Opel Mokka 1.7 CDTi 2WD: Fahrbericht

— 29.10.2012

So fährt der Diesel-Mokka

Angesagtes Lifestyle-SUV oder knauseriger Kilometerfresser? Der neue Opel Mokka kriegt beides unter eine Karosserie – wenn denn der 1,7-Liter-Diesel dazugebucht wird. Erster Fahrbericht.



Mit dem Opel Mokka haben die schwer angeschlagenen Rüsselsheimer das richtige Auto zur richtigen Zeit aus dem Hut gezaubert. Schicke SUVs verkaufen sich bestens – in jedweder Größe. Da passt der Mokka bestens ins Bild. Sei es die robuste Optik oder das frische Design, schon die ersten Schritte ums Auto machen Lust auf mehr. Der gute erste Eindruck setzt sich im Innenraum fort. Das Interieur macht einen soliden Eindruck, die Bedienelemente präsentieren sich aufgeräumt. Sitzposition und Übersicht stimmen, ohne Rückfahrkamera wird's beim Einparken aber schwierig. Die Sitze sind straff und bieten angenehm viel Seitenhalt. Mitreisende über 1,90 Meter werden auf langen Strecken aber kaum Spaß am gar nicht so kleinen Opel haben – zu wenig Platz für Beine und Kopf.

Gegen Countryman und Yeti: Opel Mokka im ersten Vergleich

Der 1.7 CDTi schiebt den Mokka kraftvoll an. Bei höheren Drehzahlen wird er aber laut.

Fahren wir los. Der 1.7 CDTi (130 PS) klingt in unteren Drehzahlregionen kernig, das passt zur Kraxler-Optik des Mokka ganz gut. Kraft und Durchzug sind jederzeit ausreichend vorhanden. Nicht nur den Überholvorgang auf der Landstraße meistert der Diesel-Mokka souverän. Auch vor dem Zwischenspurt auf der Autobahn muss der Fahrer keine Angst haben, der Opel stampft auch aus den höheren Gängen kraftvoll nach vorn. Geschaltet wird per manuellem Sechsgang-Getriebe, das sich bei ruhigen Gangwechseln sauber bedienen lässt. Beim schnellen Schalten kommt das Getriebe aber gern mal ins Stolpern. Macht nichts, Hektik ist eh nicht die Sache des Mokka. Der Diesel plärrt bei hohen Drehzahlen etwas zu laut. Dafür ist das Fahrwerk des Fronttrieblers auf Landstraßen und auf der Autobahn in seinem Element. Selbst bei hoher Geschwindigkeit und Seitenwind zieht der Mokka schnurgerade und völlig unbeeindruckt seine Bahn.  

Erste Ausfahrt: Unterwegs im Mokka 1.4 Turbo AWD

Abseits der Straße gibt das Fahrwerk unbarmherzig jeden Schlag ins Cockpit weiter. Schade!

Heißt aber auch: Für grobe Unebenheiten ist die Abstimmung eindeutig zu straff. Da rummst und poltert es dann nicht nur deutlich vernehmbar im Radkasten, Löcher und Kanten werden auch unbarmherzig an die Passagiere weitergegeben. Mit Vorderradantrieb ist der Mokka zwar alles, nur kein Geländewagen – dennoch schlägt er sich auch abseits befestigter Wege ganz ordentlich. Nur eben nicht so, dass Fahrer und Beifahrer die Abstecher ins Gelände entspannt genießen können. Der schwere Diesel auf der Vorderachse nimmt dem Mokka zwar etwas die Agilität, taugt laut Anzeige des Bordcomputers bei gesetzter Fahrweise aber durchaus zum Sparer. Wer's dynamisch mag, kommt am Mokka mit Benziner deshalb nicht vorbei. Er ist exakt so viel weniger kopflastig geraten, federt genau das kleine Stück weniger hart und versprüht genau so viel mehr an Spritzigkeit, die es für einen guten Mokka braucht.
Lars Hänsch-Petersen

Fazit

Fazit von Redakteur Lars Hänsch: "Für die gesetzte Kundschaft, die Opel mit dem Diesel-Mokka erreichen will, ist die Fahrwerksabstimmung etwas zu hart geraten. Diesel-Fahrer sind auf Langstrecken zu Hause und legen Wert auf Komfort. Bitte nachbessern!"

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