Bei der vierten Generation der Baureihe haben die Koreaner beim Design große Fortschritte gemacht.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Ist es schon wieder so weit? Scheint so, Kia hat den Rio neu aufgelegt. Der Vorgänger wurde gerade mal seit 2011 gebaut und 2015 renoviert. Der Neue ist jetzt die vierte Generation der Baureihe, und wie stets haben die Koreaner beim Design große Fortschritte gemacht. Rio Nummer vier sieht richtig gut aus. Vorn geht es los mit einer neuen, flacheren Version des inzwischen Kia-typischen Tiger-Nose-Grills, die Hochglanz-Variante gibt es ab Ausstattung Edition 7. Dann folgen eine längere Motorhaube als bisher, eine Flanke mit klaren, geraden Linien, hinten eine steiler stehende C-Säule und ein kräftiges Heck. Das Ganze wirkt solide, vertrauenerweckend und mehrheitsfähig. Nicht ganz unwichtig in dieser Klasse. Und wie fährt er sich? AUTO BILD hat es getestet.
Die Sitzposition stimmt und die großen, klaren Instrumente lassen sich gut ablesen.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Vor dem Einsteigen bleibt Zeit, um einen kurzen Blick auf den Innenraum zu werfen. Gepflegtes Design auch innen, das Cockpit hat sicht- und spürbar an Qualität gewonnen, es wirkt aufgeräumter als bisher – es gibt weniger Schalter. Die Sitzposition stimmt und die großen, klaren Instrumente lassen sich gut ablesen. Das neue 7-Zoll-Touchscreen-Navi verfügt über Schnittstellen für Android Auto und Apple CarPlay, es kostet für die Ausstattung Dream Team 990 Euro, für Spirit 790 Euro und ist bei Platinum Serie. Die Maße des neuen Rio haben sich kaum verändert, der größte Unterschied sind schon die 1,5 Zentimeter mehr Außenlänge. Vorn gibt es viel Platz und erstaunlich große, bequeme Sitze, im Fond wird es klassenüblich natürlich enger. Aber auch hier sind Erwachsene durchaus anständig untergebracht. Und der Kofferraum wächst von 288 auf 325 Liter.
Der Rio legt nach einer kleinen Anfahr-Schwäche lebhaft los, dreht fröhlich, beschleunigt flott und leise.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD
Zum Motorenprogramm gehören vier Benziner – ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 84 PS, ein 1,4-Liter mit 99 PS und ein Einliter-Dreizylinder mit 100 oder 120 PS – dazu kommt ein 1,4-Liter-Diesel mit 77 oder 90 PS. Für die erste Testfahrt stand der Einliter-Dreizylinder mit 100 PS zur Verfügung. Der moderne Turbo-Direkteinspritzer legt nach einer kleinen Anfahrschwäche lebhaft los, dreht fröhlich, beschleunigt den Rio flott und bleibt dabei bemerkenswert leise. Das passt. Und offenbar hat Kia viel am Feinschliff gearbeitet, der Rio fährt sich handlich und unaufgeregt, die Schaltung arbeitet präzise, die Lenkung spricht besser an als bisher, auch das Fahrwerk wirkt ausgereifter, nicht mehr so holprig.
Preise und Marktstart
Los geht es bei uns am 11. Februar 2017, die Preise starten bei 11.690 Euro, der gefahrene Einliter-T-GDI mit 100 PS steht ab 16.890 Euro auf der Preisliste. Und keine Illusionen, ein VW Polo kostet nicht wesentlich mehr. Aber der bietet natürlich keine sieben Jahre Garantie.
AUTO BILD zeigt alle neuen Hyundai-, Kia- und Genesis-Modelle. Los geht's mit dem Hyundai Kona Elektro N Line; Marktstart: März 2024; Preis: ca. 50.000 Euro. Den gerade gelifteten Kona Elektro wird es zum ersten Mal in der sportlichen "N Line"-Ausstattung geben. Die enthält sportlichere Schürzen, Spiegel, optional ein schwarz abgesetztes Dach ...
Bild: Hyundai Motor Company
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... und neue 19-Zoll-Felgen. Im Innenraum spendiert Hyundai dem Elektroauto dann viel Schwarz und mit roten Akzenten, sportlichere Sitze, ein N-Line-Lenkrad und eine Metall-Pedalerie.
Bild: Hyundai Motor Company
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Hyundai Ioniq 5 N; Marktstart: Anfang 2024. Das erste Elektroauto aus Hyundais Sportabteilung leistet wohl 570 PS und sprintet in 3,5 Sekunden auf 100 km/h. Schluss dürfte erst bei Tempo 260 sein.
