Kia Optima Sportswagon Plug-in-Hybrid (2018): Fahrbericht

Kia Optima Sportswagon Plug-in-Hybrid (2017): Test

Kia Optima Sportswagon Plug-in-Hybrid (2017): Test

— 31.08.2017

Der Kombi fürs gute Gewissen

Kia hat schon relativ viele Elektro- und Hybridautos im Angebot. Nun bekommt auch der Mittelklassekombi Optima Sportswagon elektrische Unterstützung. Fahrbericht!

Alle reden von Elektroautos. Gut, wenn man schon ein paar Modelle im Programm hat. So wie Kia, die in Deutschland mit Soul EV, Niro und Optima bereits mit Voll- und Plug-in-Hybriden unterwegs sind. Wobei die Koreaner natürlich wissen, dass sie mit 5,4 Prozent Zulassungsanteil noch nicht die Welt vor dem Abgastod retten. Doch bis 2020 wollen sie immerhin 14 neue Öko-Modelle auf den Markt bringen, mit Batterie und Brennstoffzelle angetrieben, sowie neun Hybride, vier davon als Plug-in. Neueste Variante der Öko-Offensive ist der Optima Sportwagon Plug-in Hybrid.

Elektrische Reichweite laut Kia: 62 Kilometer

Die Ladesteckdose des Optima befindet sich hinter den Vorderrädern.

Der Kombi mit Stecker mixt einen 156-PS-Benziner und 68-PS-Elektromotor zu 205 PS Systemleistung und soll mit der zurzeit leistungsstärksten Lithium-Ionen-Batterie (11,3 kW/h) im Mittelklassesegment auf eine elektrische Reichweite von 62 Kilometer kommen. AUTO BILD hat es ausprobiert. Abgesehen vom aktiven Kühlergrill, der für eine bessere Aerodynamik nur bei Bedarf öffnet und der Ladeklappe am linken Kotflügel, ist vom Öko-Antrieb des 4,86 Meter langen Optima Sportswagon nichts zu sehen. Auch im Cockpit ist alles wie gewohnt übersichtlich und hochwertig verarbeitet. Man muss weder auf Komfort noch Kofferraum verzichten, der trotz fettem Batteriepack in der Reserveradmulde 440 bis 1574 Liter fasst

Elektrische Reichweite im AUTO BILD-Test: 60 Kilometer

Passt! Am Ende der Testrunde reichte der Saft für knapp 60 Kilometer.

Am Start, der wie bei Elektro-Autos üblich lediglich aus einem Systemcheck besteht, zeigt der Akku volle Leistung. Mit lautlosem Schwung schiebt der immerhin mehr als 1,8 Tonnen schwere Kombi nach vorne. Bis Tempo 120 fährt er rein elektrisch – immer vorausgesetzt, man latscht nicht voll aufs Pedal. Dann ist auch der Übergang in den Verbrennerbetrieb kaum zu spüren. Ebenso wenig wie die Gangwechsel der serienmäßigen 6-Stufen-Automatik. Beinahe laut- und abgaslos sowie mit sauberem Gewissen schwimmt es sich so flott und bequem im Meer der bösen Diesel- und Benziner-Stinker durchs städtische Stop-and-go und auf der Landstraße. Nur bei starker Beschleunigung oder wenn es auf der Autobahn zur Sache geht, springt der 156-PS-Benziner dem 68-PS-Elektromotor bei. Am Ende unserer Testrunde reichte der Saft für knapp 60 Kilometer. Erkauft werden müssen die allerdings noch teuer: mit mindestens 41.940 Euro, wenn auch mit üppiger Ausstattung, und 4,7 Stunden Ladezeit an der Steckdose (12 A), mit Schnelllade-Box (32 A) geht’s auch in knapp drei Stunden.
Autor:

Frank Wald

Fazit

Mit dem Optima Sportswagon Plug-in-Hybrid hat Kia schon jetzt den Kombi fürs gute Gewissen im Programm. Firmen- und Flottenfahrern werden die knapp 60 Kilometer elektrische Reichweite nicht genügen, fürs Familien-Business reicht es allemal.

Stichworte:

Hybrid Plug-in-Hybrid

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