Cabrio-Neuheiten bis 2014
Oben-ohne-Flair

Rund 1550 Stunden scheint in Deutschland pro Jahr die Sonne. Definitiv ein Grund, sich auf die Suche nach dem passenden Gefährt zu machen. Was die Cabrio-Zukunft bringt, verraten wir hier.
Bild: Lars Saeltzer, Larson
- Björn Marek
Warmer Fahrwind streichelt das Haupt, die Landschaft fliegt vorbei. Von oben erheitert die Sonne das Gemüt, von unten das eigene Cabriolet. Sie haben noch kein Oben-ohne-Automobil? Dann wird es höchste Zeit, darauf zu sparen! Insbesondere mit Blick auf den folgenden Artikel, in dem wir die Glaskugel beschwören und zeigen, welche lustvollen Sommer-Automobile uns in den nächsten Jahren erwarten. Audi könnte bis 2014 gleich vier neue Cabriolets ins Rennen um die Gunst der Käufer schicken. Als Kleinster im Quartett wäre da der offene A1, der nach dem bereits seit Marktstart erhältlichen Dreitürer zusammen mit einem Fünftürer das Karosserieportfolio erweitern und so neue Kunden generieren soll, nachdem der momentane A1-Absatz eher überschaubar hinter der Erwartungen geblieben ist.
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Emotional wird es in den kommenden Jahren auch bei BMW zugehen: Der seit einigen Jahren im Gespräch befindliche Z2 wird immer noch als Einstiegsroadster diskutiert. Vor allem leichte Werkstoffe sollen zu erlebnisreichen Fahrwerten führen. Als Serienversion erhältlich ist dagegen bereits ab 2012 der M-Ableger der neuen 6er-Baureihe, dann natürlich auch als Cabrioversion, ebenso ausgestattet mit dem zweifach turboaufgeladenen Achtzylinder unter der Haube. Einen Ausblick auf die Roadsterzukunft gab BMW auf dem diesjährigen Genfer Automobilsalon mit der Studie Vision Connected Drive. Das mit neuesten Technologien vollgepackte Konzept könnte einen weiteren Schritt in Richtung Cabrio-Topmodell bedeuten, dann vielleicht als Z10?
Honda setzt bei seinen Absatzambitionen weiterhin auf Umweltverträglichkeit, lässt mit dem CR-Z aber auch die optische Dynamik nicht außer Acht. Vom Coupé in einen Roadster verwandelt und angetrieben von einer Kombination aus Elektro- und Ottomotor, wird auch ein offener CR-Z Freunde finden. Nach der Übernahme von Jaguar durch den indischen Tata-Konzern nimmt die Zukunft der Edelmarke weiter sehenswerte Gestalt an. Bereits 2012 könnte der XE Roadster an den Start gehen – mit Aluminiumkarosserie und neuen V6-Motoren, natürlich auch mit Kompressoraufladung. McLaren ist seit 2010 mit dem Neukonstrukt MP4-12C in aller Munde. Beim sportlichen Supersport-Coupé aus Kohlefaser und Aluminium mit seinem Biturbo-V8 soll es aber bei Weitem nicht bleiben: 2013 könnte eine Spider-Variante folgen, natürlich ähnlich aufregend gezeichnet und motorisiert wie das geschlossene Vorbild. Für ordentlich Zugluft ist also gesorgt.
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Den Wind um die Ohren wehen lassen, kann man sich bald auch in zwei neuen Modellen aus dem Hause Mercedes. Bereits 2010 spulten Erlkönige des SLS Roadster unzählige Testkilometer ab. Der offene SLS wird (verständlicherweise) auf die Flügeltüren des Coupés verzichten müssen, dennoch aber mit gelungenen Proportionen und natürlich der gewohnten Überleistung (6,3-Liter-V8, 571 PS) an den Start gehen. Auf der IAA im September 2011 erlebt der SLS Roadster seine Publikumspremiere. Ein weiteres Cabriolet, dem eine Auffrischung bevorsteht, ist der luxuriös-sportliche SL. Die mittlerweile siebte Generation ähnelt künftig dem SLS, die dreieckigen Rückleuchten wachsen. Mit rund zehn Zentimetern mehr Radstand finden die beiden Insassen noch mehr Platz, vor der Witterung schützt wie bisher gewohnt ein versenkbares Hardtop (gegen Aufpreis mit einem Mittelteil aus Glas, das sich auf Knopfdruck elektrisch abtönen lässt). Angetrieben wird der für die erste Hälfte des Jahres 2012 erwartete SL von den bekannten V6- und V8-Motoren, auch zwei AMG-Versionen werden folgen.
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Pünktlich zur Cabrio-Saison 2012 stellt Mini einen flotten Zweisitzer in die Showrooms der Händler. Der Roadster verfügt über ein Stoffdach, am Heck sorgt ein elektrisch ausfahrender Spoiler für zusätzlichen Anpressdruck. Unter dem Blech bleibt motorenseitig alles wie gehabt. Neue Markenemotionen wecken und den Sportwagenbereich nach unten ausbauen könnte bei Hersteller Nissan eine Neuauflage des 200 SX – natürlich als luftiger Roadster. Entschieden scheint bis heute in der Chefetage nichts zu sein, gehofft werden aber darf dennoch. Bei Opel hingegen ist die Umsetzung eines neuen Cabriolets beschlossene Sache: Ab 2013 wird es mit verlängertem Heck zwischen Astra und Insignia positioniert, Hauptgegner sind Golf und Eos. Ein Stoffverdeck ist Pflicht, unter dem Blech arbeiten Benzindirekteinspritzer (bis 250 PS) und neue Diesel (bis 210 PS). Der endgültige Name ist noch nicht entschieden, denkbar wäre durchaus Calibra.
Freunde französischer Marken können sich bei Peugeot im Jahr 2013 auf gleich zwei neue Oben-ohne-Modelle freuen. Das Volumenmodell wird hier sicherlich der Nachfolger des gegenwärtigen 207, der dann als 208 CC auf Kundenfang gehen wird. Doch auch eine Roadster-Version des Sport-Coupés RCZ wäre sicherlich als Markteinführung in rund zwei Jahren denkbar. Porsche geht bereits 2012 mit überarbeiteten Cabrios an den Start: Die Volumenmodelle 911 und Boxster werden abgelöst, der 911 kommt technisch unter anderem mit einem größerem Radstand, der Boxster mit Turbo-Vierzylindern daher. Zudem will man 2014 mit einem kompakten Mittelmotor-Modell (angedachter Name 550) im Segment der kompakten Roadster à la Mazda MX-5 kontern. Die gleiche technische Basis wird auch Volkswagen für einen eigenen Mittelmotor-Roadster nutzen, natürlich mit markenindividueller Optik. Wer lieber vier Sitzplätze unter freiem Himmel sucht, kann 2012 immer noch zu New Beetle oder dem kleinen Lupo Cabriolet greifen. Denn mit Stoffkapuze und Dreizylindermotoren könnte auch der kleine Spross seine Renaissance erleben.
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