Audi A4, Mercedes C-Klasse, VW Passat: Kombi-Vorschau

— 11.10.2012

Die neuen Kombis der Nation

2014 starten das neue Mercedes C-Klasse T-Modell und der nächste VW Passat Variant, 2015 führt Audi den Nachfolger des A4 Avant ein. Wir zeigen die Mittelklasse-Modelle schon heute.



Auf dem Weltmarkt spielen Kombis keine große Rolle mehr, sogar in Europa geht der Trend weiter zu Kleinwagen, Limousinen, Vans und SUV. Nur Deutschland ist nach wie vor eine Kombi-Nation wenn auch nicht in allen Segmenten. Unverändert beliebt sind die praktischen Fünftürer in der edlen Mittel- und Oberklasse. Audi A4 und A6, BMW 3er und 5er, Mercedes C-Klasse und E-Klasse werden in der Mehrzahl als Kombi geordert. Auch der VW Passat Variant gewinnt an Boden. Die Gründe: Zum einen macht VW auf dem langen Weg zum Premium-Hersteller Fortschritte, und zum anderen hält die Marke das Erfolgsmodell durch Derivate wie den Alltrack jung und frisch.

Audi A4 Avant fast schon ein Coupé

Das schräge Heck des A4 Avant erinnert an ein Coupé. Viel Platz ist offenbar nicht oberstes Ziel der Entwickler.

Der nächste A4 macht einen Design- Sprung. Der Singleframe- Grill bleibt zwar, aber die sechseckige Kühlermaske wird plastischer, die Unterteilung der Lamellen wirkt filigraner, für die Oberflächen werden neue Werkstoffe beschichtetes Metall oder strukturierter Kunststoff verwandt. Der B9 Avant so heißt die Baureihe intern will ein Lifestyle-Kombi sein. Dafür sprechen die schräge Heckscheibe, die den Kombi fast schon zum Coupé macht, und die markante Kofferraumklappe mit Abrisskante. Die Ingolstädter wollen für den neuen A4 ihr MMI-Bedienkonzept durch weniger Tasten optimieren, doch es bleibt beim zweiten Monitor in der Mitte des Armaturenträgers. Die klassischen Rundinstrumente weichen schon zum Serienanlauf des A4 Avant im Frühjahr 2015 einem frei programmierbaren Farbdisplay, das neben Tempo, Drehzahl und Tankinhalt alle wichtigen Infotainment-Funktionen abbildet. Der neue A4 bedient sich der ersten Version des modularen Längsbaukastens (MLBevo). Das evo-Kürzel steht für zukunftsweisende Antriebslösungen und ein neues Werkstoffkonzept. Durch den auf 20 Prozent erhöhten Alu-Anteil soll die Karosserie 100 Kilo leichter werden. Im S4 Avant kommt ein 340 PS starker Dreiliter-V6-Turbo zum Einsatz. Beim Plug-in-Hybriden setzt Audi im ersten Schritt auf den Zweiliter-Benziner mit 225 PS. Mittelfristig ist eine noch effizientere Technik mit elektrifizierter Hinterachse angedacht. Hier werden zwei Elektromaschinen tätig: ein rund 55 PS starkes Aggregat sowie ein über 80 PS starker Motor.
Die Motoren (Audi A4 Avant)
1.4 TFSI 143 PS/260 Nm
2.0 TFSI 177 PS/300 Nm
2.0 TFSI 225 PS/350 Nm
2.0 TDI 122 PS/270 Nm
2.0 TDI 150 PS/320 Nm
2.0 TDI 197 PS/400 Nm
3.0 TDI 218 PS/400 Nm
3.0 TDI 272 PS/600 Nm

Das C-Klasse T-Modell bleibt ein klassischer Kombi

Neu und doch bekannt: Das C-Klasse T-Modell bleibt sich treu, ist optisch keine Revolution.

