ADAC Kindersitztest 2015

ADAC Kindersitztest 2015

— 26.05.2015

Vier Kindersitze fallen durch

Der ADAC hat mit einem neuen Prüfverfahren 23 Kindersitze aller Kategorien getestet. Das Ergebnis: Jeder sechste Sitz ist "mangelhaft".

Kein Kindersitz ist "sehr gut", jeder sechste sogar "mangelhaft" – zu diesem Ergebnis sind die Tester von ADAC und Stiftung Warentest im aktuellen Kindersitztest 2015 gekommen. Unter die Lupe genommen wurden insgesamt 23 Sitze, darunter auch zwei der neuen i-Size-Norm. Dennoch gibt es in jeder Gewichtsklasse "gute" und damit empfehlenswertes Kindergestühl. Von vier Sitzen raten die Experten ab.

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Drei der Sitze sind schadstoffbelastet

Durchwachsenes Ergebnis: 14 Sitze sind "gut", vier "befriedigend", einer "ausreichend" und vier "mangelhaft".

Drei dieser Stühle (Casualplay Sono Fix, Simple Paranting Doona und Simple Parenting Doona & Isofix Base, alle bis 13 Kilogramm) fielen in der Schadstoffprüfung durch, einer versagte beim Frontalcrash: Beim Hauck Varioguard (bis 18 Kilogramm 0+/I) löste sich die Sitzschale im hinteren Bereich von der mit dem Dreipunktgurt befestigten Basis und der Sitz klappte nach vorne. Dies führt zu einem hohen Verletzungsrisiko, da ein im Sitz angeschnalltes Kind dadurch am Vordersitz aufprallen würde. Der Sitz Cam Gara 0.1 (bis 18 Kilogramm 0+/1) schaffte mit der Note 4,0 gerade noch "ausreichend" und entspricht somit der gesetzlichen Mindestanforderung – aber auch nicht mehr.

Die übrigen Sitze übertreffen dieses Anforderungen deutlich, es gibt in jeder Kategorie und für jedes Alter gute Sitze. Welche das sind, sehen Sie in der Bildergalerie!

ADAC Kindersitztest 2015

In diesem Jahr hat der ADAC seine Testkriterien etwas hochgeschraubt.

Getestet wurden die Kindersitze aus allen Gewichtsklassen in den Kriterien Sicherheit, Bedienung & Ergonomie, Schadstoffprüfiung sowie Reinigung und Verarbeitung. Die Durchführung und Auswertung wurden laut ADAC dem Stand der Technik angepasst: neue Karosserie, neuer Crashtestdummy ("10-Jähriger"), neuer Seitenaufpralltest, Einbauprüfungen an aktuellen Fahrzeugmodellen. Die Bewertung sei so kritischer, die Empfehlungen aus den vergangenen Jahren (ab 2011) seien aber nach wie vor gültig.
Den richtigen Sitz finden: Zur Kindersitz-Kaufberatung
Wichtig für die Eltern: Die Kleinsten müssen bei jeder Fahrt im Sitz richtig gesichert sein. Vor dem Kauf sollte man sich unbedingt Bedienung und Einbau erklären lassen. Um Fehler beim Einbau zu vermeiden, muss die Bedienungsanleitung genau befolgt werden. Außerdem empfiehlt der ADAC, den Sitz vor dem Kauf im eigenen Fahrzeug auszuprobieren: Nicht jedes Produkt passt optimal in jedes Auto. Der Kindersitz muss sich stabil befestigen lassen und besonders auf den richtigen Gurtverlauf ist zu achten.

Autor: Maike Schade

Stichworte:

ADAC Stiftung Warentest

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