Mattias Ekström geht davon aus, dass das Überholen künftig noch schwieriger wird

DTM 2012

— 25.02.2012

Ekström: Großer Unterschied zwischen Audi A5 und A4

Mattias Ekström findet, dass sich die neuen DTM-Autos "eher wie ein GT" fährt - Rahel Frey fühlt sich im "bulligen" Audi A5 "etwas klein"

Das Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) startet in diesem Jahr mit komplett neuen Autos in die Saison. Nach Jahren des technischen Stillstands einigten sich die teilnehmenden Hersteller mit dem DRM-Vermarkter ITR auf ein neues Regelwerk, das einen weiteren Schritt weg vom klassischen Tourenwagen, hin zu einem prototypischen GT-Rennen bedeutete. Ein Ziel der Regeländerungen: Annäherung an den nordamerikanischen und japanischen Motorsport, um auch für dortige Hersteller und Rennserien interessant zu werden.

Nach den bisherigen Testfahrten, welche Audi, BMW und Mercedes-Benz mit ihren neuen Fahrzeugen in Vorbereitung auf die Saison 2012 durchgeführt haben, scheint sich tatsächlich ein Trend zum GT-Stil abzuzeichnen. Dies findet zumindest Audi-Werksfahrer Mattias Ekstöm. "Vom Chassis her ist der A5 ein großer Unterschied zum A4", sagte der Schwede mit Gespräch mit der 'Automobil Revue'. "Die Reifen, besonders die hinteren, sind deutlich breiter, deren Profil ist höher, daher schwingt das Auto eher wie ein GT."

Früher sei ein DTM-Auto präziser zu steuern gewesen. Jetzt sei alles etwas schwammiger. "Jeder, der ein Auto mit Ballonreifen fährt, weiß, wie sich das anfühlt", meint Ekström, dessen Markenkollegin Rahel Frey einen weiteren Unterschied bemerkt hat. "Das Auto wirkt bullig, ich fühle mich etwas klein darin. Man spürt das Gewicht", sagt die Schweizerin.

Doch der neue Audi A5 biete auch gewisse Vorteile gegenüber seinem Vorgänger. "Dank der Schaltwippen kann man sich mehr aufs Fahren konzentrieren, was es psychisch und physisch einfacher macht", findet Frey. Letztlich werden die 2012er-Autos in etwa genauso schnell sein wie die 2011er-Modelle, vermutet Ekström: "Die neuen DTM-Autos sind etwas schwerer, dafür haben sie breitere Reifen, sodass wir am Ende auf die gleichen Rundenzeiten wie 2011 kommen."

Insofern werde sich trotz der neuen Autos am Geschehen auf der Rennstrecke nicht allzu viel ändern, vermutet Ekström. "Die Leistungsdichte wird noch größer. Man hat nicht mehr viele Freiheiten, große Unterschiede in den Konzepten sind nicht mehr möglich. Das Qualifying wird der wichtigste Teil eines Wochenendes sein. Es ist wie in der Formel 1: Es geht um Abtrieb, Abtrieb, Abtrieb, das ist der Schlüssel und bringt die Rundenzeit."

"Ich habe die Befürchtung, dass Überholen noch schwieriger wird", fährt der zweimalige DTM-Champion fort. "Bei so geringen Zeitdifferenzen sucht man sich noch mehr Vorteile über die Aerodynamik. Doch in der Schlange kriegt nur der Vorderste saubere Luft, die Hinteren die dreckige. Um überholen zu können, müsste der Hintermann praktisch um zehn Prozent besser sein, und diese Chance ist ziemlich gering."

Fotoquelle: xpb.cc

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