Polo SUV: 2016

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Polo SUV: Neu ab 2016

— 22.01.2014

VW quetscht SUVs in alle Lücken

VW baut sich eine komplette SUV-Familie mit Modellen in allen Klassen. 2016 macht der Polo SUV mobil gegen Opel Mokka, Peugeot 2008 und Nissan Juke.

Nur einer kam durch: Polo Variant, Polo Van und Polo Cabrio – sie alle wurden von den obersten VW-Strategen verworfen. Nun soll der Polo SUV die VW-Kassen füllen.

Die Strategie: Das VW Crossover-Puzzle nimmt Form an

Der Taigun könnte auch nach Deutschland kommen. Ohne Allrad, DSG und Assistenzsysteme ist er aber keine Konkurrenz für das Polo-SUV.

Fangen wir mal ganz klein an: In Südamerika baut VW ab 2015 den Taigun auf Basis des Up. Kommt der Wagen auch nach Deutschland? Das ist nicht geplant, doch wenn die Kunden den kleinen Crossover laut genug einfordern, dann könnte VW zügig liefern – allerdings ohne Allradantrieb, Assistenzsysteme oder Direktschaltgetriebe. Das alles und noch viel mehr bietet der für 2016 avisierte Polo SUV, der eine eigenständige und unverwechselbare Modellbezeichnung bekommen soll, die nicht mit mit dem Buchstaben T beginnt. Die Eckdaten: Preise ab knapp 20.000 Euro, ausschließlich als Viertürer lieferbar, erster Auftritt als Concept Car wohl schon im März auf dem Genfer Salon. Seat und Skoda würden gern auf den Crossover-Zug aufspringen – das verspricht deutlich höhere Stückzahlen und entsprechende Kostenvorteile. Auch Audi war ursprünglich an der neuen Polo-Plattform interessiert, doch der SUV Q1 basiert aktuell auf der teureren Architektur des Audi A3 – genauso wie der größere Q3. Das verstehe, wer will.

Die Technik: mehr Komfort, Sicherheit und Qualität

Nur ein Radstand, nur als Viertürer, nur mit leicht eingeschränktem Triebwerksangebot. Trotzdem ein Renner – wetten, dass?

Das neue Polo SUV orientiert sich innen wie außen am Tiguan. Damit bekommt auch die Kleinwagenklasse die neuen Infotainment-Bausteine mit noch besserer Smartphone-Anbindung und vielen zusätzlichen Assistenzsystemen. Das Cockpit wirkt im kleinen SUV erwachsener und hochwertiger als im normalen Polo, die Ausstattungsliste ist um ein gutes Drittel länger, neue Features wie die City-Notbremsfunktion und der adaptive Tempomat verbessern die Sicherheit. Zusätzlich zu den drei Ausstattungspaketen Trendline, Comfortline und Highline könnte es den knuffigen SUV auch als sportliches R-Modell mit dem 220 PS starken Zweiliter-Motor geben – als Antwort auf den Juke Nismo RS (200 PS) und den Mini Countryman John Cooper Works (218 PS).

Die Motoren: neue Dreizylinder, aber keine Hybridantriebe

Die Motoren des Polo SUV reichen von 90 bis 184 PS.

Die Lücke zwischen E-Up und E-Golf/Golf Plug-in-Hybrid bleibt bis auf Weiteres bestehen. Anders ausgedrückt: VW plant für den neuen Polo und den Polo SUV keine alternativen Antriebe. Stattdessen ist Downsizing angesagt. Das betrifft den Hubraum und die Zahl der Zylinder. Neu in der Polo-Palette ist ein aufgeladener Einliter-Dreizylinder mit 110 PS/175 Newtonmeter. Darüber rangieren der 1.4 TSI mit 150 PS/250 Newtonmeter und der 1.8 TSI mit 185 PS/280 Newtonmeter. Das Dieselspektrum reicht vom 1,4-Liter-Dreizylinder mit 90 PS/230 Newtonmeter und 105 PS/250 Newtonmeter bis zum 2.0 TDI mit 150 PS/340 Newtonmeter und 184 PS/380 Newtonmeter. Natürlich lassen sich fast alle Maschinen gegen Aufpreis mit dem flinken Siebengang-Direktschaltgetriebe kombinieren. Die auf Wunsch erhältlichen "BlueMotion Technology"-Bausteine (Leichtlaufreifen, längere Übersetzung und die optimierte Aerodynamik) verbessern zwar die Effizienz, doch der sparsamste 75-PS-Diesel (82 g CO2/km) ist für das Polo SUV leider nicht vorgesehen. Weitere VW-SUVs und die Volkswagen der übernächsten Generation finden Sie in der Bildergalerie.

Neue VW-SUV für jeden Autofahrer

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Georg Kacher

Georg Kacher

Fazit

VW reagiert spät auf den Crossover-Boom. Mit den Tiguan-Derivaten, einem neuen Touareg und dem Polo SUV. Doch es geht sogar noch ein bisschen mehr. Der kleine Taigun und der günstige CrossBlue im Pas-sat-Format würden bei den Kunden sicher ankommen.

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