BMW X5 xDrive 40e (2015): Fahrbericht

BMW X5 xDrive 40e BMW X5 xDrive 40e BMW X5 xDrive 40e

BMW X5 xDrive 40e (2015): Fahrbericht

— 23.06.2015

Flotte Ausfahrt im Öko-BMW

BMW erweitert die X5-Baureihe um einen Plug-in-Hybriden: Welche Fahrmodi der X5 xDrive 40e bereithält und wie er sich fährt, klärt unser Fahrbericht.

Im X5 xDrive 40e verbaut BMW erstmals in der X5-Baureihe einen Plug-in-Hybrid-Antrieb. Die Hybrid-Kombination besteht aus einem Vierzylinder-Benziner (245 PS) und einem 113 PS starken Elektromotor. Doch das Plus an E-Technik fordert im mindestens 68.400 Euro teuren X5 xDrive 40e seinen Tribut.
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Das Staufach unter dem Ladeboden fällt im X5 xDrive 40e weg, denn hier sitzt die Batterie. Der Ladeboden ist eben.

Und so hat der neuste X5 einen kleineren Kofferraum als seine Verbrenner-Brüder, weil die Neun-kWh-Batterie im Heckabteil des Plug-in-Bayern das Kofferraumvolumen auf 500 Liter (statt 650 Liter) verringert. Alle, die Ladeengpässe beim Möbelkauf befürchten, können sich jedoch entspannt zurücklehnen. Mit umgeklappten Sitzen stehen immer noch bis zu 1720 Liter (statt 1870 Liter) zur Verfügung. Der Rest des Plug-in-Hybrid-SUVs ist vertraut. Im geräumigen Cockpit findet man sich schnell zurecht. Alles ist typisch BMW – angefangen von den Favoritentasten bis hin zum intuitiv erreichbaren iDrive-Regler. Sichtbar ist auch das Bemühen der Münchener, die Wertigkeit des Cockpits zu verbessern. Das Unterfangen ist von Erfolg gekrönt: Die Passgenauigkeit der Bauteile gibt keinen Anlass zur Klage und Klavierlack-Applikationen hübschen die Mittelkonsole auf.

Mit Batteriekraft bis zu 120 km/h

Unter der Motorhaube arbeitet ein 245 PS starker Benziner mit vier Zylindern. Der E-Motor ist im Getriebe integriert.

Dort befindet sich auch der eDrive-Schalter. Mit ihm konditioniert man den Plug-in-Hybrid-X5 vor: Drei Modi stehen zur Auswahl. Bei "Max eDrive" kümmert sich der 113 PS Elektromotor mit seinem Drehmoment alleine um den Vortrieb des 2230 Kilogramm schweren SUVs. Das klappt in der Stadt hervorragend. Mit einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h lässt sich auch auf der Autobahn stromern, nur sind dann die Akkus schneller leer, als einem lieb ist. Die angegebene Maximal-Reichweite von 31 Kilometern ist ohnehin eher ein theoretischer Wert. Bei den ersten Testfahrten reichte die Kraft des Akkus immerhin vom einen Ende Münchens bis ans andere, also mehr als 20 Kilometer. Wenn die Energiespeicher leer sind, dauert es an der haushaltsüblichen Steckdose knapp vier Stunden, ehe der BMW X5 xDrive 40e volle Batterien hat. Wer eine BMW-Wallbox installiert hat, kann das in zwei Stunden und 45 Minuten erledigen.

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An der haushaltsüblichen Schuko-Steckdose dauert das vollständige Laden der Batterien rund vier Stunden.

Auf der Autobahn hilft der "Save Battery-Modus", die Akkus wieder zu laden beziehungsweise den Ladezustand zu halten, um in der Stadt möglichst wenig Sprit zu verbrauchen. Wer der Technik das Kommando über die Energie überlassen will, drückt auf "Auto eDrive". Dann greift der Verbrenner erst bei Geschwindigkeiten von mehr als 70 km/h ein – oder wenn es mit einem Kickdown besonders schnell voran gehen soll. Das Zusammenspiel zwischen E-Motor und Ottomotor ist den BMW-Ingenieuren hervorragend gelungen und läuft ohne spürbare Übergänge oder Ruckler ab. Ein echtes Highlight ist der Auto eDrive-Modus im Zusammenspiel mit dem Navigationssystem. Dann orientiert sich die Elektronik an der gewählten Route und fährt in der Stadt so viel wie möglich elektrisch und lädt die Batterien auf Autobahn-Etappen – alles automatisch. Außerdem werden die Verkehrslage und der Fahrstil des Lenkers ins Kalkül gezogen.
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Plug-in-Hybrid erst im X5, dann im 3er

BMW X5 xDrive 40e ist grundsätzlich etwas komfortabler ausgelegt – Zugeständnis an den US-amerikanischen- und den asiatischen Markt.

Die Lenkung gibt für BMW-Verhältnisse relativ wenig Rückmeldung und dass der BMW X5 xDrive 40e grundsätzlich etwas komfortabler ausgelegt ist, hilft der Querdynamik auch nicht zwangsläufig. Aber das ist der Kundschaft in Asien und den USA geschuldet. Per Druck auf den Fahrerlebnis-Schalter kann man den Weichspüler aus den X5-Kleidern schütteln. Bei den Fahrmodi "Sport" und "Sport Plus" ist der Rekuperationswiderstand am höchsten, um die harte Bremswirkung zu unterstützen. Mit der Systemleistung von 313 PS ist man in dem BMW X5 xDrive 40e flott unterwegs.

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Der E-Motor verleiht dem etwas lethargischen 245-PS-Vierzylinder einen Extra-Punch. In 6,8 Sekunden knackt der X5 mit der Kraft der zwei Herzen die 100-km/h-Marke. Die Höchstgeschwindigkeit des Plug-in-X5 liegt bei 210 km/h. Beim Test brauchte der BMW X5 xDrive 40e im Schnitt 10,8 Liter pro 100 km – das sind deutlich mehr als die schön gerechneten 3,3 Liter pro 100 km mit vollem Akku. Heißt, an den drehmomentstarken Sechszylinderdieseln führt nach wie vor kein Weg vorbei. Doch der BMW X5 xDrive 40e genießt bei BMW eine Vorreiterrolle. Das Plug-in-Hybridantriebsmodul bestehend aus 245 PS-Benziner und 113 PS Elektromotor wird später auch dem leichteren BMW 3er Beine machen – und das ziemlich flott, wie erste Testfahrten mit Prototypen bereits zeigten.

Autor: Wolfgang Gomoll

Stichworte:

SUV

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