Mercedes-Probleme in Frankreich

Killer-Kältemittel R1234yf

— 18.07.2013

Daimler bleibt hart

Daimler bleibt trotz neuen Widerstandes bei seiner Ablehnung des Kältemittels R1234yf. Zuvor hatten Experten aus den EU-Staaten Frankreich bestärkt, bestimmte Mercedes-Modelle nicht zuzulassen.

(dpa/cj) Autobauer Daimler beharrt im Kältemittelstreit auch nach Unterstützung anderer EU-Staaten für Frankreich auf seiner Position. "Aus unserer Sicht hat sich damit die Sachlage nicht geändert", sagte ein Daimler-Sprecher am 18. Juli 2013 in Stuttgart. Zudem sei das Statement nicht eindeutig zu interpretieren. Die EU-Kommission hatte am Vorabend mitgeteilt, Vertreter anderer EU-Länder hätten auf einer gemeinsamen Sitzung anerkannt, dass das Zurückziehen von Autos angebracht sein könne. Zuvor hatte EU-Industriekommissar Antonio Tajani Frankreich den Rücken gestärkt.

Mehr Infos: Daimler weiter ohne R1234yf

Hintergrund der Auseinandersetzung ist ein Zulassungsstopp für bestimmte Mercedes-Modelle in Frankreich. Die französischen Behörden erkennen eine vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) erteilte erweitere Typgenehmigung für Wagen der A-, B- und SL-Klasse nicht an. Daimler verwendet für diese Modelle aus Sicherheitsgründen ein inzwischen für viele Neuwagen verbotenes Kältemittel. Aus Sicht des Autobauers ist die vom KBA erteilte Genehmigung jedoch europaweit gültig. Das KBA äußerte sich noch nicht und will zunächst die Gefährlichkeit von R1234yf vom TÜV Rheinland überprüfen lassen.

Wegen R134a: Mercedes-Zulassungsstopp in Frankreich

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