Marktstart: Die Serienversion kommt 2024

Hyundais Elektro-Sparte Ioniq ist mit dem Crossover 5 bereits wunderbar angelaufen. Ende 2022 soll die Limousine 6 kommen, die mit dem Prophecy angekündigt wurde. 2024 folgt dann ein großes SUV namens 7. Wie das aussehen könnte, zeigen die Koreaner jetzt mit der Studie "Seven Concept", die einiges an Überraschungen bereithält. So soll das Auto z.B. vor Viren und Bakterien schützen, was in Zeiten von COVID-19 natürlich besonders interessant ist.
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Abmessungen: Ungefähr so groß wie ein Santa Fe

Das Seven Concept hat in etwa die Abmessungen eines Hyundai Santa Fe, wirkt dabei aber noch etwas bulliger. Neben dem langen Radstand und dem kurzen vorderen Überhang trägt dazu vor allem das Frontdesign bei. Unterhalb des durchgehenden Leuchtenbands sitzt eine riesige schwarze Fläche, welche von beleuchteten Rechtecken durchzogen ist. Diese formen seitlich die Scheinwerfer und nehmen das Pixel-Design von Ioniq 5 und der Studie Prophecy auf. Ausfahrbare Kameras ersetzen die Seitenspiegel und verbessern zusammen mit dem nach hinten abfallenden Dach den Luftwiderstand. Das Heck wird geprägt von LED-Pixeln in 3D-Struktur, welche eine große, senkrecht stehende Scheibe einrahmen. Wie der ungewöhnlich lange hintere Überhang soll sie das Raumangebot für Gepäck und Passagiere optimieren.
Hyundai Ioniq 7 Concept
Typisch Ioniq-Familie ist die Pixelgrafik der Rückleuchten. Sie kennen wir auch schon vom Ioniq 5.

Innenraum: Hier erinnert alles an ein Wohnzimmer

Der Innenraum gleicht einer gemütlichen Lounge. Fahrer und Beifahrer sitzen auf dreh- und verschiebbaren Sesseln, während Fond-Passagiere auf einer Art Ecksofa Platz nehmen und sich über Räucherstäbchen freuen dürfen. Statt eines Glasdaches gibt es einen riesigen Bildschirm, der Fahrten durch Wälder, Städte und so weiter darstellen kann. Eine farbige, durch Flüssigkeit hindurchscheinende Lampe soll einfallendes Sonnenlicht imitieren. Der Grund für die Wohlfühl-Atmosphäre: Die Studie ist auf autonomes Fahren Level 4 ausgelegt und soll den Passagieren das ungewohnte Erlebnis des chauffieren-lassens so behaglich wie möglich gestalten. Steuert man doch einmal selbst, geschieht das statt via Lenkrad über einen Joystick, mit dem das Konzept-Auto tatsächlich auch fahrbar ist. Ein monumentaler Bildschirm kombiniert Infotainment und Digitalcockpit und ist via Sprachsteuerung bedienbar.
Hyundai Ioniq 7 Concept
Anstelle eines Glasdachs gibt es einen Bildschirm, der Fond besteht aus einem Ecksofa.

UV-C-Licht zum Abtöten von Bakterien

Darüber hinaus soll der Innenraum besonders hygienisch sein. Materialien wie Marmor, Kupfer, Bambusfasern und behandeltes Kunstleder hemmen die Bildung und Verbreitung von Bakterien und Viren. Selbst dem Karosserie-Lack ist Kupfer beigemischt, um ihn möglichst keimfrei zu halten. Eine spezielle Klimaanlage verhindert das Verteilen von Keimen, dazu gibt es Desinfektionsmittel in speziell dafür vorgesehenen Staufächern. Und sitzt gerade niemand im Auto, wird das Cockpit mit UV-C-Licht desinfiziert, das verbliebene Bakterien und Viren abtötet. Das Highlight sind wohl die beiden UV-C-beleuchteten, integrierten Schuhschränke, welche die eigenen Treter von Keimen befreien. Welche dieser Lösungen in der Serie übernommen werden, bleibt abzuwarten.
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Antrieb: 100-kWh-Batterie für 480 km Reichweite

Das elektrische Seven Concept ist zwar fahrbar, allerdings nur im Schritttempo und über kurze Strecken. Der Ioniq 7 wird dann ebenfalls ausschließlich vollelektrisch zu haben sein. Bei der Präsentation der US-Version vom Ioniq 5 ließ Hyundai auch einige Daten zum großen SUV verlauten. Demnach wird es optionalen Allradantrieb geben, dessen zwei E-Motoren zusammen 230 kW (313 PS) leisten. Eine 100-kWh-Batterie soll rund 480 Kilometer Reichweite ermöglichen. Gesetzt ist wohl 800-Volt-Technik, die das Aufladen an 350-kW-Säulen erlaubt. Zur Serie dürfte sich allerdings noch einiges tun und wohl auch andere Leistungsstufen dazukommen.

Hyundai Ioniq 7 Concept
Wer nicht auf dem Sofa im Heck lümmelt, nimmt auf ein Einzelsitzen Platz

Der Ioniq 7 könnte ein ähnliches Infotainment bekommen

Laut Hyundai wird der Ioniq 7 auf Familien ausgelegt und als Sechs- und Siebensitzer erhältlich sein. Von der Studie dürfte er die Abmessungen und die grundlegende Formgebung erhalten. Die umlaufenden Heckleuchten und ausfahrbaren Seitenkameras werden es aber kaum in die Serie schaffen. Den breiten Infotainment-/Digitalcockpit-Bildschirm könnte man dagegen genauso wiedersehen wie einige der Hygiene-Lösungen. Gegenüber AUTO BILD ließ Designer Simon Loasby durchblicken, dass man etwa den Kupfer-Lack gerne zur Serienreife bringen würde. Gespannt sein darf man auf die Entwicklung von Antriebstechnik und autonomen Fahren. Bis dahin muss man sich allerdings noch etwas gedulden. Der Hyundai Ioniq 7 wird frühestens 2024 auf den Markt kommen.