Seat Altea gegen VW Golf Plus: Test
Zwei Kompakt-Vans mit starken Benzinern

Weg von sportlich-stressigen Manieren, hin zu beruhigend-seichten Tugenden – so ködern VW Golf Plus und Seat Altea die Kunden. Wie gut das klappt, klärt dieser Van-Vergleich.
Die Sitzposition aufrecht, um nicht zu sagen erhaben über den anderen thronend. Der Antrieb flüsterleise und geschmeidig – und natürlich automatisch. Die Leistung jederzeit ausreichend. Das klingt nach Rolls-Royce? Von wegen. So was gibt es auch in der Kompaktklasse. Typen wie Golf Plus 1.4 TSI DSG und Seat Altea 1.8 TSI DSG bringen dank feinen Antriebs und raumgreifenden Hochdachkonzepts reichlich herrschaftliche Attribute in den Fahr-Alltag. Okay, mit dem Image ist es nicht ganz so weit her – aber dafür gibt es das mobile Durchatmen viel günstiger als beim Rolls. Ab 26.375 Euro sind für einen Golf Plus mit 160 PS starkem 1.4er fällig, rund 23.690 Euro verlangt Seat für den gleich kräftigen Altea 1.8. Ein deutlicher Vorteil für den Spanier – der sogar noch wächst, wenn man den Ausstattungs-Stand des Wolfsburgers detailliert betrachtet.
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Bild: Christian Bittmann
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Das ohne Zugkraftunterbrechung schaltende Getriebe mit Doppelkupplung macht seinen Job perfekt, senkt vor allem im letzten Gang die Drehzahl auf ein entspannt niedriges Niveau. Die hubraumstärkere Maschine des Altea surrt ebenfalls leise, muss aber aufgrund der einfach(er)en Aufladung stets erst einmal Luft holen, bevor es druckvoll zur Sache geht. Das ist allerdings nur gefühlt ein Nachteil – tatsächlich zieht der 1.8er sogar einen Wimpernschlag schneller durch, sprintet immerhin zwei Zehntelsekunden zügiger auf Tempo 100. So viel (mehr) Elan ist hier immerhin einen Punkt wert.
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Gravierender wirkt sich das Motor-Konzept des Seat auf den Verbrauch aus. Auf unserer Testrunde genehmigte sich der Altea fast einen halben Liter Super pro 100 Kilometer mehr. Gleiche Leistung und nahezu identisch effektiv arbeitendes Getriebe hin oder her – die größeren Brennräume wollen eben mit mehr Sprit gefüllt werden. Und dabei bleibt es leider nicht. Der Altea kostet höhere Steuern, muss jährlich zur Inspektion (der Golf bis zu zwei Jahre), wird teurer versichert. Am Ende stresst das, während der Golf Plus entspannt vorbeizieht.
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Fazit
Die Gelassenheit und die Ruhe, die diese beiden Alleskönner ausstrahlen, ist nicht zu verwechseln mit Langeweile. Die wird ohnehin von starken Motoren und dem jeweils verbauten DSG-Getriebe vertrieben. Der Golf überzeugt zudem mit der gelungenen Mischung aus Fahrspaß und Packeselqualitäten, der Seat liegt dabei dicht dahinter. Dessen sportlichere Hülle ist natürlich Geschmackssache – nur leidet so die Übersichtlichkeit.
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