Nissan Juke: Fahrbericht
Der Frosch von Nissan

Der Nissan Juke ist ein City-Offroader wie kein anderer. Mit seiner Optik geht er neue Wege. Doch kann der Juke mit mehr als seinem Froschgesicht punkten? Erster Fahrbericht.
- Carsten Paulun
Gar nicht dumm, was die Franzosen da machen: Während Renault mit Twingo, Clio und Mégane die Massen bedient, umwirbt die japanische Tochter Nissan eher die Kunden, die sich nicht den klassischen automobilen Normen beugen wollen. Nissan-Fahrer wollen das Besondere. Vielleicht nicht technisch, aber auf jeden Fall optisch. Das hat mit dem Nissan Qashqai funktioniert und soll ab Oktober 2010 auch mit dem neuen Juke klappen. Technisch basiert der 4,14 Meter kurze City-Offroader auf der B-Plattform, die sich schon die Nissan-Modelle Cube, Micra und Note teilen. Aber auch in den Renault-Baureihen Twingo und Modus wird sie verwendet. Was ja nichts Schlechtes
AUTO BILD im Abo – hier testen
Und so kann der nur als Fünftürer lieferbare Juke durchaus punkten. Dass moderne Industriedenker sich immer wieder mal etwas von der Natur abgucken, ist nicht neu. Aber mussten die Nissan-Designer so weit gehen? Der neue Juke sieht auf den ersten Blick aus wie ein aufgeblasener Frosch. Ansonsten hat der japanische Kleinwagen relativ wenig mit der Amphibie zu tun. Der Juke hüpft nicht, er stinkt nicht, und er nervt auch nicht durch lautes Quaken. Auffällig ist die ungewöhnliche Scheinwerferform. Unten im Stoßfänger das kreisrunde Haupt- und Fernlicht, auf die Kotflügel gesetzt das glubschäugige Standlicht. Kombiniert mit dem breiten Kühlergrill bietet der Japaner einen hohen Wiedererkennungswert.
Alle News und Tests zu Nissan

Bild: Werk
Der Turbo ist teuer
Die Lenkung ist direkt genug, um auch bei flotter Kurvenhatz für entsprechenden Fahrspaß zu sorgen. Nur die Schaltwege des Sechsganggetriebes dürften gern etwas kürzer und exakter geführt sein. Und wenn wir schon beim Wunschzettel sind: Eine Start-Stopp-Automatik vermissen wir ebenfalls.
Dafür federt der Juke zwar straff, teilt insbesondere kurze Stöße recht präzise den Insassen mit. Ein übler Kreuzbrecher ist der Japaner aber nicht. Eher ein Sparmeister. Denn schon das Basismodell Visia mit 117-PS-Benziner (16.990 Euro) verfügt über Klima- und CD-Anlage, elektrische Fensterheber, sechs Airbags und ESP. Der Diesel (110 PS) startet bei 18.890 Euro. Nur der gefahrene Turbo-Juke schlägt mit 21.190 Euro etwas über die Stränge. Aber das tun Frösche ja manchmal ganz gern.
Technische Daten Nissan Juke 1.6 Turbo 4-Zylinder-Benziner mit 190 PS • Direkteinspritzung • Turbo • Hubraum 1618 ccm • Verbrauch 6,9 l S (159 g/km CO2) • 0-100 km/h 8,0 Sekunden • Spitze 215 km/h • Länge/Breite/Höhe 4135 mm/1765 mm/1570 mm • Radstand 2530 mm • Kofferraum 251-831 l • Preis ab 21.190 Euro.
Dafür federt der Juke zwar straff, teilt insbesondere kurze Stöße recht präzise den Insassen mit. Ein übler Kreuzbrecher ist der Japaner aber nicht. Eher ein Sparmeister. Denn schon das Basismodell Visia mit 117-PS-Benziner (16.990 Euro) verfügt über Klima- und CD-Anlage, elektrische Fensterheber, sechs Airbags und ESP. Der Diesel (110 PS) startet bei 18.890 Euro. Nur der gefahrene Turbo-Juke schlägt mit 21.190 Euro etwas über die Stränge. Aber das tun Frösche ja manchmal ganz gern.
Technische Daten Nissan Juke 1.6 Turbo 4-Zylinder-Benziner mit 190 PS • Direkteinspritzung • Turbo • Hubraum 1618 ccm • Verbrauch 6,9 l S (159 g/km CO2) • 0-100 km/h 8,0 Sekunden • Spitze 215 km/h • Länge/Breite/Höhe 4135 mm/1765 mm/1570 mm • Radstand 2530 mm • Kofferraum 251-831 l • Preis ab 21.190 Euro.
Service-Links