Herstellerangabe gegen Testverbrauch, Teil II
Die Kleinen schlucken viel mehr

Im zweiten Teil des Verbrauchs-Rankings stehen Klein- und Kompaktwagen mit Benziner im Fokus. Die Überraschung: Einige Modelle liegen mehr als 36 Prozent über der Herstellerangabe.
- Jan Kretzmann
Nicht nur dicke SUVs und Luxusschlitten untertreiben beim Verbrauch, auch die Kleinen schlucken deutlich mehr, als die Hersteller uns versprechen. Pikant: Gerade vermeintliche Spritspar-Vehikel wie der Honda Insight und der Toyota Prius schauten deutlich tiefer ins Glas, als vom Hersteller angegeben. Auch der Öko-Golf mit 1,2-Liter-TSI und Bluemotion-Paket pichelte im Test statt der von VW versprochenen 5,2 Liter ganze 6,9 Liter Super weg, das sind satte 32,7 Prozent Mehrverbrauch. Es geht aber auch anders: Der Dacia Sandero lag mit 7,1 Litern im Test nur 1,4 Prozent über der Herstellerangabe – vorbildlich. Schluckt Ihr Auto zuviel? In der Bildergalerie zeigt autobild.de, welche Modelle im Test am stärksten von den Herstellerangaben abwichen. Im nächsten Teil unseres Verbrauchs-Rankings folgen dann die kleinen Diesel.
Teil 1: Die 100 größten Verbrauchs-Abweichler

Bild: Toni Bader
So messen die Hersteller ihre Verbrauchswerte

Bild: Werk
Maßgebend für die Rangliste in der Bildergalerie ist die jeweilige Differenz zwischen Testverbrauch und ECE-Verbrauchsangabe zum Testzeitpunkt. ECE-Werte können sich im Laufe eines Modellzyklus' durch technische Modifikationen am Fahrzeug ändern.
Fazit von Jan Kretzmann
Wer sich für einen modernen Kleinwagen entscheidet, will mit niedrigem Verbrauch punkten und an der Tankstelle sparen. Dumm nur, wenn die vom Hersteller angegebenen Werte trotz kleinem Hubraum und wenig Gewicht großzügig überschritten werden. Gerade die kleinen Turbobenziner verlangen nach einem äußerst behutsamen Gasfuß – sonst werden sie zu hemmungslosen Säufern. Ebenfalls ärgerlich: Wer in teure Hybrid-Technik investiert, erwirbt damit noch lange keine Lizenz zum Spritsparen. Denn auf der Autobahn nützt die Elektro-Unterstützung wenig, hier muss der Benziner die meiste Arbeit verrichten und obendrein auch noch das Gewicht der Akkus schleppen. Die im Prüflabor ermittelten ECE-Werte taugen also auch hier lediglich als Vergleichswert – mit der Realität haben sie im Alltagsbetrieb wenig gemeinsam.
Fazit
Wer sich für einen modernen Kleinwagen entscheidet, will mit niedrigem Verbrauch punkten und an der Tankstelle sparen. Dumm nur, wenn die vom Hersteller angegebenen Werte trotz kleinem Hubraum und wenig Gewicht großzügig überschritten werden. Gerade die kleinen Turbobenziner verlangen nach einem äußerst behutsamen Gasfuß – sonst werden sie zu hemmungslosen Säufern. Ebenfalls ärgerlich: Wer in teure Hybrid-Technik investiert, erwirbt damit noch lange keine Lizenz zum Spritsparen. Denn auf der Autobahn nützt die Elektro-Unterstützung wenig, hier muss der Benziner die meiste Arbeit verrichten und obendrein auch noch das Gewicht der Akkus schleppen. Die im Prüflabor ermittelten ECE-Werte taugen also auch hier lediglich als Vergleichswert – mit der Realität haben sie im Alltagsbetrieb wenig gemeinsam.
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