Audi A4: Vorschau
— 16.08.2011So kommt der neue Audi A4
Das Audi-Volumenmodell A4 kleidet sich für 2014 leicht und chic. Doch nicht nur die Optik gewinnt – dank Ultra, E-Tron und Connect ist Typ B9 auch technisch ein Leckerbissen.
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Eine zweitürige Limousine wie beim Urmodell wird es freilich nicht geben, denn im Gegensatz zu 1972, als Zweitürer noch preisgünstige Einstiegsmodelle waren, zahlt man heute für weniger Türen mehr Geld. Dementsprechend werden ab März 2015 die zweitürigen Edelvarianten A5 Coupé und Cabriolet nachgereicht. Ein Bezug zum Urmodell findet sich beim A4 dann aber doch noch: Auch der B9 wird, im Gegensatz zu den quermotorisierten A1, A2 und A3, wieder von längs installierten Triebwerken befeuert. Als architektonische Basis dient der weiterentwickelte modulare Längsbaukasten namens MLB Evo, der künftig für alle front- und allradgetriebenen Modelle vom A4 bis hoch zum Q7 (der übrigens 400 Kilo abspecken wird) und A8 herhält. Das flexible Baukastenkonzept ermöglicht zudem den A4 L mit verlängertem Radstand, der leider ausschließlich für asiatische Märkte wie China und Indien gebaut wird.
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MLB Evo kann aber noch mehr: Er bildet das konzeptionelle Fundament für die drei großen Audi-Systembausteine "Ultra", "ETron" und "Connect". Ultra steht für die Leichtbau-Ambitionen der Marke mit den vier Ringen. Da eine Vollaluminium-Spaceframe-Karosserie wie beim A8 den Preisrahmen des A4 sprengen würde, kommt, analog zum A6, ein Verbund aus hochfesten Stählen und Aluminium zum Einsatz. Wie beim A6 wird der Aluminiumanteil rund 20 Prozent betragen. Da der B9 zudem in den Außenmaßen nur geringfügig zulegt (innen aber deutlich mehr Platz bieten soll), ergibt sich gegenüber dem aktuellen Modell ein Gewichtsvorteil von 120 bis 150 Kilogramm. Hier verzahnt sich Ultra mit E-Tron: Geringes Gewicht ist die Grundvoraussetzung für effizienten Vortrieb. Dementsprechend ist der weiterentwickelte modulare Längsbaukasten von vornherein für die Integration alternativer Antriebe ausgelegt: Beschlossen ist ein Plug-in-Hybrid, dessen Elektromotor 30 bis 60 Kilometer weit die Hinterachse antreibt, bevor sich der Verbrennungsmotor einschaltet, der rein auf die Vorderachse wirkt. Bei diesem Parallelhybrid sorgt die Kombination beider Motoren bei Bedarf für einen Allradantrieb ohne mechanische Verbindung der Achsen, was Audi E-Quattro nennt.Für die konventionell motorisierten Quattro-Modelle halten die Bayern aber weiterhin am mechanischen Allradantrieb mit Kardanwelle fest. Ebenso beschlossene Sache ist eine TCNG-(Turbo Compressed Natural Gas-) Version, die synthetisch hergestelltes Erdgas klimaneutral verbrennt. Möglich wird das durch das Audi-Projekt "Balanced Mobility": Windkrafträder vor der niedersächsischen Küste liefern künftig den Strom, um per Elektrolyse aus Wasser Wasserstoff zu gewinnen. Damit lassen sich zum einen Brennstoffzellen-Autos betreiben, zum anderen kann aus Wasserstoff und Kohlendioxid (das eine Abfall-Biogasanlage beisteuert) Methan hergestellt werden. Das künstlich hergestellte Erdgas (im Audi-Jargon: E-Gas) setzt bei der Verbrennung im TCNG-Motor lediglich die Menge an CO2 frei, die es vorher gebunden hat. Der Erdgas-Turbomotor wird sein Debüt 2013 im A3 TCNG feiern.