Neue Architektur, neues Design, neue Technik der neue C-Klasse-Kombi kommt im September 2014 auf den Markt und ist ein wichtiger Baustein der nächsten C-Klasse- Reihe. Sie steht künftig auf vier Beinen: Limousine, Kombi, CLK Coupé und Cabrio. Dabei geht der neue C-Kombi stilistisch weit gehend auf Nummer sicher, wie unsere Zeichnungen zeigen. Der Grill steht zwecks besseren Fußgängerschutzes künftig aufrechter im Fahrtwind. Der Mercedes-Stern wird links und rechts nur von zwei Querstreben eingerahmt. Neben den Scheinwerfern leuchten LED-Blinker- und Tagfahrlicht. Das Heck trägt nun einen sauber integrierten Dachspoiler, erstmals zweigeteilte Rückleuchten und in den Stoßfänger eingebettete Auspuff- Endrohre. Rund 1900 Euro teurer als die Limousine wird das T-Modell. Im Preis enthalten: Dachreling, Trennnetz/Abdeckrollo, elektrisch zu betätigende Heckklappe, variabel umlegbare Rücksitze und diverse zusätzliche Staufächer. Das Gepäckraumvolumen dürfte von 485 auf 495 Liter zulegen damit rangiert die C-Klasse auf Augenhöhe mit dem neuen BMW 3er Touring. Nach der neuen S-Klasse, die 2013 kommt, ist die nächste C-Klasse der zweite Mercedes auf Basis der modularen Heckantriebsarchitektur (MRA). Ähnlich wie die MQB/MLB-Baukästen von VW spart diese Plattform Platz, Gewicht und Kosten. Das Baukastenprinzip beschränkt sich nicht auf Karosserie und Chassis. Auch Antrieb und Elektronik werden eingebunden. Das bedeutet mehr Sicherheit, Komfort und Effizienz. Mithilfe der neuen Assistenzsysteme marschiert auch dieser Mercedes ganz klar in Richtung teilautonomes Fahren. Die Bedienung erfolgt vermehrt durch Spracheingabe und Gestensteuerung. Die Motoren des neuen T sind überwiegend aufgeladene Vierzylinder (siehe Tabelle), die Automatik wird wohl künftig neun statt sieben Fahrstufen haben. Und das Angebot an 4Matic-Versionen will Mercedes weiter ausbauen.
Die Motoren (Mercedes C-Klasse T-Modell)
C 180 1,6 l 156 PS
C 200 2,0 l 184 PS
C 250 2,0 l 211 PS
C 300 2,0 l 252 PS
C 400 3,0 l/V6 333 PS
C 63 AMG 4,0 l 462 PS
C 220 CDI 2,2 l 170 PS
C 250 CDI 2,2 l 204 PS
C 300 CDI
Bluetec Hybrid
2,2 l 231 PS
C 400 CDI 3,0 l 258 PS

Der VW Passat Variant wird noch größer und sparsamer

Die neue Wolfsburger Eleganz: Der nächste Passat Variant wird gestreckter als bisher.

Die erklärten Ziele für den neuen Mittelklasse-Volkswagen: noch mehr Platz, stärkere und sparsamere Vierzylinder. Natürlich gibt es den neuen Passat wie gehabt als Limousine und CC, doch das große Geschäft erhofft sich VW wieder vom Variant, der hierzulande weit über die Hälfte aller Verkäufe auf sich vereint. Die Stärken des Volks-Kombi sind rasch aufgezählt: viel Raum, gute Qualität, ordentliche Fahreigenschaften, dicht gestaffeltes Modellangebot sowie im Vergleich zu Audi, BMW und Mercedes niedrige Kosten. Wie will VW das noch toppen? Mit der Umstellung auf den modularen Querbaukasten MQB, mit neuen Benzin- und Dieseltriebwerken, einen wächst der Radstand um fast zehn Zentimeter auf 2,80 Meter, zum anderen schafft das raumsparende MQB-Konzept mehr Kopf- und Beinfreiheit. Der Motor ist stärker nach hinten geneigt, die Vorderachse wandert dafür ein Stück nach vorn. Obwohl der hintere Überhang kürzer ausfällt, soll das über 600 Liter große Gepäckabteil voll erhalten bleiben. Ein weiterer MQB-Bonus ist das je nach Modell zwischen 70 und 105 Kilo geringere Gewicht. Allein der Wechsel zur neuen Motorengeneration spart über 20 Kilogramm. Gleichzeitig wird die Karosserie steifer und sicherer. Am Leistungsspektrum der Motoren ändert sich beim Modellwechsel nur wenig (siehe Tabelle links). Der 280 PS starke Vierzylinder ersetzt den VR6. Beide Biturbo-Aggregate werden serienmäßig mit dem 4Motion-Allradantrieb gekoppelt. Zum Mehrpreis von rund 10 000 Euro will VW für den neuen Variant auch einen Plug-in-Hybriden mit einer Systemleistung von knapp 200 PS anbieten. Dabei machen ein 150 PS starker 1,4-Liter-TSI-Motor und eine Elektromaschine mit 100 PS gemeinsame Sache.
Die Motoren (VW Passat Variant)
1.4 TSI 125 PS/200 Nm
1.4 TSI 150 PS/250 Nm
1.8 TSI 180 PS/300 Nm
2.0 TSI 220 PS/350 Nm
2.0 BiTSI 280 PS/400 Nm
1.6 TDI 110 PS/250 Nm
2.0 TDI 150 PS/320 Nm
2.0 TDI 184 PS/350 Nm
2.0 BiTDI 231 PS/600 Nm

Fazit

Alles neu in der Kombi-Klasse, und doch bleibt vieles beim Alten. So setzt der Nachfolger des A4 Avant verstärkt auf Sportlichkeit, Dynamik und viele Hightech-Zutaten. Die vierte Auflage des C-Klasse T-Modells kombiniert traditionelle Werte wie Komfort und Sicherheit mit innovativen Antrieben und einem etwas mutigeren Design. Der nächste Passat Variant wird dort noch besser, wo er schon heute gut ist und sieht dabei viel eleganter als bisher aus.

Autor: Georg Kacher

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