Kurzzeitkennzeichen

— 10.12.2012

Neue Regelung gegen Missbrauch

Die Vergabe von Kurzzeitkennzeichen wird ab 1. April 2015 neu geregelt. Die Maßnahme soll den Missbrauch der Schilder erschweren.



Die Vergabe von Kurzzeitkennzeichen wird ab dem 1. April 2015 verschärft. Dann können nur noch Autos mit gültiger Plakette ein solches Kennzeichen bekommen. Die Regelung soll verhindern, dass verkehrsunsichere Fahrzeuge im Straßenverkehr unterwegs sein. Bisheriger Stand war ein Beschluss des Bundesrates von 2012. Hintergrund der damaligen Änderung war der zunehmende Missbrauch von Überführungsnummern bei Straftaten, um die Identität des Fahrzeughalters zu verschleiern. "Die bisherige Regelung, dass Kurzzeitkennzeichen bei jeder Zulassungsbehörde beantragt werden konnten, hat dazu geführt, dass sich mittlerweile ein internationaler Handel mit deutschen Kurzzeitkennzeichen entwickelt hat, der auch zu Beschwerden anderer Mitgliedstaaten führte", hieß es damals in einer Mitteilung des Bundesverkehrsministeriums auf Anfrage von autobild.de.

Kurzzeitkennzeichen zu Hause beantragen

Laut dem damaligen Beschluss des Bundesrates darf der Antragsteller das Kurzzeitkennzeichen "keiner anderen Person zur Nutzung an einem anderen Fahrzeug überlassen". Sowohl Händler als auch Kunden, die ein Fahrzeug überführen wollen, mussten sich umstellen. Sie konnten offiziell nur noch bei den Zulassungsbehörden ein Kurzzeitkennzeichen beantragen, die für ihren Wohn- oder Firmensitz zuständig sind. In der Praxis nicht unbedingt ein praktikables Modell: Will ein Kunde aus Hannover seitdem ein Fahrzeug in Düsseldorf kaufen und es gleich mitnehmen, so müsste er eigentlich ein Kurzzeitkennzeichen aus seinem Heimatort mitbringen. Immerhin wollen sich die Zulassungsämter einiger Bundesländer seit 2012 Amtshilfe bei der Vergabe der Kurzzeitkennzeichen leisten: Ein Anruf beim zuständigen Kollegen des Verkehrsamtes im Wohnort genügt meist, um das Überführungskennzeichen zu bekommen. Dies ist jedoch nicht in allen Ländern der Fall. Das Bundesverkehrsministerium schrieb 2012: "Wie die Amtshilfe im Einzelfall geleistet wird, obliegt der Entscheidung der zuständigen Zulassungsbehörden."
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