Honda HR-V Test (2015): Fahrbericht

Honda HR-V (2015): Fahrbericht

— 30.06.2015

Hondas Tausendsassa

Mit dem HR-V greift Honda das Segment der kleinen SUVs an. Überzeugen soll der kleine Crossover durch Vielseitigkeit. Ob das gelingt, klärt der erste Fahrbericht.

2015 soll ein Wendejahr für Honda werden. Ein Prozent Marktanteil in Deutschland haben die Japaner derzeit – da geht mehr. Deshalb feiert Honda ein Neuheiten-Feuerwerk ab: Der neue Jazz, der frisch renovierte CR-V, der Civic Type R und der NSX sollen die Verkäufe kräftig ankurbeln. Einen wichtigen Beitrag zur Absatzsteigerung soll aber auch der brandneue HR-V leisten. In Japan und den USA ist das kleine SUV bereits auf den Markt. Jetzt schickt Honda den kleinen Crossover ins Rennen gegen Opel Mokka und Co.
Alle News und Tests zu Honda

Das Fahrwerk hält die Balance zwischen sportlich-hart und komfortabel.

Beim Außendesign stand ganz klar die Dynamik im Vordergrund. Sportliche Schürze und schnittige Scheinwerfer im Stil des neuen Honda-Marken-Gesichts – das Front-Styling gefällt auf Anhieb. Von der Seite macht der HR-V auf Coupé. Die hinteren Türgriffe sind gut versteckt und gaukeln so einen Zweitürer vor. Die Fensterlinie läuft ab der B-Säule in einem runden Schwung zum Heck. Die Dachlinie verläuft deutlich horizontaler. Der Vorteil: Anders als beispielsweise im BMW X4 bleibt selbst Fondpassagieren jenseits der 1,80 Meter ein paar Zentimeter Luft über dem Scheitel.

Dank Magic Seats kommen selbst Zimmerpalmen stehend unter

Die "Magic Seats" lassen sich nach oben klappen – so entsteht Platz für hohe Gegenstände.

Luftig geht es generell zu im Innenraum. Fahrer und Beifahrer genießen in alle Himelsrichtungen viel Platz. Und dank des zentral unter den vorderen Sitzen platzierten Kraftstofftanks schluckt der HR-V auch Gepäck wie ein Großer. Die ungewöhnliche Position des Tanks ermöglicht den Einsatz der sogenannten Magic-Seats, die sich wie Kinositze hochklappen lassen. So kommen hier selbst sperrige Gegenstände wie große Topfpflanzen leicht unter. Der Kofferraum schluckt in dieser Klasse sehr gute 453 Liter. Sind die Sitze umgeklappt, gehen 1026 Liter rein, die umlegbare Beifahrerlehne ermoglicht zudem das Verstauen sehr langer Gegenstände.

Honda CR-V (2015): Fahrbericht

Honda CR-V (2015) Honda CR-V (2015) Honda CR-V (2015)
Leichte Schwächen leistet sich der HR-V bei der Materialanmutung. Die Oberseite des Armaturenträgers offenbart viel Hartplastik, das Cockpit an sich wirkt aber gut verarbeitet. Große Teile wie die Armauflagen der Türtafeln und die Seitenverkleidungen um die Mittelkonsole sind mit Kunstleder bezogen. Auch die großen, gemütlichen Sitze mit flauschigen Mittelbahnen machen einen guten Eindruck.

120 PS, gute Fahrleistungen, wenig Verbrauch

Gefälliges Cockpit mit großem Touchscreen und breiter Lüftungsleiste für den Beifahrer.

Unser Testexemplar hat den bekannten 1,6 Liter großen i-DTEC-Diesel an Bord, der schon im größeren CR-V eine ausreichende Antriebsoption darstellt. So wundert es nicht, dass der Motor – stets gekoppelt an ein Sechsgang-Getriebe – mit dem kleineren und etwa 1,4 Tonnen schweren HR-V noch besser zurechtkommt. Beim Ausdrehen klingt der nur 120 PS starke Motor zwar etwas rasselig, doch hohe Drehzahlen muss man dem Aggregat dank satten 300 Newtonmetern Drehmoment nie antun. Und auch beim Beschleunigen in höheren Geschwindigkeitsbereichen wirkt der HR-V mit dem Selbstzünder gut versorgt. Das liegt auch an der ausgefeilten Aerodynamik, zu der auch der verkleidete Unterboden beiträgt. In puncto Verbrauch soll der HR-V die Rolle des Klassenprimus spielen. Nur vier Liter Diesel wurden laut Hersteller nach NEFZ ermittelt.

Honda HR-V (Autosalon Genf 2015): Vorstellung

Honda HR-V Honda HR-V Honda HR-V
Beim Fahrwerk hat sich Honda um einen Kompromiss aus Dynamik und Komfort bemüht. Und der scheint gelungen. Selbst die zerfurchtesten Asphaltpisten auf der Teststrecke rund um Lissabon bringen den HR-V nicht aus der Fassung. Klar gibt es sanftere Zeitgenossen, doch dafür fühlt sich das Mini-SUV nicht geqält an, wenn man es auf kurvenreicher Strecke mal schneller angehen lässt. Auch die sportlich ausgeformten Sitze spielen hier mit. Die Bremse rundet dank des klaren Druckpunktes und ihrer guten Dosierbarkeit den Spaß ab.

Der Diesel kostet ab 22.450 Euro

Der Benziner (130 PS) startet bei 19.990 Euro, der Diesel kostet mindestens 22.450 Euro. Ab September 2015 steht der HR-V beim Händler.
Autor:

Fazit

Im hart umkämpften Segment der kleinen SUVs hat der Honda HR-V gute Chancen, erfolgreich zu werden. Er sieht gut aus, ist sehr variabel und fährt dazu auch noch bequem und sparsam.

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.