MiTo TB/Cooper S/Fabia RS/Polo GTI: Test
Mini Cooper S versägt VW Polo GTI & Co

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Welche Anlagen muss ein sportlicher Kleinwagen mitbringen, um in seinem Umfeld bestehen zu können? Oder reicht es, einfach nur der Stärkste zu sein? Vier Turbo-Biester im Vergleich.
Wir versammeln vier der derzeit heißesten Vertreter dieser Fahrzeuggattung zu einem Schlagabtausch. Lässt sich Darwins Theorie "Survival of the Fittest" auch auf diese vier potenten Kleinwagen anwenden? Wäre dem so, dann hätte der Alfa 1.4 TB 16V QV die wohl schlechteste Ausgangsposition, denn auf dem Papier ist er mit nominell 170 PS der Schwächste in unserem Vergleichs-Quartett. Mit jeweils 180 PS, aus ebenfalls 1,4 Liter Hubraum, stehen der Skoda Fabia RS und der VW etwas besser immer Futter. Der Stärkste in diesem Vergleich aber ist der Mini Cooper S. Er verfügt mit 1598 Kubikzentimetern nicht nur über den größten Hubraum, seine 184 PS kann auch keiner der angetretenen Mitbewerber überbieten.
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Bild: L. Barthelmeß R. Sassen
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Fabia RS und Polo GTI rollen ab Werk mit einem Siebengang-DSG zu den Kunden. Normalerweise sind Doppelkupplungsgetriebe bekannt für ihre blitzschnellen Gangwechsel. Hier sieht es indes etwas anders aus. Beim Schalten unter Volllast genehmigen sich beide mitunter kurze Pausen – das gleiche Bild zeichnet sich auch beim Runterschalten ab. Bei der Rundenzeitenermittlung auf dem Sachsenring wurde dies beim Anbremsen und Einfahren in die Queckenbergkurve. überaus deutlich. Mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe, das es leider für keinen der beiden gibt, wären sie deutlich besser ausgerüstet. So verschenken sie auf der Rennstrecke unnötig Zeit.

Bild: L. Barthelmeß R. Sassen
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Dem Polo GTI, Zweitschnellster in dieser Disziplin, nimmt er pro Runde fast zwei Sekunden ab. Und dem MiTo fehlen sogar über 3,5 Sekunden auf den Cooper S. Diese extrem gute Performance lässt sich Mini aber leider auch gut bezahlen. Liegt der Cooper S beim Basispreis noch mit einem akzeptablen Abstand über seinen Konkurrenten, entwickeln sich die Sonderausstattungen schnell zu einem Fass ohne Boden. Unsere Eingangsfrage, ob sich Darwins Theorie auch auf diesen Vergleich anwenden lässt, beantworten wir mit einem eindeutigen Ja. Am Ende gewinnt der Mini verdient. Seine Väter gaben ihm einfach die besten Anlagen mit auf den Weg: einen potenten Motor, ein phänomenales Fahrwerk, und auch das Auge kommt nicht zu kurz.
Fazit
Bemerkenswert, welches Potenzial heutzutage in einem Kleinwagen schlummert. Kurzer Radstand, starke Motoren und ein vergleichsweise geringes Gewicht machen solche Leistungen möglich. Dass auch die Alltagstauglichkeit nicht zu kurz kommt, ist ein doppelter Grund zur Freude. Der Cooper S gewinnt verdient. Längs- wie querdynamisch fährt er seinen Konkurrenten davon. Polo GTI und Fabia RS folgen. Die überzeugendere Leistung auf der Rennstrecke bringt den VW letztlich vor den Skoda. Scusate, liebe Alfisti: Dem MiTo QV bleibt leider nur der vierte Platz. Seine weiche Karosserie, das Getriebe und die mäßigen Bremsen verhindern eine bessere Platzierung. Dafür fährt er mit seinem wunderschönen Design in die Herzen vieler Auto-Enthusiasten.
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