Rahel Frey hat ihre Audi-Kollegen in ihrer Debütsaison überzeugt

DTM 2012

— 26.02.2012

Ekström: DTM für Frauen eine große Herausforderung

Für Mattias Ekström ist die DTM "das Schwierigste, was man sich als Frau im Motorsport antun kann" - Lob für die Leistungen von Teamkollegin Rahel Frey

Seit 2006 sind im Starterfeld der DTM ständig zwei Damen vertreten. Während Susie Wolff bei Mercedes bereits auf sechs Saisons zurückblicken kann, geht Rahel Frey bei Audi 2012 in ihre zweite Saison. Die Schweizerin kam 2011 für Katherine Legge ins Team, die seit 2008 für Audi gefahren war. Zuvor hatte zwei Jahre lang Vanina Ickx für die Ingolstädter ins Lenkrad gegriffen.

Obwohl Frey einen großen Erfahrungsrückstand aufzuholen hatte, war Audi mit ihrer Leistung sehr zufrieden. "Wer sich mit diesem Metier beschäftigt, weiß ihre Leistungen einzuordnen", erklärt Audi-Sprecher Jürgen Pippig im Gespräch mit der 'Automobil Revue.' "Sie hatte zwei Vorgängerinnen, bei denen man in der Nacht ein bisschen mehr reparieren und umbauen musste." Während Ickx und Legge des öfteren Rennen mit einer Kollision beendeten, sah die Schweizerin bei allen zehn Saisonrennen die Zielflagge.

Auch die Ergebnisse konnten Audi überzeugen. "Ihre direkt vergleichbare Konkurrentin Susie Stoddart (Anm. d. Red. mittlerweile Wolff) ist seit 2006 dabei, und doch bewegt sich Rahel schon nach einer Saison auf ihrem Niveau", stellt Pippig fest. Für Frey steht 2011 ein zwölfter Platz als bestes Ergebnis zu Buche, Wolff wurde einmal Elfte. "Mal ist die eine, mal die andere schneller. Das zeigt, dass sie in der DTM sehr gut angekommen ist", lautet Pippigs Fazit.

Mattias Ekström unterstreicht die enorme Herausforderung, welche die DTM darstellt. "Die DTM ist das Schwierigste, was man sich als Frau im Motorsport antun kann", sagt der Schwede ebenfalls in der 'Automobil Revue.' "Alle haben das gleiche Material, du hast viele Teamkollegen, deren Erfahrungsgrad unterschiedlich ist. Ich zähle mit elf Saisons ja zu den alten Hasen", so Ekström. Aufgrund der geringen Zeitunterschiede würden die Ergebnisse nicht immer das wahre Leistungsvermögen widerspiegeln.

"Im GT-Sport machen Differenzen von drei bis fünf Zehntelsekunden nicht so viel aus, aber in der DTM fällst du sofort von P1 auf P17, und dann denken alle, du taugst zu nichts", sagt der 33-Jährige. Generell hätten es Neueinsteiger in der DTM heute schwerer: "Rahel kam in der schwierigsten Zeit in die DTM. Als ich 2001 einstieg, gab es keine Testbeschränkung, ich hatte vorher 35 Testtage, heute kriegst du nur drei, wenn du Pech hast. So kommst du nur langsam voran", erklärt Ekström.

Marcel Fässler bestätigt diese Einschätzung: "Früher konnte man einen schlechten Tag haben, was sich nicht so dramatisch ausgewirkt hat. Wenn man mit drei Zehnteln Rückstand nicht mehr unter den ersten zehn ist, zeugt dies vom extrem hohen Niveau. Man muss einfach fehlerfrei bleiben. Ich glaube, Rahel hat das sehr gut hingekriegt." Daher steht auch für Audi-Sprecher Pippig fest: "Rahel fährt ganz sicher nicht bei uns, weil wir sie als PR-Lokomotive sehen, sondern aus sportlichen Gründen."

Fotoquelle: xpb.cc

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