needit Park Micro Solar
Preis-Leistungs-Sieger: Needit Park Micro
Alles Wissenswerte über elektronische Parkscheiben
Sind elektronische Parkscheiben erlaubt?
Erlaubt sind elektronische Parkscheiben nur dann, wenn sie eine Typengenehmigung haben. Dafür muss unter anderem ein weißes P auf blauem Untergrund und der Wortlaut "Ankunftszeit" über dem Display zu sehen sein. Alle von AUTO BILD getesteten Scheiben entsprechen den Anforderungen der StVO und sind zugelassen. Automatisch nachstellende bzw. mitlaufende Scheiben sind grundsätzlich für den Einsatz im Straßenverkehr verboten.
Wo muss die elektronische Parkscheibe angebracht werden?
Es gibt keinen explizit vorgeschriebenen Anbringungsort für elektronische Parkscheiben. Wichtig ist nur, dass das Display von außen klar lesbar ist. Es bietet sich an, das Gerät auf der Beifahrerseite in der unteren Ecke anzubringen, weil es hier am wenigsten das Sichtfeld stört oder während der Fahrt ablenkt.
Welche ist die beste elektronische Parkscheibe?
Die beste Parkscheibe ist die Park Micro Solar von Needit. Mit ihren beiden gut ablesbaren Displays, einer einfachen Bedienbarkeit, kompakten Gehäuseabmessungen und der nachhaltigen Energieversorgung aus Solarstrom ist die Park Micro Solar die Siegerin unseres AUTO BILD-Tests.
Wie lange hält die Batterie der elektronischen Parkscheibe?
Die Hersteller geben eine typische Lebensdauer der Batterie von zwei Jahren an. Mehr schafft nur die Park Micro Solar von Needit mit einer unendlichen Lebenserwartung. Bevor die Batterie aber endgültig leer ist, signalisieren alle übrigen Parkscheiben das mit einer Anzeige im Display oder mit einem Warnton.
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