Schriebers Stromkasten, Teil 86

Schriebers Stromkasten 86: induktives Laden Schriebers Stromkasten 86: induktives Laden

Schriebers Stromkasten, Teil 156

— 16.12.2011

Laden ohne Kabel kommt

Andocken statt Reinstecken: Das induktive Laden von Elektroautos wird in Hamburg von Karabag großflächig erforscht. Auch bei Nissan tut sich was ohne Kabel.

Der Elektroauto-Pionier Sirri Karabag startet in Hamburg ein Forschungsprojekt für das kabellose Laden von E-Mobilen. Im Rahmen eines Bundes-Förderungsprogramms werden 20 Ladestationen eingesetzt, an denen speziell umgebaute E-Autos per Induktion – ähnlich wie bei einer elektrischen Zahnbürste – geladen werden. Das Auto muss dabei mit dem vorderen Nummernschild an die von Hersteller Vahle entwickelte Ladestation fahren. Damit der Wirkungsgrad des elektromagnetischen Ladens auf dem Niveau von Kabelverbindungen liegt, wird ein Ladegerät (Onboard-Charger) der Firma Finepower im Fahrzeug eingesetzt.

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Nissan plant ein Verfahren für den Leaf, bei dem nur eine Ladespule im Boden befahren werden muss.

Zu den Kunden, die für eine Monatsrate von 198 Euro an dem Projekt teilnehmen, gehört auch das Logistik-Unternehmen Hermes. "Wir werden dieses innovative Ladeverfahren konsequent im Alltag nutzen", kündigte Hermes-Geschäftsführer Philip Nölling an. Probleme beim Laden per Kabel wie mechanischer Verschleiß, Vandalismus oder Verschmutzung sind bei einer Induktionslösung deutlich kleiner. Auch die großen Hersteller setzen auf diese Technologie. Nissan will schon 2013 ein System für die nächste Generation des Leaf auf den Markt bringen, bei dem das Elektroauto nur auf eine im Boden eingelassene Ladespule fahren muss. Und Nissans Edel-Tochter Infiniti will die für 2014 angekündigte Elektro-Limousine ebenfalls induktionstauglich machen. Forscher rechnen damit, dass induktives Laden bereits in zehn Jahren zur Standardtechnologie in der Elektromobilität gehört.

Autor: Hauke Schrieber

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