BMW ist im amerikanischen Motorsport bereits gut aufgestellt

DTM 2012

— 29.01.2012

DTM in den USA: BMW macht Druck

Warum die Gespräche zwischen DTM-Dachorganisation ITR und der amerikanischen Grand-Am so wichtig sind: BMW will sich weiterhin in den USA präsentieren

Die DTM wird in der Heimat mit einem veränderten Reglement neu aufgestellt. Audi, BMW und Mercedes bereiten ihre brandneuen Coupés in diesem Wochen mit zahlreichen Tests auf das Renndebüt Ende April vor. Während hierzulande noch an letzten Details des Regelwerkes gearbeitet wird, gehen die Gespräche mit den Verantwortlichen in Asien und Amerika weiter. Die DTM-Autos sollen schon bald in Japan und den USA rollen - das ist das große Ziel.

Mit den Japanern ist man offenbar schon gut auf Kurs. Die dortige Super-GT-Serie soll viele wichtige Passagen des DTM-Regelwerks übernehmen, auch einige Einheitsteile aus Europa werden wohl in Japan verbaut werden. Allerdings bestehen die japanischen Hersteller darauf, beim bisherigen 3,4-Liter-Motor zu bleiben. In der DTM wird weiterhin mit Vierliter-V8-Triebwerken gefahren. Die Gespräche mit den USA sind noch nicht ganz soweit fortgeschritten.

Das 24-Stunden-Rennen in Daytona an diesem Wochenende ist Treffpunkt der Motorsportprominenz aus aller Herren Länder. Diese Gelegenheit wird genutzt, um beispielsweise über das Thema DTM in den USA zu sprechen. "Für BMW kann ist sagen, dass wir die Idee von einer amerikanischen Serie mit DTM-Autos voll unterstützen", erklärt beispielsweise BMW Motorsportdirektor Jens Marquardt. "Wir machen Druck in diese Richtung."

Vor allem für BMW ist eine amerikanische DTM unter dem Dach der Grand-Am eine große Verlockung. Die Münchener waren zuletzt mit dem BMW M3 GT2 in der American-Le-Mans-Series (ALMS) sehr erfolgreich. Doch während BMW die Entwicklung auf Sparflamme weiterführt, geben andere Hersteller (beispielsweise Ferrari) noch Vollgas. Der BMW-Mannschaft um Teamchef Bobby Rahal drohen möglicherweise in der neuen Saison einige Niederlagen.

Eine amerikanische DTM käme BMW somit gerade recht. Das Einsatzteam RLL (Rahal-Letterman-Lanigan) hat viel Erfahrung gesammelt und genießt seitens des Herstellers vollstes Vertrauen, ebenso Turner aus der Grand-Am. Auch amerikanische Piloten sind unter Vertrag. Joey Hand, der für die Saison 2012 in der DTM bestätigt wurde, könnte wichtige Erkenntnisse mitbringen. Mercedes und Audi müssten - sollte Interesse an einem Schritt in die USA bestehen - solche Strukturen erst noch aufbauen. Klarer Vorteil für BMW also.

"Wir machen in den Gesprächen gute Fortschritte", erklärt Marquardt. "Alle Beteiligten geben ihr Bestes. Es gibt noch einige Dinge, die aussortiert werden müssen, aber ich bin guter Dinge, dass es in die richtige Richtung geht. Es braucht eben nur etwas Zeit." ITR-Chef Hans Werner Aufrecht hatte im Juli vergangenen Jahres davon gesprochen, schon 2012 mindestens ein Rennen in den USA austragen zu wollen. Aus diesem Plan wurde jedoch nichts.

Fotoquelle: ALMS

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