Audi A3: Vorschau — 09.11.2011
A3 zum Dritten
Der aktuelle Audi A3 verkauft sich auch nach gut acht Jahren noch blendend, trotzdem wird es 2012 Zeit für einen Nachfolger. Die Vorschau verrät erste Details zu Optik und Technik des Ingolstädter Kompakten.
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Das soll sich mit der dritten Generation allerdings gewaltig ändern. Wie? Eine Prise A6-Look hier, ein Hauch BMW-Modellstrategie dort, dazu noch der neu entwickelte modulare Querbaubasten, der ab 2012 die Basis für nahezu alle Volumenmodelle des Konzerns bilden soll. Optisch erinnert das Frontdesign – auch wenn die Scheinwerfer beim A3 nach innen deutlich spitzer zulaufen – an den erst kürzlich erschienenen A6, was dem kompakten Ingolstädter naturgemäß zu einem Prestigeschub verhilft. Dazu kommt Audis Single-Frame-Grill, der in seiner aktuellen Ausbaustufe mit Chromrand und abgeflachten oberen Ecken weitaus wuchtiger wirkt als bislang. Über Haube und Flanke werden künftig markante Sicken für mehr Profil im Gesamteindruck sorgen. Gerade der mächtig nach innen eingerückte Bereich zwischen Gürtellinie und Schweller verpasst dem dritten A3 fast schon eine vertikale Taillenform. Weiter in Richtung Heck fällt zuerst auf, dass die charakteristisch breite C-Säule kantiger als bislang daherkommt. Fiel das Dach anno 2003 noch in einer leichten Bogenform ab so senkt sich die Dachlinie des neuen A3 erst sanft, um dann mit einer harten Kante diagonal abzufallen. Darunter sitzen zweiteilige Heckleuchten, die weit in die Kofferraumklappe hineinragen und – analog zu den Frontleuchten – an der Innenseite spitz zulaufen. Durch die gerade Kante an der Oberseite wirken die Leuchten fast wie Tropfen, die an einer Schnur – in diesem Falle der Gürtellinie – entlanglaufen.
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Kommen wir zur Modellstrategie, und ja: Diese erinnert tatsächlich ein wenig an BMW – auch wenn die Audi-Marketingabteilung beim Lesen dieser Zeilen wahrscheinlich geschlossen in die nächstgelegene Tischplatte beißt. Vom ersten A3 gab es den Drei- und Fünftürer, der Typ 8P wurde mit Sportback (8PA) und Cabrio schon etwas vielfältiger, und in dritter Generation wird’s in Ingolstadt vogelwild. Neben den bereits angesprochenen A3 soll es den Audi auch als waschechtes Coupé und als Stufenheck geben. Und wo ist jetzt die Parallele zum Erzfeind BMW? Während Dreitürer und Sportback den normalen 1er ins Visier nehmen, werden Coupé und Cabrio etwas sportlicher ausgelegt und greifen die kommende 2er-Reihe an. Bleibt noch der Viertürer, mit dem Audi dieses Jahr in Genf für eine echte Überraschung sorgte. Mit dem Jetta hat VW die Stufe wieder ins Bewusstsein der Kompaktkundschaft gerückt, mit dem A3 will man die klassische Bauform nun auch wieder sexy machen. Dennoch dürfte klar sein: Der Rucksack-A3 kommt zwar auch zu uns, die primären Märkte sind aber die USA und Asien, denn hier steht die Stufe bei den Kunden nach wie vor hoch im Kurs.Technisch spielt der A3 einmal mehr den Vorreiter für die übrigen Kompaktvertreter des Hauses. Er darf als Erster jene Quermotorplattform unter dem zackig geschnittenen Kleidchen tragen, welche einige Zeit später auch den künftigen Generationen von Golf, Octavia oder Leon als Grundgerüst dient. Von Polo über A3 bis Superb oder Tiguan sollen künftig nahezu alle Volumenmodelle auf dieser höchst variablen Plattform sitzen und somit im großen Stil Produktionskosten sparen. Die große Frage ist nun: Welche Triebwerke sitzen auf der neuen Chassiskonstruktion? Klar, der Fokus liegt noch immer auf weniger Verbrauch, weniger CO2. TDI ist ein alter Hut, Downsizing haben wir auch schon hinter uns, da wird es Zeit für etwas Neues. Und die Lösung machen ausgerechnet die eben vorgestellten Luxustopmodelle S6, S7 und S8 vor. Deren Vierliter-V8 verfügt über eine Zylinderabschaltung, die innerhalb eines definierten Tourenbereichs vier Töpfe stilllegt. Nach eben diesem Prinzip wird im neuen A3 der 1,4-Liter-Turbobenziner mit rund 140 PS arbeiten. Bei geringer Last werden zwei Zylinder abgeschaltet und somit Sprit gespart.
