Mercedes CLC Spyshots: IAA 2011

— 51.08.2011

Erster Blick ins CLC-Labor

Mercedes plant 2013 einen viertürigen CLC auf Basis der künftigen A- und B-Klasse. Jetzt sind erstmals geheime Fotos eines Prototypen aufgetaucht.  Sehen wir ihn auf der IAA wieder?



Noch ist der Mercedes CLC auf Basis der neuen A- und B-Klasse Zukunftsmusik. Erst 2013 soll er fertig sein. Doch nun tauchten bereits erste geheime Fotos eines Prototypen auf – geschossen im ungarischen Mercedes-Werk. Möglich, dass wir hier die Anfänge einer CLC-Studie für die IAA sehen. Das viertürige Coupés soll ganz gezielt den Look des großen CLS zwei Klassen tiefer einführen – aber mit der Technik der nächsten A- und B-Klasse. Der CLC hat also Frontantrieb und wird mit 4,56 Metern fast so lang werden wie die aktuelle C-Klasse! So hat Mercedes sich noch nie direkt Konkurrenz gemacht, zumal das Coupé vermutlich mehr Platz bietet. Weil dessen Radstand sich auf 2,70 Meter streckt – die A-Klasse hat aktuell 2,57 Meter – und die Motoren quer eingebaut sind, dürfte der CLC innen geräumiger sein als die C-Klasse mit Hinterradantrieb.

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Das CLC-Design überzeugt mit lebhaften Flächen und mutiger Linienführung.

Mit dem heutigen CLC, der einst als Sportcoupé lanciert wurde, hat der Viertürer nur noch den Namen gemeinsam: Das neue Modell zeigt die Proportionen vom großen CLS, ohne dabei kontroverse Versatzstücke wie die hinteren Pontonkotflügel eins zu eins zu übernehmen. Der CLC besitzt keine Heckklappe, sondern einen klassischen Kofferraumdeckel. Wenn der Mercedes 2013 auf den Markt kommt, gelten als Hauptkonkurrenten die geplante viertürige Audi A3 Limousine und der BMW 1er GT – beide ebenfalls mit Frontantrieb. Just zu dem Zeitpunkt, wo Mercedes mit dem Aufkommen von Elektro- oder Brennstoffzellenantrieb endlich Nutzen aus dem Sandwichboden der alten A-/B-Klasse ziehen könnte, wechselt der Stern zur Standardtechnik dieser Klasse. Speziell für die nächste Generation der Kompaktmodelle hat Mercedes eine komplett neue, modular aufgebaute Frontantriebs-Architektur mit dem Kürzel MFA entwickelt, die eines Tages auch die Technikpartner Renault und Nissan nutzen könnten. Mögliches Ziel: rund 3,5 Millionen Fahrzeuge nach MFA-Muster – bei solchen Stückzahlen hätten sich der Aufwand und der Wechsel auf Vorderradantrieb gelohnt.

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Schicker Transporter: Der CLC Shooting Brake entsteht ebenfalls als A-Klasse-Derivat.

Im CLC ist zusätzlich auf Wunsch der 4Matic-Allradantrieb zu bekommen, der auch den BLK Crossover, den kleinen Bruder des GLK, antreiben wird. Kluge Marketingexperten wissen schon heute, wie der typische CLC-Käufer mal aussehen wird. Er ist zwischen 45 und 50 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Für sein Auto soll er im Schnitt über 5000 Euro mehr ausgeben als der rund zehn Jahre jüngere A-Klasse-Besitzer. Der Wagen mit der Baunummer W 117 soll übrigens nicht nur als viertüriges Coupé mit 450 Liter großem Kofferraum angeboten werden, sondern auch als Shooting Brake mit großer Heckklappe und besonders sportlicher Dachlinie. Die 1,4-Liter-Benziner mit 100 und 136 PS sowie der 122 PS starke 1,6-Liter-Diesel stammen von Renault, wo sie nach Mercedes-Vorgabe gefertigt werden. Die stärkeren Motoren bis 272 PS in der AMG-Version stammen aus der C-Klasse, der 204-PS-Diesel soll mit nur 4,9 Litern auskommen. Alternativ zum Handschalter ist ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe verfüg bar.

Als Hybridantrieb ist spätestens  für 2013 eine Kombination aus Smart-Dreizylinder (oder kleinem Vierzylinder) mit einem rund 70 PS starken Elektromotor geplant. Auch bei der Brennstoffzelle meldet Mercedes rasche Fortschritte. Während die Wolfsburger vor 2020 keine serienreife Lösung erwartet, wollen die Schwaben schon ab 2015 ein rund 150 PS starkes Modell der Kompaktklasse mit Wasserstoff betreiben.
Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

Das viertürige CLC Coupé zeigt, dass die nächste Generation des kleinen Mercedes auf dem besten Weg ist, das betuliche Opa-Auto-Image abzustreifen. Endgültig zum Lifestyle-Mobil wird der CLC in der ebenso praktischen wie hübschen Shooting-Brake-Variante. Besonders gespannt sind wir auf die Brennstoffzelle, mit der Mercedes die Konkurrenz düpieren könnte. 



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