Mercedes GLE (2018): Neue Infos und Bilder

Mercedes GLE 450 W167 (2018): Test, Preis, Innenraum

Alles neu beim Mercedes GLE

Der nächste Mercedes GLE kommt noch 2018 mit Reihensechszylinder und MBUX. AUTO BILD durfte schon mitfahren! Plus: Alle Infos!
Vorstellung
Innenraum (UPDATE!)
Fahren
Ausstattung
Motoren

Vorstellung: Jetzt sind die SUV-Modellreihen dran

Nachdem Mercedes mit GLC und GLE Coupé die letzten Lücken im SUV-Programm geschlossen hat, werden jetzt die bestehenden Baureihen renoviert. Den Anfang macht noch 2018 der neue GLE, der deutlich sportlicher gezeichnet ist als das noch aktuelle Modell und sich dem aktuellen Mercedes-Trend anschließt: Sicken und Kanten im Blechkleid werden weiter reduziert. Trotzdem verleugnet er die seit über 20 Jahren verfolgte Linie mit der schwungvollen C-Säule nicht. Für frischen Wind sorgen dafür einige Designelemente von der neuen A-Klasse: Die Rückleuchten und die markante Einbuchtung für das Nummernschild erinnern an den Stuttgarter Kompakten. Noch 2018 kommt der GLE mit vielen Motorisierungen, MBUX und mehr auf den Markt. AUTO BILD rechnet mit einem Einstiegspreis von etwa 55.000 Euro für die Basisversion.

Innenraum: GLE-Cockpit komplett ungetarnt

Von der A-Klasse übernimmt der GLE das Bediensystem MBUX und den freistehenden Bildschirm.

MBUX ist auf dem Vormarsch! Nach der aktuellen Mercedes A-Klasse wird der neue GLE das zweite Modell mit dem neuen System. Bei CarNewsChina.com sind neue Innenraumfotos der Serienversion aufgetaucht. Das Cockpit ist darauf komplett ungetarnt zu sehen und erinnert vom Layout stark an die Maybach-Studie Ultimate Luxury, die Anfang 2018 in China gezeigt wurde. Einziger Unterschied sind die horizontalen statt vertikalen Lüftungsdüsen. Das Widescreen-Cockpit mit Touchscreen und das Lenkrad sind bereits von der Mercedes A-Klasse bekannt. Auffällig: die Haltegriffe an der Mittelkonsole.

Fahren: AUTO BILD ist im GLE 450 mitgefahren

Zuerst die Fakten: Der bish­erige GLE mit dem Werkscode W166 kam 2011 als M-Klasse zur Welt, wurde 2015 facege­liftet und hieß fortan GLE. War aber ein altes Auto. Der Neue wird auch wieder ein dickes Ding, 4,93 Meter lang und somit acht Zentimeter länger als der Vorgänger. Man merkt es vor allem am Rad­stand, am Plat­zangebot hin­ten. Selbst Zwei-Meter-Männer sitzen anstän­dig. Mit W166 hat der neue GLE aber nix mehr am Hut, "höch­stens zwei, drei Schrauben", sagt Stefanie Schmitz, Pro­jektleiterin für die GLE-Entwicklung. Alles neu!

Der neue GLE soll auf der Straße so sportlich fahren wie ein Porsche Cayenne und im Gelände so gut wie ein Range Rover.

Zuerst geht es über einen Offroad-Par­cours. Rüdiger Rutz, Leiter Versuch, wählt das Fahrprogramm "Offroad Plus", legt den Wagen fünf Zentimeter höher. Während er eine 45-prozentige Steigung nimmt, sagt er: "Es hat uns immer gewurmt, dass der Range Rover im Ge­lände besser ist als wir." Jetzt bewältigt der GLE die 28-pro­zentige Schrägfahrt, als hätte der Ingenieur vorher die 21-Zöller mit Pattex eingepinselt, und kommt sogar weiter, ob­wohl die Räder vorn links und hinten rechts gerade in der Luft hängen. Rutz hat mit seinem Team das aktive Fahrwerk EABC weiterentwick­elt, vier unabhängige Feder­beine sorgen beim EABC-Sys­tem dafür, dass die Fuhre im­mer Grip hat, dass nichts durchdreht, nichts knarzt oder rattert. Dieses Fahrwerk kommt ohne Stabis aus, was dazu führt, das sich die Achsen stärker verschränken können. Operation gelungen.

