Kein DSG-Gedöns, kein Set-up-Firlefanz, keine kontrollierten Launchs, keine Drehmomentsprengungen – der Peugeot 208 THP 155 erinnert uns mal wieder daran, wie viel wenig sein kann.
Stefan Helmreich
Nein, ein VW Polo ist er wahrlich nicht, der 208. Dazu fehlt es dem Infotainment an System, der Verarbeitung an Qualität und dem Antrieb an Feinmotorik. Aber vielleicht ist es genau das, diese eher französische Einstellung zur Perfektion, die einen die 1200 Kilogramm so unbekümmert über Nebenstrecken schmeißen lässt. Karosserie und Qualität Bis der GTi in die Manege steigt, spielt der 156 PS starke Sechzehnhunderter – den übrigens auch Mini als Basis seiner JCW-Modelle nutzt – die Rolle des Topmotors. Er bedingt die dreitürige Karosserie sowie die gehobene Ausstattungslinie Allure, was den 208 preislich leider schon fast in Reichweite durchtriebenerer Kleinwagen à la Fiesta ST verrückt.
Man sitzt leider seltsam hoch, die vanartigen A-Säulen stellen sich dadurch immer wieder ins Blickfeld.
Bild: Lena Barthelmeß
Überhaupt müssen ein paar Abstriche hingenommen werden. Man sitzt seltsam hoch, die vanartigen A-Säulen stellen sich immer wieder ins Blickfeld, und die Idee, über den Lenkradkranz auf die Instrumente blicken zu müssen, ist nicht Peugeots beste gewesen. Fahrfreude und Antrieb Letzteres erfordert jedoch ein – vor allem im Vergleich zum Steuerrad des Vorgängers – geradezu mickriges Volant, womit er einen schließlich um den Finger wickelt. Es liegt wunderbar locker in der Hand, zupft die kurze Front unverzüglich in Kurven hinein und lässt sich auch vom Turbo nicht nennenswert dazwischenpfuschen.
Der Vierzylinder mit 1598 cm³ hat 156 PS und treibt den Peugeot von 0 auf 100 in 7,5 Sekunden.
Bild: Lena Barthelmeß
Fahrleistungen Dabei quirlt der Vierzylinder durchaus energisch durch die Gänge eins bis drei. Die 7,5 Sekunden auf 100 sind zwar nicht ganz das, was er für sich veranschlagt, gemessen am Leistungsgewicht aber beachtlich. Erst ab dem vierten Gang scheint sich der Elan der 240 Newtonmeter etwas in den Übersetzungen zu verlieren. Fahrwerk und Komfort Wie der Motor passt auch die Fahrwerksabstimmung prima zum softsportlichen Charakter. Sie bindet einen recht direkt an die Straße an, reagiert auch auf grobe Misshandlung niemals zickig, dürfte dem Lastwechseln gegenüber aber gern freizügiger sein. Preis und Kosten Bei VW gäbe es für die 18.850 Euro einen mauen Comfortline-Polo mit 90-PS-TDI – sind wir einfach froh, dass der 208 keiner ist.
Mehr Bilder des kleinen Flitzers gibt's oben in der Bildergalerie.Der Artikel ist auch im Original-Heft-Layout als Download im Heftarchiv verfügbar.
Fazit
von
Stefan Helmreich
Wenn man bedenkt, dass wir für den 208 GTI noch Luft lassen mussten, sind die 3,5 Sterne ein ganz, ganz dickes Lob. Zum fairen Kurs bekommt man alles, was man braucht: kleines Lenkrad, quirliger Motor, flockiges Kurvengefühl. Allein das Getriebe dürfte in Schaltwegen und Übersetzung ruhig etwas kürzer sein.
Peugeot 208 THP 155
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Mit dem 208 THP 155 zeigt uns Peugeot, dass wenig manchmal mehr sein kann. So ...
Bild: Lena Barthelmeß
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... gibt es kein DSG-Gedöns, kein Set-up-Firlefanz, keine kontrollierten Launchs und keine Drehmomentsprengungen. Nein, ein VW Polo ist er wahrlich nicht, der 208. Dazu fehlt es dem Infotainment an System, ...
Bild: Lena Barthelmeß
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... der Verarbeitung an Qualität und dem Antrieb an Feinmotorik. Aber vielleicht ist es genau das, diese eher französische Einstellung zur Perfektion, die einen die 1200 Kilogramm so unbekümmert über Nebenstrecken schmeißen lässt.
Bild: Lena Barthelmeß
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Bis der GTi in die Manege steigt, spielt der 156 PS starke Sechzehnhunderter – den übrigens auch Mini als Basis seiner JCW-Modelle nutzt – die Rolle des Topmotors. Er bedingt die dreitürige Karosserie sowie die gehobene Ausstattungslinie Allure, ...
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... was den 208 preislich leider schon fast in Reichweite durchtriebenerer Kleinwagen à la Fiesta ST verrückt.
Bild: Lena Barthelmeß
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Der Vierzylinder (156 PS) quirlt durchaus energisch durch die Gänge eins bis drei. Die 7,5 Sekunden auf 100 sind zwar nicht ganz das, was er für sich veranschlagt, gemessen am Leistungsgewicht aber beachtlich. Erst ab dem vierten Gang scheint sich der Elan der 240 Newtonmeter etwas in den Übersetzungen zu verlieren. Wie der Motor ...
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... passt auch die Fahrwerksabstimmung prima zum softsportlichen Charakter. Sie bindet einen recht direkt an die Straße an, reagiert auch auf grobe Misshandlung niemals zickig, dürfte dem Lastwechseln gegenüber aber gern freizügiger sein.
Bild: Lena Barthelmeß
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Ein paar Abstriche müssen hingenommen werden. Man sitzt ...
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... seltsam hoch, die vanartigen A-Säulen stellen sich immer wieder ins Blickfeld, und die Idee, ...
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... über den Lenkradkranz auf die Instrumente blicken zu müssen, ist nicht Peugeots beste gewesen.
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Der Antrieb erfordert ein – vor allem im Vergleich zum Steuerrad des Vorgängers – geradezu mickriges Volant, womit er einen schließlich um den Finger wickelt. Es liegt wunderbar locker in der Hand, zupft die kurze Front unverzüglich in Kurven hinein und lässt sich auch vom Turbo nicht nennenswert dazwischenpfuschen.
Bild: Lena Barthelmeß
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Die 17-Zöller sind, wie auch die Sportbremse, Serie. Insgesamt schlägt er mit 18.850 Euro zu Buche. Bei VW gäbe es für diesen Preis einen mauen Comfortline-Polo mit 90-PS-TDI – sind wir einfach froh, ...
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... dass der 208 keiner ist.
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Wenn man bedenkt, dass wir für den 208 GTI noch Luft lassen mussten, sind die 3,5 Sterne ein ganz, ganz dickes Lob. Zum fairen Kurs bekommt man alles, ...
Bild: Lena Barthelmeß
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... was man braucht: kleines Lenkrad, quirliger Motor, flockiges Kurvengefühl. Allein das Getriebe dürfte in Schaltwegen und Übersetzung ruhig etwas kürzer sein.