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Auf der Dieselseite ist als Einstiegsmotor zudem ein Dreizylinder-TDI denkbar, die dann aber ein paar PS mehr haben dürfte als die beschaulichen 75 im Polo. Doch wie steht es um das Thema alternative Antriebe? Hier ist eine Erdgasvariante des 1.4 TSI in Planung, und mit Blick auf den US-Markt wird auch eine E85-Version mit 122 PS kommen. Was das Thema Hybridantrieb angeht, ist die Zukunft noch ungewiss, doch die Plug-in-Studie A3 e-tron zeigte auf der Auto Shanghai schon einmal, wo der Weg ab Ende 2013 hinführen könnte. Auch auf dem zukunftsweisenden Gebiet der Brennstoffzelle wird Audi nicht den Vorreiter spielen. Hier geht man kein unnötiges Risiko ein und wartet lieber ab, wie sich Markt und Nachfrage über die Jahre entwickeln. Dafür scheut man in Ingolstadt keine Mühen, dem A3 an allen Ecken und Enden einen Hauch Oberklasse mitzugeben. So spart der Kompaktbestseller auf technischer Seite mit seiner durchdachten Aluminium-Mischbauweise im Vergleich zum Vorgänger rund zehn Prozent Gewicht ein – ganz nach dem Strickmuster des A6. Dass sich dies auf der Waage nicht drastisch niederschlagen wird, liegt an diversen Sicherheits- und Komfortsystemen vom Park- und Spurhalteassistenten bis zum Abstandstempomaten und der obligatorischen Verkehrsschilderkennung.Somit hätten wir die Luxusklientel abgehakt, doch was ist mit den Käufern der ersten Stunde? Den jungen, den hippen, den Trendsettern? Die verarztet Audi mit umfangreichen Multimediafeatures, etwa einem integrierten WLAN-Hotspot, mit dem Notebook, iPad oder Smartphone auch im Auto pfeilschnell online sind. Gesteuert wird all dies über ein zentrales MMI-Bedienfeld, welches im zentralen Bereich des Drehreglers mit einem Touchpad aufgewertet werden kann. So wird eine gestengesteuerte Eingabe von Telefonnummern und Navi-Zielen möglich – und das alles in einem Kompakten. Oh schöne neue Welt, wir sind gespannt. Mehr zum Thema Audi gibt es in AUTO TEST 11/2011: Große Kaufberatung Audi A5. Dazu: Kauftipps zu gebrauchten Modellen der oberen Mittelklasse und Oberklasse. Unter anderem dabei: Audi A6 und A8. Und: Fahrbericht Audi A1 Clubsport quattro.
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Kommentare zum Artikel (155)
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@GAGAGA
Der neue A3 wird für den europäischen Markt und den USA usw. nach wie vor in Ingolstadt gebaut.
Es wird nur zusätzlich in China ein neues Werk für den dortigen Markt errichtet. Die Chinesen kaufen also den A3, der in China gefertigt wird.
Audi hat nämlich in Ingolstadt erst die neuen Fertigungshallen für die neue A3 Generation gebaut. Wenn man nämlich ein bisschen besser lesen würde, dann würde man auch wissen, dass die Werke in Ingolstadt und Neckarsulm ebenfalls weiter ausgebaut werden.
Gerade wurde auf der Audi homepage verkündet das der neue A3 komplett im neuen Chine Werk gebaut wird. hahaha. VW Regaltechnik made in china zum premiumpreis. hahaha. Daumen hoch !
Schick! ein dicker A1.
Ich freu mich schon auf den Performance-Vergleich: Audi R8 vs. BMW M1
ps: ich fahre zwar leidenschaftlich BMW (3er Touring 2010) jedoch muss ich eines los werden: Mein Traum wäre ein Nissan GT-R. halb so teuer und schneller als lambo/porsche/Audi R8 etc. Geil.
man sieht an der Stufeneckvariante des A3 die Handschrift von Walter da Silva. Wohl eine wehmütige Erinnerung an sein Meisterstück-den Alfa Romeo 156.
Als Stufenheck könnte es meiner werden, sehr schönes Auto.