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Das aktive EABC-Fahrwerk kostet Aufpreis

Der GLE kommt in der Basis mit Stahlfedern; Luftfahrwerk und das aktive EABC-System sind Option. Warum wir das unbedingt ankreuzen würden, zeigt die Fahrt über die Land­straße. Der GLE fährt sich endlich richtig sportlich! Das geht so: Fahrpro­gramm "Curve" einlegen und die Intensität dreistufig auswäh­len. Projektleiterin Schmitz nimmt die Kurven beherzt, und du hast schon auf dem Bei­fahrersitz das Gefühl, dass der Wagen viel handlicher ist als ein Fast-Fünf-Meter-Schiff. Dann ist da noch die Sache mit der Kamera in der Frontscheibe. Sie scannt die Straße ab, gibt den vier Federbeinen die Infos über den Zustand. Resultat: Lange Wel­len bügelt der Benz glatt, kurze fast. Ist Physik, zaubern kann er halt auch nicht.

Ausstattung: Der GLE ist das nächste Modell mit MBUX

Einen Riesenschritt macht Mercedes bei der Gestaltung des Cockpits – es wird eine Mischung aus A-Klasse (Sprachbedienung und Riesenbildschirm ohne Hutze) und E-Klasse (Super-Verarbeitung und -Materialien). Wie der kompakte Stuttgarter, bekommt auch der neue GLE das MBUX-Bedien- und Infotainmentsystem und zwei ohne Hutze nahezu freistehende Widescreens – jeder davon 12,3 Zoll groß. Link und rechts des wie aus einem Guss wirkenden Bildschirm-Ensembles sitzen die von der Maybach-Studie Ultimate Luxury bekannten Lüfterelemente, wobei der rechte nur der Symmetrie dient; Frischluft kommt nur aus dem linken. Der Beifahrer wird dagegen von vier schmalen Düsen unter dem Widescreen angepustet.

Neue SUVs: Oberklasse (2018, 2019, 2020 bis 2022)

Die Palette der Extras stammt von der E-Klasse, die zukünftig die Plattform für den GLE bereitstellt. Gut für die Assistenzsysteme, hier ist Mercedes zurzeit führend. Und so fährt auch der neue GLE fast von alleine, kann autonom überholen und lässt sich per Smartphone fernsteuern, etwa beim Ein- und Ausparken. Auch in Sachen Komfort legt Mercedes die Messlatte hoch: Die Sitze in Reihe zwei können verstellt, belüftet, beheizt und mit einer Massagefunktion ausgestattet werden. Ein längerer Radstand und die breitere Spur schaffen mehr Platz im Innenraum. Gezielter Leichtbau senkt das Gewicht um rund 150 Kilogramm. Möglicherweise spart Mercedes aus diesem Grund auch den Allradantrieb ein – so macht es BMW beim Basismodell des ärgsten Rivalen, dem X5, schließlich auch.

Motoren: Mercedes setzt voll auf Reihensechszylinder

Ein GLE 350 d mit V6-Diesel, 258 PS und Allradantrieb kostet derzeit 67.200 Euro. Ein ähnlich motorisierter neuer GLE dürfte auch um den Dreh liegen, vielleicht 2000, 3000 Euro mehr. Aber was heißt ähnlich? Der 367-PS-Benziner im GLE 450 ist ein Reihensechser, der Diesel wird auch einer sein. Als Einstiegsmotor wird Mercedes einen Vierzylinder im Angebot haben, darüber rangiert der Dreiliter-Reihensechszylinder, der als Diesel mit 272 und 340 PS sowie als Benziner mit 267 und 435 PS angeboten werden soll. Den V8 gibt es nur noch in der AMG-Variante mit bis zu 640 PS. Der AMG GLE 43 kommt künftig nicht mehr als V6, sondern als Reihensechszylinder. Außerdem will Mercedes die elektrische Reichweite des Plug-in-GLE von 50 auf 100 Kilometer ausbauen. Für den GLE mit Vierzylindermotor rechnet AUTO BILD mit einem Einstiegspreis von etwa 55.000 Euro.

Neue Mercedes und Smart (2018, 2019, 2020, 2021, 2022)

Mercedes EQS Illustration

Autoren: Georg Kacher, Jan Götze, Andreas May

Stichworte:

SUV

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