Kia Rio (Paris 2016) im Test: Sitzprobe, Technik, Preis, Infos

Kia Rio (2016): Sitzprobe

— 15.09.2016

Der Rio ist fast schon ein Großer

Der neue Kia Rio wächst in die Länge. Was sich bei dem koreanischen Gegner für Corsa, Fiesta und Co. ändert, zeigt die Sitzprobe!

Er ist wirklich erwachsen geworden. Während sein Vorgänger noch freundlich-rundlich und mit großen Augen seine Umwelt anschaute, zeigt der neue Kia Rio klare Kante. Zu sehen ist er auf dem Autosalon Paris (1. bis 16. Oktober 2016).

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Sitzprobe im neuen Rio

Weg ist der Babyspeck, an der Front atmet der Rio nun durch größere Lufteinlässe, die markentypische Tigernase ist schmaler und breiter als bisher. Auch wenn der Kia gar nicht in die Breite wächst – die hochkant stehenden Einfassungen für die Nebelscheinwerfer sind sehr weit außen angebracht, strecken die Nase nun nach links und rechts und lassen den Kleinen breit wirken. Dazu wurden die Frontscheinwerfer schmaler gezogen und haben LED-Tagfahrlichter in U-Form. Das Heck hat neue schlankere LED-Rückleuchten und eine zusätzliche Kante unter der Heckscheibe. Auch die Seitenlinie hat dank einer zusätzlichen Falz mehr Form und streckt den Rio in die Länge. Der Rio wirkt allerdings nicht nur länger, sondern er ist es auch: Ein Zentimeter mehr Radstand und anderthalb Zentimeter mehr Außenlänge bei fünf Millimetern weniger Höhe machen den Rio fast zu einem Großen – schließlich ist er mit mit 4,065 Metern auch länger als Polo (3,98 m), Corsa (4,02 m) oder Fiesta (3,98 m).

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Viel Platz für Passagiere und Gepäck

325 Liter passen in den Kofferraum – mit umgeklappten Sitzen dürften es über 1000 sein.

Die zusätzlichen Zentimeter tun sowohl den Passagieren als auch dem Gepäck gut: Vorne haben Fahrer und Beifahrer genug Platz und Verstellmöglichkeiten der Sitze, und auch hinten geht es für einen Kleinwagen ausreichend geräumig zu. Praktisch: Im Fond gibt es außerdem eine USB-Buchse, um elektronische Geräte zu laden. Die Kopffreiheit ist trotz des Schiebedachs sowohl vorne als auch hinten für große Passagiere gut. Schmalere C-Säulen und höher sitzende Außenspiegel sorgen für eine bessere Rundumsicht. Überzeugend ist der Kofferraum: Mit 325 Litern ist er nicht nur 26 Liter größer als beim Vorgänger, sondern auch geräumiger als bei der deutschen Konkurrenz. Lediglich der Konzernbruder Hyundai i20 hat einen Liter mehr; der Skoda Fabia fasst 330 Liter. Zwar ist die Ladekante recht hoch; doch der doppelte Ladeboden mit Öse zum Befestigen gleicht dies etwas aus. Die Sitze klappen leicht im Verhältnis 40:60 nach vorne; dann entsteht eine fast ebene Ladefläche. Das alles geht einfach vonstatten.

Schickes Cockpit mit neuer Technik

Das Cockpit mit großem Sieben-Zoll-Display ist aufgeräumt und gut bedienbar.

Das Cockpit des neuen Rio neigt sich leicht zum Fahrer und ist übersichtlich gestaltet; der Armaturenträger ist optisch in die Breite gezogen und mit guten Materialien überzogen. Alles wirkt luftig und für die Fahrzeugklasse wertig; lediglich die harten Türtafeln zeugen von einem gewissen Preisdruck. Neben dem neuen beheizbaren Lenkrad und den vielen Ablagen in der Mittelkonsole hat der Fahrer-Arbeitsplatz ein weiteres Highlight: einen hoch angesetzten Monitor, je nach Ausstattung im Format fünf oder sieben Zoll mit Tomtom-Navigation. Das größere System im Testauto (kennt man auch aus dem Optima) zeigte neben einer guten Auflösung auch Qualitäten beim Koppeln von Mobilgeräten: Apple CarPlay und Android Auto zeigen die Inhalte des Smartphones an; Sprachsteuerung für beide Systeme ist ebenfalls möglich.

Kia Rio (2016): Vorstellung

Neu im Angebot: Dreizylinder mit 100 und 120 PS

Auch sonst zeigt sich der Rio – in Deutschland übrigens das viertwichtigste Modell nach Sportage, cee'd und Optima – technisch von seiner besten Seite: Autonome Notbremsungen und Fußgängererkennung beherrscht er ebenso wie Warnungen beim Verlassen der Fahrspur. Ausgestattet wird er mit einer neuen Palette an Motoren: Zwei Turbo-Dreizylinder mit 100 bzw. 120 PS, zwei Vierzylinder-Sauger und ein Turbodiesel werden angeboten. Gekoppelt sind sie an Fünf- und Sechsganggetriebe; ob eine Automatik kommt, ist noch unklar. Allerdings haben sich beim Vorgänger lediglich rund sieben Prozent für diese Option entschieden. Der neue Kia Rio ist ab dem ersten Quartal 2017 erhältlich; über die Preise schweigt man sich noch aus. Zu vermuten ist aber, dass die bisherigen 11.000 Euro ungefähr gehalten werden.

Kia Rio: gebraucht ab 5500 Euro

Der Kia Rio zählt zu den wichtigsten Modellen der Koreaner, wurde über 470.000 Mal verkauft.

Seit 2011 ist der Kia Rio (Typ UB) auf dem Markt. Ein Exemplar aus diesem Jahr mit rund 100.000 Kilometer Laufleistung kostet gebraucht ab 5500 Euro. Die Leistung der Motoren reicht von 75 bis 109 PS. Der Dreizylinder 1.1 CRDi war seinerzeit der sparsamste in einem Serienfahrzeug. Gut am Rio: Die sieben Jahre Garantie sind selbst bei frühen Modellen immer noch gültig, der AUTO BILD-Dauertest kündigte einige Schwachstellen an: defekte Lenkgelenke, Probleme mit den Scheinwerfern, ein angerosteter Auspuff und ein undichter Klimakompressor brachten ihm die Note 2-.
Im Überblick: gebrauchte Kia Rio

100.000 Kilometer im Kia Rio

Kia Rio Kia Rio Kia Rio
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Fazit

Der neue Rio ist gut gemacht, bietet viel Platz und neue Motoren. Damit dürfte er den Erfolg seines Vorgängers fortsetzen.

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