Fahrzeugkonzept motio

Fahrzeugkonzept motio Fahrzeugkonzept motio

Fahrzeugkonzept motio

— 13.01.2011

Das will die neue Käufergeneration

Wenn man wissen will, was junge Leute von einem Auto erwarten, sollte man sie einfach fragen. Die Aachen University hat das getan – und die Wünsche auch gleich umgesetzt. Heraus kam das Fahrzeugkonzept motio.

Wie sieht Mobilität künftig aus? Was erwarten junge Menschen von einem Auto? Das wollte das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University wissen und hat im Rahmen des im Projekts "StudentCar" eine Marktstudie erstellt. Zur Freude der Hersteller und zum Nutzen der künftigen Kunden, denn wenn man seine Wünsche klar äußert, stehen die Chancen besser, dass sie auch erfüllt werden. Und so mussten die insgesamt 1200 teilnehmenden Schüler und Studenten im Alter zwischen 15 und 29 Jahren zunächst eine Menge Fragen beantworten. Etwa, was an heutigen Autos stört oder wie junge Menschen ihr Auto nutzen. Aber auch nach dem bevorzugten Fahrzeugtyp, dem Budget oder der nötigen Unkonventionalität fragten die Forscher. Auf diese Weise entstand eine Anforderungsliste als Grundlage für ein entsprechendes Fahrzeugkonzept. Die wichtigsten Stichpunkte: Individualität, Fahrfreude, Sicherheit, Effizienz und Flexibilität. Dass man für die Jugend das Rad offenbar nicht neu erfinden muss, war ebenfalls ein wichtiger Erkenntnisgewinn. Auf dem Wunschzettel stand ein grundlegend konventionelles Fahrzeugkonzept mit innovativen Details.

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Als Upgrade steht für den motio eine Hybrid-Option zur Verfügung, bei der ein 30 kW-E-Motor an die Hinterachse angekoppelt werden kann.

Das Ergebnis aller Mühen hört auf den Namen motio und bündelt die gewonnenen Erkenntnisse unter seinem leichten Kunststoffkleid. Das komplett neu entwickelte Fahrzeugkonzept ist 3,9 Meter lang, 1,7 Meter breit und 1,4 Meter hoch. Sein Radstand liegt bei 2,7 Metern. Für Bewegung sorgt im frontgetriebenen motio ein Einliter-Dreizylinder-Benziners mit integriertem Starter-Generator. Kombiniert wird das Aggregat mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Als Upgrade steht eine Hybrid-Option zur Verfügung, bei der ein 30 kW-Elektromotor an die Hinterachse angekoppelt werden kann. Mit seinen 1000 Kilo Leergewicht beschleunigt der motio in 14,5 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei 160 km/h liegen, die Reichweite bei 400 Kilometern. Rein elektrisch bewältigt der motio 20 Kilometer. 4,9 Liter soll das Youngster-Auto im konventionellen Betrieb verbrauchen, als Hybrid 4,2 Liter.

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Der Innenraum ist modular gestaltet. Die Anzahl der Sitze sowie deren Anordnung ist frei konfigurierbar.

Der Innenraum ist modular gestaltet. Ausstattungselemente können vor und nach dem Kauf ergänzt oder aufgerüstet werden. Sogar die Anzahl der Sitze und auch deren Anordnung ist frei konfigurierbar. Auch das Display der Bedieneinheit ist personalisierbar. Die Instrumente sind in einer Kombination aus analogem Tachometer und einem Touch-Screen vorgesehen. Bei Bedarf ist es möglich, neben einem Navi nachträglich auch einen Fahrgemeinschaftsorganisator oder soziale Netzwerk-Funktionen zu integrieren. Da das Thema Sicherheit der jungen Zielgruppe am Herzen liegt, geht der motio hier über die übliche Grundversorgung hinaus. Zahlreiche Airbags und aktive Sicherheitsmaßnahmen stehen zur Verfügung. Darüber hinaus ist durch die großen Glasflächen eine gute Übersicht gewährleistet.

Selbstverständlich ist auch die äußere Erscheinung wichtig. Schließlich möchte man sich über sein Auto auch ausdrücken können. Das funktioniert beim motio in ungewöhnlich prägnanter Weise, denn über die Tagfahr-LEDs kann die derzeitige Stimmung des Fahrers angezeigt werden. Auch beim Thema Farbe ist Individualität angesagt. Zwar wird es den motio zunächst nur in weiß geben, für das Dach und die Motorhaube stehen allerdings mehrere Farbtöne zur Verfügung. Die übrige Farbgestaltung erfolgt über Folien, die vorgefertigt gekauft oder individuell gestaltet werden können. Der Preis liegt bei studentenfreundlichen 9900 Euro. Geplant ist ein Produktionsvolumen von 60.000 Einheiten.

Autor: Stephanie Kriebel

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