BMW i3: Sitzprobe

BMW i3 ohne B-Säule BMW i3 Ladekabel BMW i3 Innenraum Cockpit

BMW i3: Sitzprobe

— 30.07.2013

So sitzt es sich im BMW i3

Karbonkarosserie, Elektroantrieb, radikales Design: Mit dem i3 macht BMW sich fit 
für die Zukunft. Was der Hightech-Kleinwagen wirklich drauf hat, zeigt unsere erste Sitzprobe.

Carbonkarosserie, Elektroantrieb, radikales Design – der i3 setzt neue Maßstäbe.

Sie könnten sich bei BMW auch ganz entspannt zurücklehnen. Der Hunger der Chinesen und Amis nach dicken Limousinen und SUVs beschert den Münchnern Rekordgewinne, der Vorsprung auf die Konkurrenten aus Ingolstadt und Stuttgart wächst seit Jahren. Aber auch dem größten Optimisten dürfte klar sein, dass dieses Geschäftsmodell endlich ist. Chinas Millionenmetropolen ersticken in Megastaus und Smog und selbst in Amerika ist die auto­mobile "Was kostet die Welt?"-Mentalität so langsam, aber sicher ein Auslaufmodell.

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Und so begann BMW bereits 2008 damit, sich Gedanken zu machen, wie die individuelle Mobilität in den Ballungszentren dieser Welt aussehen soll. Das Ergebnis ist der i3, ein radikaler Kleinwagen mit Karbonkarosserie, Elektroantrieb und futuristischem Design. Alles schön und gut wir bei AUTO BILD haben es aber gerne ein wenig handfester. Entscheidende Frage: Lohnt sich der enorme Aufwand, den BMW betrieben hat? Schließlich haben die Bayern laut Insidern rund drei Milliarden Euro in das Projekt investiert.

Der i3 ist mit einer Länge von 3,99 Metern rund 25 Zentimeter kürzer als ein VW Golf, aber 13 Zentimeter höher. Erstaunlich: Der BMW bietet trotzdem nicht weniger Platz. Durch den Verzicht auf einen Verbrennungsmotor samt Getriebe unter der vorderen Haube konnten die Ingenieure die Vorderachse weit nach vorn schieben. Entsprechend großzügig fällt das Platzangebot aus. Weder auf
 den vorderen Sitzen noch im Fond 
bietet ein VW Golf wesentlich mehr Platz. Eine reife Leistung.

Elektroautos 2013/2014

Selbst
 vier große Passagiere bekommen keine Platzprobleme. Und weil die Karbonkarosserie besonders steif ist, konnte BMW auf eine B-Säule verzichten; der Einstieg in den Fond gelingt so bequemer als in vielen Kompakten. Einzig der Kofferraum erfordert Zugeständnisse, der i3 bietet nur Platz für 260 Liter Gepäck. Einfache Erklärung: Unter dem Gepäckfach sind der Elektromotor sowie der für rund 5000 Euro Aufpreis lieferbare Zweizylinder­-Benziner, der als Reichweitenverlängerer dient, untergebracht.

Die Preise: Das kostet der BMW i3

Video: BMW i3

Weltpremiere

Im Vergleich zu anderen Autos erscheint der Innenraum des i3 wie aus einer anderen Zeit. Analoge Instrumente gibt es nicht, hinter dem kleinen Zweispeichenlenkrad zeigt ein Display alle wichtigen Informationen an. Wie gewohnt thront auf dem Cockpit ein weiterer Monitor für Navigation und Radio.

Viel Wert hat BMW-i-Chefdesigner Benoit Jacob auf die verwendeten 
Materialien gelegt. Der obere Teil des Armaturenträgers besteht aus einem Leichtbau­-Kunststoff, der verdächtig nach einer wiederverwendeten Spanplatte aussieht und tat­sächlich auch aus recyceltem Material besteht. Gegen Aufpreis sind eine Dekorfläche aus offenporigem Eukalyptusholz sowie Sitze aus natürlich behandeltem Leder und Wolle lieferbar.

Was aber wirklich erstaunt: Die Bayern haben dem Design nicht die Funktionalität geopfert. Alles lässt sich so leicht wie in jedem anderen BMW bedienen. Vor der Armlehne ist der iDrive-Controller untergebracht, mit dem sich alle wesentlichen Funktionen einfach steuern lassen.

Sitzprobe BMW i3

BMW i3 Elektro-Autos BMW i3 ohne B-Säule BMW i3 Ladekabel


Die Preise des BMW i3
Ausführung Getriebe Motor Peakleistung¹ Verbrauch
(kWh/100 km)
CO2-Emission²
(kombiniert, g/km)
Effizienzklasse Preis
i3 Automatik
Getriebe
stufenlos
E-Motor 170 PS 12,9 kWh 0 A+ 34.950,–
i3
(mit Range Extender)
Automatik
Getriebe
stufenlos
E-Motor
+ 2 Zylinder,
Benzinmotor
170 PS 13,5 kWh 13 A+ 39.450,–
¹⁾ Nennleistung 102 PS.
²⁾ Nutzung von Strom aus regenerativen Quellen vorausgesetzt.

Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Selten zuvor hat ein Hersteller ein so spannendes Auto wie den i3 zur Serienreife gebracht.  Ein mutiges Auto, aber mit einer hohen Funktionalität und herrlich skurrilem Charme. Sicher nichts für jedermann, den teuren BMW muss man sich leisten wollen.

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