Bild: B. Reichel
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Hyundai Tucson Facelift; Marktstart: Frühjahr 2024. Nach drei Jahren knöpfen sich die Koreaner den Tucson vor. Optisch könnte nochmals nachgeschärft werden.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Der EV9 setzt auf die E-GMP-Plattform inklusive 800-Volt-Technik, auf der auch EV6 und Hyundai Ioniq 5 basieren. Die elektrische Reichweite dürfte zwischen 400 und 500 Kilometern liegen.
Bild: Kia
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Hyundai Ioniq 7; Marktstart: Frühjahr 2024. Die Studie zum Elektro-SUV in Santa-Fe-Größe hat Hyundai bereits vorgestellt. Sie wirkt bullig, nimmt beim Leuchtendesign die Pixel-Elemente des Ioniq 5 wieder auf. Mit ausfahrbaren Kameras statt Seitenspiegeln ...
Bild: Hyundai Motor Deutschland
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... und dem abfallenden Dach soll der cw-Wert verbessert werden. Eine 100 kWh große Batterie soll bis zu 480 Kilometer Reichweite ermöglichen, das Allradmodell mit zwei E-Motoren leistet 313 PS. Zur Einstiegsvariante gibt es noch keine Angaben.
Bild: Hyundai Motor Deutschland
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Hyundai Tucson N; Marktstart: 2024. Den Tucson wird es offenbar auch als sportlichen N geben. Im südkoreanischen Forum "Autospy.net" wurden die Leistungsdaten geleakt: 290 PS und 421 Nm leistet dessen 2,5-Liter-Turbobenziner demnach.
Bild: Hyundai Motor Deutschland
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Hyundai i30 Facelift; Marktstart: 2024. Auffrischungsprogramm für den Hyundai i30. Um den Kompakten aktuell zu halten, spendieren die Koreaner ihm ein Facelift. AUTO BILD rechnet mit geringfügigen Änderungen.
Bild: Olaf Itrich / AUTO BILD
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Kia EV4; Marktstart: 2024. Mit dem EV4 will Kia eine vollelektrische Limousine ins Rennen schicken. Die Front erinnert grob an den Kia EV6. Das Modell wird preislich vermutlich zwischen 40.000 und 50.000 Euro starten.
Bild: KIA EUROPE
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Kia EV5; Marktstart: Ende 2024. Kia schrumpft den EV9 und wird mit dem EV5 ein weiteres kastiges Elektro-SUV unterhalb des EV6 auf den Markt bringen. Technisch dürfte er sich die E-GMP-Plattform mit seinen größeren Geschwistern teilen. Geplant sind Reichweiten von 530 bis 720 km.
Bild: KIA EUROPE
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Kia Concept EV 3; Marktstart: 2025; Preis: ca. 35.000 Euro. Das Design erhält das Kompakt-SUV von seinem größeren Bruder EV9 – nur eben alles viel kleiner. Technische Daten sind noch nicht bekannt.
Bild: KIA EUROPE
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Die Linien des Concept EV 3 sind klar, kantig und futuristisch. Auch hier wird sofort klar, dass das Design ursprünglich für die USA geplant war.
Bild: KIA EUROPE
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Genesis GV90; Marktstart: 2026. Das neue SUV-Flaggschiff von Genesis könnte auf der E-GMP-Plattform stehen, auf der auch Ioniq 6 und Kia EV9 erscheinen werden. Das deutet: Der GV90 wird rein elektrisch.
Bild: Bernhard Reichel
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Genesis X Cabrio; Marktstart: ungewiss. Die spektakuläre Cabrio-Studie mit E-Antrieb zeigte Genesis 2022 im Rahmen der Monterey Car Week. Ob das elegante Cabrio in Serie geht, bleibt abzuwarten.
Bild: Genesis Motor Europe
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Genesis G90; Marktstart: in Europa noch ungewiss. Beim Design orientiert sich der G90 klar an den kleineren Genesis-Modellen. Einen prestigeträchtigen V8- oder gar V12-Motor gibt es im G90 nicht. Stattdessen sitzt in der XXL-Limousine immer ein 3,5-Liter-Sechszylinder, der in der Basisversion 380 PS und 530 Nm leistet. Stand jetzt ...
Bild: Genesis Motor Europe
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... will Genesis den G90 aber nicht in Deutschland anbieten. Doch es besteht die Chance, dass die Südkoreaner es sich noch mal überlegen und die Luxuslimousine zumindest in einer Kleinserie auch bei uns bringen werden.