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Beinahe klassisch muten da die TFSI- und TDI-Motoren an, bei denen es mittelfristig nur mehr zwei Grundaggregate geben soll: Zweiliter-Vierzylinder und Dreiliter-V6. Die TDI-Leistungsspanne reicht von 150 bis 300 PS, die komplett auf Turbo umgestellten Benzin-Direkteinspritzer leisten 150 bis 350 PS. Deutlich sparsamer werden die Motoren durch das serienmäßige Start-Stopp-System sowie ein effizientes Thermomanagement, das sich der Abwärme von Auspuff und Kühler bedient. Zudem werden die meisten Nebenaggregate elektrisch von einer Zusatzbatterie gespeist, die ihrerseits als Zwischenspeicher die rekuperierte Bremsenergie aufnimmt. So kann beim Ampelstopp die Klimaanlage weiterlaufen, obwohl der Motor steht. Und beim Gaswegnehmen im Fahrbetrieb schaltet sich das Triebwerk automatisch ab, der Wagen segelt emissionsfrei weiter, bis der Fahrer wieder Gas gibt.Das dritte Standbein der aktuellen Audi-Strategie lautet Connect und meint eine volle Vernetzung der (teilweise optionalen) Radar-, Ultraschall-, GPS- und videobasierten Assistenzsysteme auf der einen Seite, andererseits die Einbindung aller Funktionen eines Smartphones in das MMI-Bediensystem, das Ganze natürlich online erweiterbar. Die Flut der gebündelten Daten und Apps macht den A4 quasi zum fahrenden iPhone. Wirklich wichtige Informationen kann sich der Fahrer vom optionalen Head-up-Display in die Frontscheibe spiegeln lassen. Getreu der Top-down-Philosophie, wonach teure Technik aus den oberen Fahrzeugklassen nach unten durchsickert, bietet der A4 als erster Mittelklässler gegen Aufpreis Voll-LED-Scheinwerfer – die waren erstmals anno 2008 im R8 erhältlich. Nach Einführung der Limousine schiebt Audi peu à peu die zahlreichen Variationen des Themas A4 nach: Auf das A5 Coupé folgt im Frühjahr 2015 der A4 Avant samt seinem wie gewohnt etwas stämmiger auftretenden Allroad-Bruder. Zum Herbst dann der fünftürige Sportback mit Fließheck, Anfang 2016 das viersitzige Cabrio. Und auch sie werden technisch wie optisch gewinnen.
Das Audi A4-Dossier enthält viele Versionen, Ausstattungen, Motoren und alle Erfahrungen und Testergebnisse, die wir mit der Ingolstädter Mittelklasse in den vergangenen Jahren gesammelt haben. Jetzt als PDF downloaden.
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Kommentare zum Artikel (287)
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@ priusfan: Möchte gerne wissen, wo bzw. ob Sie seit 2007 irgendwo hiberniert haben?
@ Stern ! Ich dachte immer die elitäre Schicht ist nur so reich geworden weil sie intelligent ist. Aber da muss ich mich wohl getäuscht haben! Falls du es noch nicht mitbekommen hast: Apple wurde nur so bekannt, weil sein Gründer Steve Jobs dieses Produkt so schön anpreisen konnte. Was aber leider nicht heisst das die Technik auf dem heutigen Stand ist :-) Also lass dich bei Audi, BMW und wie die deutschen Firmen mit ihrer altertümlichen Dieseltechnik alle heissen nicht genauso verarschen, lol :-) Die können nur verleasen aber nicht verkaufen :-)
Aufgrund der Unklarheit, wie die Leasingrate eines Basis 3er BMW zu Stande kommt, anbei ein paar Internas: Beispiel: LP 30.000.- LZ 3Jahre LL 30.000km RW 10.000 EUR. LP minus 1/3 Rabatt = 20.000 EUR Einkaufspreis. EK minus RW (10.000) = 10.000 EUR zu finanzierende Summe. Ergibt auf 3 Jahre eine Dumping LR i.H.v. 278 EUR. Alles was darüber liegt steigert BMWs operatives Geschäft. Hierfür schon mal herzlichen Dank, liebe BMW-Fahrer. Bei Leasing-Rückgabe nehmen wir uns noch mal einen Tausenden (außer Sie knebeln sich wieder an BMW fest). Eine WinLose Situation.
Liebe Mitkonkurrenten aus München, bitte bedenken Sie, dass die elitäre Schicht unseres Landes keine Fahrzeuge in Erwägung zieht, die mit 32% unter Listenpreis abgegeben werden.
Noch ein Hinweis in eigener Sache: Hochwertige Qualitätspostings gibt es ab sofort von mir auch unter anderen Nicks. Freude am Lesen!
tja, du bist ja auch schon wieder im Dienst. Kohle für Benzin schon wieder alle, oder warum genießt du nicht die Freude am Fahren. Wenn ich dich bei ams richtig verstanden habe, sind fehlerhafte Teile bei BMW ausschließlich auf Zulieferer zurückzuführen. Ich wundere mich, das so eine Manufaktur wie BMW überhaupt Zulieferer hat. Und woher besitzt du dieses unglaubliche Detailwissen, um aus der Ferne festzustellen, das es sich hierbei um Zulieferteile handelt. Ich nehme mal an, falls bei anderen Herstellern Rückrufaktionen laufen, lässt du solche Argumente nicht gelten. Armer Fanboy.