Fiat 500X (2015): Fahrbericht

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Fiat 500X (2015): Fahrbericht

— 12.11.2014

Erste Fahrt im 500er-SUV

Mit dem 500X will Fiat im Crossover-Segment punkten. Das Italo-SUV auf Jeep-Renegade-Basis kommt wahlweise mit Front- oder Allradantrieb. Erster Fahrbericht!

Video: Fiat 500X (2014)

Neues Fiat 500-SUV

Was passiert, wenn man einen Opel Mokka oder Renault Captur mit einem Fiat 500 kreuzt? So entsteht der 500X, der weit mehr darstellt als nur ein Kompakt-SUV mit den typischen Kulleraugen. Ab Frühjahr 2015 werden wir feststellen, dass so ein Hochsitz im Golf-Format wirklich gefehlt hat: ein schicker Italiener mit modernem Antrieb und der einen oder anderen modischen Verrücktheit. Oder wer konnte sich bislang vorstellen, so ein Auto mit den rot-weiß-grünen Streifen der Trikolore zu erleben? Dieses Extra kommt, garantiert, weil der 500X schon jetzt ganz auf der Welle des erfolgreichen Kleinwagen surft. Außen das vertraute Gesicht mit Augen und Schnurrbart, innen Cockpitstreifen in Wagenfarbe und leider auch die kurzen Sitzchen. Die stören weniger, weil man gut acht Zentimeter höher hockt und die Sitzposition sich den unterschiedlichsten Figuren anpasst. Die fühlen sich wie auf dem Thron, ein wenig entrückt – darin liegt das Erfolgs-Geheimnis dieser neuen Autogattung.

Fiat 500X: Sitzprobe auf dem Autosalon Paris 2014

Vorne gibt es reichlich Platz, hinten wird's eng

Beim Fiat 500X kann der Kunde zwischen Front- und Allradantrieb wählen.

Schön, dass Fiat sein Thrönchen mit soliden Alltagsqualitäten auskleidet, die schnell erzählt sind. Der 500X bietet reichlich Ablagen, die Bedienung bereitet keine Probleme. Und das neue UConnect-Infotainment hält mit der Konkurrenz mit. Vorne gibt es reichlich Platz, auf der Rückbank wird es schon enger, und im Kofferraum schlucken andere bei umgelegter Bank eine Tasche mehr – hier kostet die coupéartige Dachform halt ein paar unwichtige Liter.

Der 140-PS-Turbobenziner gefällt

Gut abgestimmt: Der 500X schluckt auch bösere Löcher, poltert aber gerne mal mit den Achsen.

Viel wichtiger, dass die Italiener ihrem Neuling ein umgängliches Wesen mit auf den Weg geben. Die Lenkung arbeitet so leichtgängig, dass man sie schnell vergisst, auch die Federung vermeidet die sportliche Härte, die manche SUVs wählen, um ihren Aufbau im Zaum zu halten. So schluckt der 500X auch bösere Löcher, poltert dabei jedoch gerne mal mit den Achsen. Glanzstück sind die neuen Motoren, die Fiat sich mit dem baugleichen Jeep Renegade teilt. Der drehfeudige 1,4-Liter-Turbobenziner gefällt mit 140 PS und seiner leisen Power, die auf der Autobahn trotz des hohen Aufbaus für Spitze 190 reicht (0-100 in 9,8 Sekunden, 6,0 Liter Normverbrauch). Damit kostet der 500X in der Basisversion "Pop" rund 21.500 Euro. Exakte Preise und Ausstattung kann Fiat noch nicht nennen.

Crossover Zukunft bis 2020

Audi RS Q3  Illustration BMW X1 Infiniti QX30 Concept
Technische Vielfalt

Vorne gibt es im Italo-SUV reichlich Platz, auf der Rückbank wird es schon enger.

Wer den hohen Verbrauch des Turbo auf der Autobahn vermeiden will, wählt den 120 PS-Diesel. Eine echte Überraschung, wie sanft und nachdrücklich der 1,6-Liter den kleinen Brocken anschiebt (0-100 in 10,5 Sekunden, 186 km/Spitze, Normverbrauch: 4,1 Liter/100 km). Mit seiner stillen Effizienz passt der Diesel hervorragend zum problemlosen Charakter des 500X, kostet dafür auch schon 22.900 Euro. Fiat bietet eine erstaunliche Vielfalt moderner Antriebe, der Kunde kann wählen zwischen Front- und Allradantrieb, sieben Motoren, Schalt- und Doppelkupplungsgetriebe sowie einer Neungang-Automatik, die schon im Renegade mit hohem Fahrkomfort auffiel. Ganz billig wird das Vergnügen sicher nicht, wie beim 500er sind die Extras ebenso teuer wie verführerisch. Es gibt fünf Ausstattungen, zwölf Lackfarben, unzählige Räder und bald sicher modische Sonderserien. Eine rollende Handtasche – den Damen wird's gefallen.

Autor: Joachim Staat

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