Ford Fiesta ST: Fahrbericht

— 14.03.2013

So fährt der Fiesta ST

182 PS treffen im Ford Fiesta ST auf 1160 Kilo Leergewicht, das garantiert Spaß pur. Fahrbericht zur Ausfahrt im feuerroten Spielmobil.



Der Ford Fiesta ST hat bereits reichlich Tradition. Jetzt kommt er im neuen Gewand daher. Damit der kleiner Kölner auch mit der Konkurrenz Corsa OPC und VW Polo GTI mithalten kann, hat der Sport-Fiesta 182 PS und damit zwei Pferde mehr unter der Haube als der GTI, aber zehn weniger als der Corsa OPC. Sobald man sich über feste Sitzwangen in das Recaro-Gestühl einsortiert hat, und den Start-Knopf drückt, ist klar: Hier will einer richtig Alarm machen. Der 1,6-Liter-EcoBoost-Motor grummelt und dreht freudig hoch bis 6500 Touren, dann brummt er wie ein Bär nach dem Winterschlaf. Traktionsprobleme hat der Kölner trotz feuchter Strecke kaum. Erstaunlich, wenn 240 Newtonmeter an der Vorderachse zerren.

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Den Fiesta ST ziert eine modifizierte Heckschürze mit Diffusoreinatz und großem Doppelrohr-Auspuff.

Das Sechsgang-Getriebe ist knackig-kurz abgestimmt, eine Schaltanzeige soll Spritsparen helfen. Ford nennt die Abstimmung alltagstauglich, aber der Fiesta ST ist eine Fahrmaschine, deren Stoßdämpfer einen deftigen Mix zwischen Stoßen und Dämpfen bereithalten. Bei Bodenwellen macht der ST im wahrsten Sinn des Wortes die Welle, komfortabel geht anders. Ein Polo GTI geht da wesentlich moderater zur Sache. Die Lenkung in Fiesta ist herrlich direkt, kurvige Landstraßen sind sein Revier. Der Tacho reicht optimistisch bis Tempo 260, die echte Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h nimmt man dem Rennzwerg schnell ab. 6,9 Sekunden vergehen bis Tempo 100, damit ist der Ford exakt auf Augenhöhe mit dem Polo GTI. Der Norm-Verbrauch von 5,9 Litern auf 100 Kilometer (20 Prozent weniger als der 32 PS schwächere Vorgänger) klingt fantastisch, bei der Ausfahrt in der Lüneburger Heide genehmigte sich der ST neun Liter bei zügiger Gangart.

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Die Recaro-Sportsitze sind Serie, mit Lederrand kosten sie 1000 Euro Aufpreis.

Die Optik des Fiesta hat Ford nachgeschärft: Der trapezförmige Grill trägt eine Wabengitterstruktur mit ST-Emblem, die Seitenschweller fallen ebenso ins Auge wie die modifizierte Heckschürze mit Diffusoreinatz und großem Doppelrohr-Auspuff. Die Radkästen sind ausgestellt und beherrbergen 17-Zoll-Aluräder im Fünfspeichen-Design, dazu ist das Fahrwerk des ST 15 Millimeter näher an den Asphalt gerückt.

Ford Fiesta (2013) Fahrbericht

Ford Fiesta (2013) Ford Fiesta (2013) Ford Fiesta (2013)
Innen profitiert der ST vom Facelift des Serienmodells, die Kunststoffe sind wertiger als zuvor, die Zentrale des Armaturenträgers ist neu und immer noch mit reichlich Knöpfen am Sony-Radio bestückt. Die Bedienung für die Klimaanlage liegt zu tief. Die Preise beginnen bei 19.990 Euro, mit dem sogenannten "Leder-Sport-Paket" (inklusive Recaro-Sportsitze mit Seitenwangen aus Leder) werden 1000 Euro mehr fällig. Das ist ein fairer Kurs. Ein Polo GTI kostet fast 3000 Euro mehr, hat dafür aber auch ein DSG-Getriebe an Bord. Wer einen echten Sportler bewegen will, ist mit dem Ford besser bedient.

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